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joachim



Anmeldedatum: 21.04.2010
Beiträge: 231
Wohnort: Ahlen

BeitragVerfasst am: 01.10.2011 16:56    Titel: Das Programm "ding" Antworten mit Zitat

Fortsetzung........

Ding in Aktion:



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Besser zu sehen hier
https://picasaweb.google.com/110041729241277686848/DINGAufFaroisch?authuser=0&authkey=Gv1sRgCIq7ovLJ98HCIw&feat=directlink

Weitere Screenshots folgen
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Karl Valentin


Zuletzt bearbeitet von joachim am 01.10.2011 18:42, insgesamt 2-mal bearbeitet
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joachim



Anmeldedatum: 21.04.2010
Beiträge: 231
Wohnort: Ahlen

BeitragVerfasst am: 01.10.2011 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

"ding" kann auf vielfältige Weise konfiguriert werden.

So kann man das Suchverhalten (Fehlertoleranz) beeinflussen, nach Teilwörtern suchen etc. Auch kann man einstellen, ob das Programm sofort nach Markieren bzw. Anklicken eines Begriffs im Browsers suchen soll oder erst auch Mausklick oder nur nach Eingabe des Begriffs.

Ich habe mal auf portal.fo und anderen Seiten geklickt und war erstaunt, was ich mit Detlef Knops Listen alles fand, aber meist eben nur über Umwege. Also immer schön die Endungen weg.... Aber es geht erstaunlich gut.

Eine andere freie Liste ist die von "ispell". Das ist ein Rechtschreibprüfprogramm, dessen Dateien ebenfalls reine Textdokumente sind. Föröisch enthält ca. 400000 (in Worten vierhunderttausend) Einträge, heraus gebracht von der Universität der Färöer unter den "GPL", also freie Software die man benutzen darf. (Aber eben nicht proprietär weiter verwerten,was hier ja auch nicht geplant ist) In dieser Liste sind natürlich dann alle Deklinationen und Konjugationen einzeln enthalten. Und auch viele Eigennamen in allen grammatikalischen Formen. Wie gesagt, der Sinn dieser Datei ist die reine Rechtschreibprüfung.

Wenn ich diese Datei in "ding" einbinde wird jeder Begriff auf Portal.fo direkt gefunden, aber eben ohne Übersetzung.

Andere Programme:

Ob sich die Dateien von "ding" auch für andere Programme nutzen lassen weiß ich nicht.Eine Umformatierung in das "Babylon Format" geht nicht, da dieses proprietär und nicht offen ist. Für sämtliche Microsoft Formate gilt das sowieso.

Mithilfe und Veröffentlicheung

Ich fange gerade erst an mit Färöisch, Einiges an Übersetzungen habe ich mir selbst erschlossen und füge sie einfach ein. Fehler werden sich sicher nicht vermeiden lassen.

Ich lade meine Dateien auf Google Dokuments. Sobald ich zumindest die Nomen aus Wikipedia alle konvertiert habe gibt es auch eine öffentliche Version ohne Detlef Knops Einträge.

Mit den Verben und Adjektiven wird das sicher recht "haarig". Da komme ich sicher ohne Hilfe der Kundigen aus diesem Forum sicher nicht weiter.

Den Link zur jetzigen, unfertigen Version möchte ich hier nicht veröffentlichen, gern aber per PN. (über 12000 Einträge - incl. geklauter von D. Knop,,wovon ca. die Hälfte auch in meinen anderen Listen auftauchten Auch gibt es noch vom Programm nicht erkannte Doppeleinträge.

Zum Abschluss noch eine Killerfunktion von "ding".

Das Programm kann die während einer Sitzung gestellten Anfragen speichern und man kann diese dann z.B. in eine Lernkartei einpflegen. So macht das Stöbern auf portal.fo richtig Sinn. Es nutzt so siche jedem Anfänger aber eben auch Forgeschrittenen, die nur selten nachschlagen müssen, nicht bekannte Vokabeln zu finden und zu pauken.

Dazu mache ich später auch noch ein paar Screenshots...

Soweit erst mal.

JO
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Detlef Knop



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Beiträge: 26
Wohnort: Kamen

BeitragVerfasst am: 10.10.2011 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
das Ding mit "ding" ist schon eine tolle Programmierleistung und gar nicht hoch genug zu würdigen, aber dennoch muss mich noch einmal zu Wort melden: Natürlich ist es erlaubt und keinesfalls ein Plagiatsversuch, meine Wörterliste zu verwenden und ggf. zu verbessern. Natürlich würde ich mich freuen, wenn diese Verbesserungen mir auch zugänglich gemacht würden, um sie redaktionell bearbeiten zu können.
Denn: Was ist eigentlich eine "Verbesserung"? Besteht sie wiklich darin, die Sammlung so umfangreich wie möglich zu machen Doubletten zu entfernen und den Zugriff mittels Eingabemasken so schnell wie möglich zu gestalten?

