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Deutsch-färöische Kontroversen um die Grindwaltötung

 
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d.w.



Anmeldedatum: 28.05.2006
Beiträge: 884
Wohnort: Witten an der Ruhr

BeitragVerfasst am: 07.03.2011 03:49    Titel: Deutsch-färöische Kontroversen um die Grindwaltötung Antworten mit Zitat

Ich möchte hier kein neues Thema beginnen. Ich habe nur eine neue Überschrift gewählt, weil ich nicht dazu beitragen will, dass diese idiotische Bezeichnung "Calderon Delfine" in unserem Forum weiter künstlich am Leben erhalten wird.
Vor einigen Wochen erhielt ich mal wieder eine Mail von jemand, der auf der Webseite des Deutsch-Färöischen Freundeskreises einen "Bericht über den Volkssport der Färöerer, das Abschlachten der Grindwale" vermisste.
Die Verfasserin der Mail wies auf die hochgradige Belastung des Grindwalfleischs durch Schwermetalle und die daraus resultierende extreme Gesundheitsbelastung der Bewohner der Färöer hin und schrieb: "Umso unverständlicher, dass „zivilisierte“ Menschen, als die sich die Bewohner der Färöer sicher betrachten, an solch einer barbarischen Tradition festhalten. Vielleicht wollen Sie als Deutsch-Faröischer-Freundeskreis Ihre Freunde ja einmal darauf ansprechen. Damit würden Sie sicherlich auch dem Image dieser Inseln einen Gefallen tun."
Da diese Mail im Gegensatz zu manch anderen Zuschriften, die den DFF erreichen, immerhin auf beleidigende Bemerkungen verzichtete, habe ich der Verfasserin der Mail ausführlich geantwortet. In meiner Antwort habe ich u. a. Folgendes geschrieben:
In vielen Internet-Stellungnahmen finde ich Bemerkungen, die in Frage stellen, ob die Färinger als "zivilisiertes" Volk zu betrachten seien. Wäre ich Färinger, käme ich vielleicht auf die boshafte Idee, deutsche Antigrindwaltötungsaktivisten einmal zu fragen, ob man denn mit Blick auf ihre Vergangenheit im 20. Jahrhundert gerade die Deutschen als "zivilisiertes" Volk betrachten könne. Glücklicherweise habe ich eine solche Argumentation von färöischer Seite bisher noch nie gehört.

Ich hielt meine Bemerkung für reine Gedankenspielerei. Ich habe mich geirrt. Inzwischen hat ein Färinger genau das getan, was ich nur in Gedanken durchgespielt hatte.
Kári á Rógvi, Dr. iur., aufstrebender färöischer Jungpolitiker, Mitglied des Lögtings, Vorsitzender von Sjálvstýrisflokkurin, der kleineren Autonomiepartei, und Mitglied im Ausschuss für die Ausarbeitung einer färöischen Verfassung hat auf eine Zuschrift des Wal- und Delfinschutz-Forums (www.wdsf.eu) am 7. Februar 2011 Folgendes gemailt: Please keep your ethics to yourself. Und hat dabei dabei verwiesen auf http://en.wikipedia.org/wiki/Auschwitz_concentration_camp. Das hat natürlich gesessen, wie aus den Mails einiger Mitglieder des Wal- und Delfinschutz-Forums an färöische Medien deutlich wurde. Ein Dennis Hansen schrieb: I demand the resignation of Kari á Rógvi for insulting me and my country as Nazis! Ein "Whaledefender" schrieb: SHAME ON YOU Kári á Rógvi. - Kári á Rógvi - a parliament of the Faroe Islands, refers to a German animal rights protest received against the mass slaughter of whales on the side of a concentration camp by the Nazis. Ein Richard Kuipper mailte: This man, who says such things, must resign immediately. He is a disgrace to his country.
Das färöische Nachrichtenportal www.portal.fo hatte am Ende seiner Nachricht vom 7. Februar noch geschrieben: "Bisher war es noch nicht möglich, eine Stellungnahme von Kári á Rógvi zu erhalten."

Die am 7. Februar abgesandte Mail von Kári á Rógvi veranlasste nun das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) am 8. Februar zur Veröffentlichung einer Pressemitteilung über die PR Agentur. Journal Society GmbH. Dort heißt es unter www.openpr.de/news/508462.html: Färöer-Politiker vergleicht Walschützer mit Auschwitz. In einer E-Mail, die dem deutschen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) vorliegt, vergleicht Kári á Rógvi, ein Politiker der eigenständigen Färöer-Inseln im Nordatlantik, die aktiven Bemühungen der Walschützer auf der Inselgruppe mit den Geschehnissen in Auschwitz in dem er offensichtlich erzürnt einen entsprechenden Wikipedia-Link an die Kritiker des alljährlichen Walschlachtens auf der Inselgruppe versandt hat.
Jürgen Ortmüller, Gründer und Geschäftsführer des WDSF war im letzten Jahr zusammen mit Andreas Morlok von der Walschutz-Organisation ProWal auf der Inselgruppe, um den alljährlichen blutigen Fang von bis zu 1.000 Grindwalen durch die Färöer-Bewohner publik zu machen. Offenbar wurde die öffentliche Kritik der Tierschützer als Angriff seitens einiger Färinger gesehen.


Am 8. Februar hat nun Kári á Rógvi selber zu der Angelegenheit Stellung genommen, und zwar in einem Interview mit dem privaten färöischen Rundfunksender Rás 2. Über dieses Interview berichtete das färöische Nachrichtenportal www.portal.fo wie folgt unter www.portal.fo/?lg=79147: Deutsche Umweltaktivisten sind gegenüber den Färingern ziemlich agressiv gewesen, weil wir Grindwale töten.
Aber es hat für Aufregung gesorgt und ist heute und gestern mit eins der größten Diskussionsthemen gewesen, dass Kári á Rógvi, Lögtingsmitglied und Vorsitzender von Sjálvstýrisflokkurin einen dieser Antigrindwaltötungsleute mit dem Vorwurf konfrontiert hat, wie Deutsche sich während des letzten Weltkriegs aufgeführt haben.
"Denk an Deine eigene Moral", hat Kári á Rógvi in einer Mail an einen Deutschen geschrieben, der gegen Grindwaltöten ist, und derselben Mail hat er einen Internetlink über das deutsche Konzentrationslager Auschwitz beigefügt.
Das hat die Leute in zwei Lager gespalten. Manche stehen hinter dem Lögtingsmitglied, während andere meinen, es sei unter allem Niveau, Deutschen 2011 vorzuwerfen, wie ihre Vorväter sich während des letzten Weltkriegs aufgeführt haben.
Sie meinen, es sei besonders unhöflich, wenn ein Lögtingsmitglied und Parteivorsitzender dies tue.
Und Kári á Rógvi räumt ein, dass er die besagte Mail aus Verärgerung abgesandt hat. Jedoch habe er die Mail nicht an die Öffentlichkeit gerichtet, sondern an den betreffenden Mann.
"Um Unruhe zu stiften, hat der Mann die Angelegenheit dann selbst an die Öffentlichkeit gebracht," sagt Kári á Rógvi, fügt aber hinzu, dass er seine Mail zu einem schlecht bedachten Zeitpunkt abgesandt habe, nachdem er von demselben Mann zahllose Mails über Grindwaltötung erhalten habe.
"Ich habe versucht, sachlich über Grindwaltötung zu argumenieren und habe ihn auf Informationsmaterial hingewiesen, das der färöische Staat über Grindwaltötung erstellt hat. Aber er blieb bei seinem Standpunkt, und eines Abends habe ich überreagiert," sagt er.
"Es tut mir einfach leid, dass ich ihm überhaupt geantwortet habe," fügt er hinzu.
"Ich muss also darauf achten, dass dass nicht wieder geschieht, weil ich mich dazu hinreißen ließ, Leute zu verletzen, die ich nicht verletzen wollte."
Er sagt, dass er daraus gelernt hat, dass man mit solchen Leuten niemals Meinungsaustausch betreiben sollte.
"Aber ich fühlte mich von den fortgesetzten Angriffen dieses Deutschen so heruntergemacht und verletzt, dass ich zu emotional wurde und überreagierte, denn ich halte weder mich noch die Färinger für unmoralisch, weil wir unsere Naturschätze ernten. Im Gegernteil, wir gehen besonders behutsam mit unserem Naturreichtum um, denn wir haben immer in und von der Natur gelebt und wir sorgen gut für Tiere.
Andererseits besteht er darauf, dass die Taten von Deutschen während des letzten Weltkrieges ein moralisches Erbe sind, die sie noch Jahrhunderte verfolgen werden.
"Zumindest meine ich, dass sie ein bisschen demütiger sein sollten, bevor sie hingehen und die Moral anderer in Frage stellen, und dazu stehe ich.
Und dasselbe gilt auch für andere Europäer, die hier und da auf der Welt so viel Tragödien und so viel Not verursacht haben.
Aber es steht fest, dass keine sachlichen Argumwente bei diesen Leuten etwas bewirken, und ich muss einfach lernen, dass wir uns auf gar keinen Fall auf einen Meinungsaustausch mit diesen Leuten einlassen sollten, außer dass wir sie auf die allgemeinen Informationen hinweisen, denn sie verwenden alles gegen einen, um Unruhe zu stiften.
Es war nicht meine Absicht, jemand zu verletzten, aber ich fühlte mich verletzt und heruntergemacht, und zwar mich selbst als auch die Färinger," sagt Kári á Rógvi.
Totzdem meint er, dass ab und zu ein Schock notwendig ist, um eine Sache wieder zurechtzurücken, und er hofft, dass hiernach die Diskussion um Grindwaltötung sachlicher werden kann.