Zu Ersterem:
Ich stehe Wörterbüchern nicht grundsätzlich so positiv gegenüber, wie es im Allgemeinen der Fall zu sein scheint, und zwar vor allem deshalb, weil man dort vor lauter Bäumen nicht mehr den Wald erkennt - oder analog dazu: Die vielen Einzeleinträge lassen nicht mehr die Eigenheiten des Gesamt-Sprachsystems deutlich werden. Eine Ausweitung der Einträge sollte daher nur sehr behutsam vorgenommen werden, und zwar unter dem Aspekt der Erhöhung des Verständlichkeitsgrades, m.a.W.: es kommt nicht auf die Quantität sondern die Qualität der Eintragungen an. Ich weiß, dass es hier sehr schwierig ist, überhaupt Kriterien für die Qualität einer Eintragung aufzustellen; die färöischen Sprachwissenschaftler haben scheinbar eine Zauberformel gefunden, die darin besteht, die Sprachreinheit herzustellen. Als Folge davon findet man nun in einschlägigen färöischen Wörterbüchern oftmals nicht die Begriffe, die von der sprechenden Bevölkerung ganz selbstverständlich gebraucht werden und die nach meinem Dafürhalten unerlässlich dafür sind, überhaupt zu verstehen was man allgemein so spricht, wie man sich unterhält. Und hierin sehe ich persönlich das Qulitätskriterium: Hilft mir dieser Begriff die Sprache des färöischen Alltags und das Lesen färöischer Medien besser zu verstehen? Die Beantwortung dieser Frage kann kein noch so gutes Computerprogramm zufriedenstellend beantworten; ich muss daher alle Eintragungen "händisch" erledigen, nachdem ich sie zuvor "köpfisch" bewertet habe.

Zum Zweiten:
Viele Begriffe sind besonders im Färöischen Veränderungen der Stammformen, die man in der alfabetischen Auflistung nicht finden kann und schon mal gar nicht, wenn man sie als Suchbegriff in eine Eingabemaske einträgt. Hinzu kommt, dass die Färinger selbst bezüglich ihrer Rechtschreibfähigkeiten eher mehr Probleme haben als wir Deutsche, die sich systematisch mittels Grammatik dem Phänomen ihrer Sprache genähert haben. So findet man oftmals in den Diskussionsforen, die ich gerne auswerte, um der realen Gegenwartssprache auf die Schliche zu kommen, simple Fehler, die, wenn man eine Fehleranalyse durchgeführt hat, meist darauf beruhen, dass so geschrieben wurde wie man spricht.
Als Beispiel möchte ich das Wort "kúva" anführen, das mir im Zusammenhang mit der Diskussion um die Erlaubnis der Homosexuellen-Ehe auffiel: Ein "Kjak"-Disputant befand, dass jegliche gesetzliche Neuerung nicht jeden "tilfredsstille" könne und man dabei immer jemanden "kúva". Zum Glück für (meine Nachforschung) zeigte mir die Verwendung des Begriffs "tilfredsstille", dass sich hier jemand äußerte, dem die Auffasung der Puristen über "richtiges Färöisch" ziemlich schnuppe ist und der kräftig das Dänische neben dem Färöischen gebraucht - denn "tilfredsstille" steht in keinem färöischen Wörterbuch, man kann allenfalls "tilfriðs" und "stilla" ableiten, wobei "tilfriðs" als umgangssprachlich "gebranntmarkt" wird und besser durch "nøgdur" zu ersetzen ist. Was also tut man, um das Wort "kúva", was in keinem färöischen Wörterbuch verzeichnet ist, zu verstehen? Man schaut in einem dänischen nach ähnlich lautenden nach - und siehe da: dort war das Wort "kue" zu finden, im Deutschen angegeben mit "unterdrücken", also wortverwandt mit unserem "kauern". Ein Blick ins Englisch-Färöische Wörterbuch unter dem Stichwort "suppress" wies an erster Stelle den Begriff "kúga" aus, was mich wie Schuppen von den Augen fallen ließ: Der Diskutant hatte so geschrieben, wie man spricht: Das "g" in dem Wort bewirkt als sog. Hiatusfüllung zwischen den Vokalen U und A aussprachemäßig ein schwaches "w" - also etwa "kuwa". Aus dem Textzusammenhang ergab sich also eher folgende Bedeutung: "Wer althergebrachte Vorschriften ändern will, wird nie alle zufriedenstellen und immer jemandem auf die Zehen treten". Die Übersetzungsvariante erschien mir aber so exotisch, dass ich sie nicht in meine Wörterliste aufgenommen habe.

Übrigens:
Ich stelle jeden Monat eine punktuelle Überarbeitung ins Web, die auf den o.a. Kriterien beruht und mir viel Mühe, aber auch viel Freude bereitet. Die aktuelle Version ist jeweils unter http://www.faeroeer.de/archiv/ordalisti.html einzusehen, wer sie zu seinem persönlichen Gebrauch nach seinen Kriterien ergänzen und bearbeiten möchte, ruft am besten http://www.faeroeer.de/archiv/glossar.htm auf, um Zugang zum reinen Quellcode zu erlangen.
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