Aus dem in dem Interview mit Rás 2 Gesagten dürfte deutlich geworden sein, dass es sich bei "diesem Deutschen", der Kári á Rógvi mit zahllosen Mails zur Grindwaltötung bombardiert hat, um Jürgen Ortmüller aus Hagen-Hohenlimburg handelt, den Gründer und Geschäftsführer des "Wal- und Delfinschutz-Forums" (WDSF).
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Bundin er billeysur maður. (Aktualisierte Fassung eines altbekannten färöischen Sprichworts, gehört im September 2014 von einem Färinger)
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 07.03.2011 11:35    Titel: Kontroverse Antworten mit Zitat

Wenn eine Kontroverse ein länger anhaltender Streit oder eine Debatte ist (Definition in der Wikipedia), dann kann dieser Streit um den Auschwitz-Vergleich noch nicht so genannt werden, da er anscheindend bisher im Sande verlaufen ist. Von medialer Aufmerksamkeit kann jedenfalls (außer in den einschlägigen Seiten) auch nach einem Monat in deutschsprachigen Medien nicht die Rede sein.

Ebenso wenig hat die ganze bisherige Diskussion um das Thema den Großteil der Bevölkerung in Deutschland interessiert.

Die hochgradige Belastung des Grindwalfleisches durch Schwermetalle,auf die die "Tierschützerin" hingewiesen hat, wurde bereits häufiger in Diskussionsbeiträgen in diesem Forum und in Artikeln in der Mitgliederzeitschrift des DFF erwähnt.
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George



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BeitragVerfasst am: 07.03.2011 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

In deutschen "Tierschutz"-Foren war dieser Konter von Kári á Rógvi ein gefundenes Fressen, - mußten sie sich doch von deutscher Rechtsprechung ihre eigenen propagandistischen Tier-"Mord" Auschwitz-Vergleiche untersagen lassen. Daß dieser Vergleich in anderen Ländern nicht unter Strafe gestellt wird, zeigt, daß es einige Unterschiede in der Wahrnehmung gibt.
Ich hatte den Vorgang im Februar in den Färöern in der Zeitung verfolgt, - und nach längerer Überlegung von einer Leserbrief-Mail Abstand genommen.
Nicht aus Unsicherheit in der Sache, sondern aus Unsicherheit in der Einschätzung der färöischen Wahrnehmung in einer solchen Auseinandersetzung.

Die färöische Gesellschaft ist zahlenmäßig im Kleinstadt-Format, in vieler Hinsicht familienähnlich, niemand bleibt anonym. Damit erkläre ich mir zu einem Teil den relativ höflichen und bedachten Umgang untereinander auch in schwierigen Konfrontationen.
Zum anderen erlebe ich immer wieder im Umgang mit extremen Überzeugungen, - etwa Moon-Sekte, Tierrechts-Bewegung, Anti-Abortions-Bewegung -, eine Gelassenheit, die sich viel eher in England als bei uns wiederfindet. Man unterscheidet eher leichter als hier zwischen solchen Überzeugungen und der Person.
Das menschenrechtliche Engagement der Färinger in Amnesty u.a. dürfte relativ um einiges höher sein als bei uns, aber daß über unbedachte Nationalsozialismus-Bezüge bei uns Minister gestolpert sind, dürfte eher erstaunen.
Die färöische Öffentlichkeit ist nicht unfair, - wohl wäre es ein Freudentag, wenn z.B. Paul Watson (Sea Shepherds) dingfest gemacht werden könnte, aber die jeweils aktuellen Äußerungen von ihm bez. der Färöer werden jeweils veröffentlicht und öffentlich diskutiert, - und ganz gewiß nicht in Bild-Manier.

Und es ist auch bezeichnend für den färöischen Umgang, daß der Vorgang um Kári á Rógvi's Äußerung umgehend und selbstverständlich die Nachrichten bestimmt hat und er sich erklären mußte.

Ich kann beide Begründungen Kári á Rógvi's nachvollziehen, - die Betroffenheit durch die maßlose, quasi anonyme Eindrescherei, und sein Erstaunen, daß seine unbedachte Reaktion eben nicht persönlich genommen wurde. Ich denke aber, er wird darüber nur ein einziges Mal staunen.
Und seine Einsicht, daß man mit solchen Leuten nicht diskutieren kann, werden viele aus eigener Erfahrung teilen können.

Umsomehr beeindruckt mich seit Jahren, mit welcher - ich muß mich wiederholen - Gelassenheit üblicherweise auf den Färöern mit diesen Kampagnen und Anfeindungen umgegegangen wird, und daß nach wie vor alle Informationen und Vorkommnisse im Zusammenhang mit dem Grindwalfang öffentlich und transparent gestellt werden, - auch etwa im Zusammenhang mit der einigermaßen mißglückten Fangaktion letztes Jahr in Kláksvik.
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Gerald



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BeitragVerfasst am: 08.03.2011 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

da ich im Juni eine Woche auf den Färöern verbringen werde, habe ich mich natürlich auch mit dem Thema Grindwalfang beschäftigt, zumal ich Vegetarier bin.

Den Walfang lehne ich grundsätzlich ab, verurteile aber deshalb nicht grundsätzlich jeden Färinger. Der Vergleich mit unserer Geschichte ist sicherlich sehr unglücklich gewesen.

Habe vor einiger Zeit aber einen interessanten Film über unseren grundsätzlichen Umgang mit der Tierwelt im Netz gefunden. Bisher habe ich den Film nur überflogen. Weiß nicht, ob der Grindwalfang überhaupt erwähnt wird. Das was ich jedoch bisher im Film gesehen habe, ist sehr schockierend und sollte zum Nachdenken und Handeln anregen.

Achtung: nichts für "schwache Nerven" und bitte nicht Kindern zeigen!!!

http://www.youtube.com/watch?v=Tszu9twyEEo

"Kurzinhalt: Pro Minute sterben über 10.000 Tiere, um den Nahrungsbedarf für die Menschheit sicher zu stellen. Uns Verbrauchern wird glauben gemacht, es ginge dabei human zu. "Earthlings" verwendet versteckte Kameras und vorher nicht gezeigtes Filmmaterial, um die täglichen Praktiken einiger der größten Industrien der Welt aufzuzeichnen, deren aller Profit vollständig auf Tieren beruht. Kraftvoll, informativ und zum Nachdenken anregend, ist "Earthlings" mit Abstand die umfassendste jemals produzierte Dokumentation zum Verhältnis zwischen Natur, Tieren und menschlichen Wirtschaftsinteressen. Die Filmmusik schrieb der Künstler Moby"
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Anne



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BeitragVerfasst am: 10.03.2011 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich will jetzt gar nicht viel dazu sagen, nur soviel: Ich bin auch Vegetarier und ich liebe Tiere. Ich finde den Grindwalfang nicht gut, aber ich finde es auch nicht gut, wenn Leute Spinnen im Haus erschlagen, nur weil sie sie nicht mögen.

Ich bin der Meinung, daß wir, so lange wir in einem Land leben, in dem Tiere als Sache betrachtet werden und sie schlimmere Qualen erleiden müssen als diese Wale (ich denke da v.a. an die Haltung, der Tötungsvorgang ist wohl sehr ähnlich), wir nicht das Recht haben, mit dem Finger auf die Färinger zu zeigen.

Wie wäre es, wenn die Walschutzaktivisten mal ihren Energien darauf verwenden würden, daß es z.B. (humane) Vorgaben für die Haltung von Schlachtkaninchen gibt? Oder darauf, daß die Industrienationen nicht mehr soviel Müll in die Meere leiten und kein Meereslebewesen mehr mit Schwermetallen verseucht ist (denn darunter am meisten leiden ja wohl die Wale und nicht die Färinger).

Das würde ich für sinnvoll halten. Aber die Menschheit hat ja schon immer gerne sinnlos Ressourcen verschwendet...
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George



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BeitragVerfasst am: 16.03.2011 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Beispiel für die Reaktion, die Kári á Rógvi's Fehlleistung unter den "Walschützern" hervorgerufen hat, ist im Kampagnen-Aufruf von Andreas Morlok nachzulesen. Die Kampagne hat sich über die einschlägigen Verteiler schneeball-artig ausgebreitet.
Dies ist auch ein Einblick in den Who-is-who des deutschen anti-färöischen Freundeskreises: Morlok (ProWal) tritt oft mit Orthmüller (Wal- und Delfinschutz-Forum) im Tandem auf, so letzten Sommer bei der mit den Sea Shepherds koordinierten "undercover"-Aktion auf den Färöern. Mit in dieser Kampagne ist z.B. auch Michaela Stoff, WDSF-Aktivistin unter dem Sea Shepherd-Totenkopf und auf der Seite des "Team Liberty" von Lars Rasmussen, seit kurzem mit dem "Planet Ocean"-Haus in Elduvik... Motto: "Compassion is no terrorism!"
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 11.07.2011 17:59    Titel: Blühender Blödsinn Antworten mit Zitat

Nach einem Vorbericht über den Vortag zweier Experten in der HUSUMER ZEITUNG (28. Juni 2011) werden Grindwale auf den Färöern deswegen "massakriert", "weil sie den Fischern dort angeblich den Fisch wegfressen." Wahrscheinlich hat da der Praktikant (oder wer auch immer) etwas falsch verstanden.

http://www.shz.de/nachrichten/lokales/husumer-nachrichten/artikeldetails/article/805/von-menschen-und-delfinen.html
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joachim



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BeitragVerfasst am: 03.10.2012 16:23    Titel: 2013 wird es spannend....... Antworten mit Zitat

Färöeraktion 2013 von "ProWal"

Ankündigung auf deren HP, Auszüge:
Zitat:


ProWal-Aktion „GOOD BYE“

In dem Zeitraum vom 24. Juni 1584 bis heute wurden auf den Färöer-Inseln insgesamt 264.715 Grindwale und andere Delfine getötet!

Proteste, Vorort-Interventionen, Gespräche mit den Verantwortlichen, .....haben nicht dazu beigetragen, das jährliche hundertfache Töten dieser Tiere zu beenden.

Im Moment gibt es nur einen effektiven Weg....

.....ProWal wird ab dem Frühjahr 2013 eine langangelegte Vergrämeraktion durchführen und sogenannte Pinger einsetzen....

.Eine gewaltige finanzielle, logistische und arbeitsreiche Herausforderung ist es, eine solche über mehrere Monate ausgerichtete Aktion in die Tat umzusetzen!

DAZU BRAUCHEN WIR IHRE UNTERSTÜTZUNG!


(folgt Spendenaufruf und Konto)

Quelle: http://www.walschutzaktionen.de/1807501.html

Hab ich das richtig in Erinnerung, dass man schon 2011 bei Watson (der ja im Moment verhindert ist) angekündigt hat, dass man genau das u.U. auch mit Hilfe der Dänischen Marine unterbinden will?

JO
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Karl Valentin
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 04.10.2012 15:37    Titel: "sogenannte Pinger" Antworten mit Zitat

http://de.wikipedia.org/wiki/Pinger
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joachim



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BeitragVerfasst am: 30.04.2013 01:51    Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt suchen sie Sponser (125 €) für die Pinger:

http://www.walschutzaktionen.de/1894101.html

Und sie haben was neues, das Buffet auf der Fähre passt ihnen nicht:


Zitat:
Illegaler Import und Verkauf von Grindwalspeck auf der Fähre „Norröna“ der Fährgesellschaft Smyril-Line......
Im März und im April 2013 wurde im Restaurant des Fährschiffes „Norröna“ der Fährgesellschaft Smyril-Line regelmäßig Grindwalspeck angeboten, welches von den Färöer-Inseln stammt....

....Ein Koch gibt auf Anfrage nur die mündliche Bestätigung, dass dies Grindwalspeck ist. Ebenso fehlt in der Auslage des Buffets ein Hinweis, dass der Grindwalspeck hoch mit Quecksilber und anderen Giften angereichert ist......


Nun wollen sie einen Shitstorm (so nennt man das ja heute) lostreten und fordern auf, Smyril mit Spammails zu bombardieren. Und angezeigt haben sie die Reederei - in Dänemark.

Mehr hier: http://www.walschutzaktionen.de/1996501.html

Jo
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 30.04.2013 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

@Jo:

Diese Meldung fand ich auch auf twitter, wo regelmäßig gegen die Färöer gehetzt wird.
Ich werde mich aber nicht darüber aufregen, weil diese Kampagne genau so im Sande verlaufen wird, wie alle vorherigen in den letzten 27 (oder so) Jahren.

u.k.
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Havnarmaður



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BeitragVerfasst am: 30.04.2013 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ich versteh einfach nicht wieso dieso Nicht-ueber-den-Tellerand-Gucker sich nicht einfach mal ordentlich informieren und ansonsten die Faeringer ihren eigenen gesundheitlichen Sorgen ueberlassen. Diese selbsternannten Gutmenschen fangen an mir maechtig auf die Nerven zu gehen. Wie irgendwer denen auch noch Geld in den Rachen werfen kann ist mir unverstaendlich. Ich hoffe mal dass, wenn diese Pinger wirklich ausgesetzt werden, sich ein paar Fischer finden die sie einfach einsammeln. Die werden ja sicher an Bojen befestigt.
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joachim



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Beiträge: 231
Wohnort: Ahlen

BeitragVerfasst am: 11.10.2013 02:14    Titel: SeaS: Es geht weider los. Antworten mit Zitat

Es geht wieder los. Auszüge:

Zitat:

Sea Shepherd kündigt Operation GrindStop 2014 an:
Die Verteidigung der Wale und Delfine bei den Färöer Inseln


...Dem Erfolg der vorherigen Kampagnen folgend und angetrieben von den andauernden Gewalttaten der Färöer gegen Wale....hat Sea Shepherd eine neue Kampagne gegen diese ‚Ferocious Isles‘ ins Leben gerufen, und die Planung für die weitreichendste, entschlossenste und langandauerndste Färöer Inseln-Kampagne in der Geschichte Sea Shepherds hat bereits begonnen: Operation GRINDSTOP 2014. Diese Kampagne wurde von Robert Read, Umweltwissenschaftler und Leiter von Sea Shepherd UK, ins Leben gerufen....

...Für die Operation GrindStop 2014 wird Sea Shepherd eine Reihe direkter und indirekter Taktiken anwenden....

Sea Shepherd wird sich mit der dänischen Regierung auseinandersetzen....Kein Land, das der EU beitreten will, darf Wale und Delfine töten, daher sollten die Färöer nicht von EU-Subventionen oder -Krediten profitieren. Die Mitarbeiter der Kampagne werden auch öffentlichen Druck erzeugen,...

Es hat sich bereits eine weltweit aus Film und Fernsehen bekannte Persönlichkeit der Operation GrindStop 2014 angeschlossen (mehr wird bald bekannt gegeben). Wir werden versuchen, weitere Prominente als Crewmitglieder zu gewinnen, während wir um die Färöer Inseln patrouillieren. ....

Sea Shepherd wird abschreckende Patrouillen an Land und auf See einsetzen....

Sea Shepherd untersucht die neuesten akustischen Geräte, mit denen man eine Abwehrmauer aus Schall um die Inseln erzeugen kann,...

Sea Shepherd wird mit Nachdruck während der Grindwaljagden präsent sein,... Auch zu anderen Zeiten werden Teams von Sea Shepherd unangekündigt vor Ort auf den Färöer Inseln sein.

Sea Shepherd arbeitet bereits daran, die färöischen Fischerboote zu identifizieren, die an vorherigen Grindwaljagden teilgenommen haben (und wir werden das auch in Zukunft tun). Sea Shepherd wird diese Informationen über die Schiffe nutzen, um die Besitzer öffentlich an den Pranger zu stellen, indem wir diese Informationen an Händler im Vereinigten Königreich und der EU, an Handelsketten und Supermärkte geben und versuchen, sie als Wal- und Delfinkiller auf eine schwarze Liste zu setzen, so dass sie alle Verträge über Fischlieferungen verlieren. Wir glauben, dass kein europäisches Unternehmen mit dem Massaker an Walen und Delfinen in Verbindung gebracht werden möchte.

Einrichtung eines Teams von Freiwilligen, das sich nur um die Weiterleitung von Nachrichten zum Grindwalfang an Medien auf der ganzen Welt kümmert....

Ausarbeitung von Möglichkeiten, um die färöische Tourismusindustrie dazu zu bringen, sich gegen die Grindwaljagden zu stellen. Touristen besuchen keine Inseln, um Blut an den Stränden fließen zu sehen und die Inselbewohner beim Verstümmeln von Kleinwalen und Delfinen zu beobachten...

Sea Shepherd wird den neuen färöischen Lizenz- und Trainingsplan für die Grindwaljagd, der 2014 eingeführt wird, enttarnen, da er nichts weiter als eine öffentliche Vernebelungstaktik ist ...

Sea Shepherd und Operation GrindStop 2014 richtet sich nicht gegen die Färöer an sich ... Sea Shepherd operiert außerhalb des kleingeistigen kulturellen Chauvinismus der Spezies Mensch. Unsere Mandanten sind Wale, Delfine, Robben, Haie, Schildkröten, Seevögel und Fische.

Sea Shepherd begrüßt jede Hilfe von - und jeden Dialog mit Einwohnern der Färöer Inseln....


Quelle: http://sea-shepherd.info/news-and-media/2013/09/12/sea-shepherd-kndigt-operation-grindstop-2014-an-1489

Das ist der Text (bzw. Ausschnitte daraus) auf der deutschen SeaS Seite.

In diversen englischsprachigen Onlinemedien wird bereits über die Aktion berichtet. Die PR Maschine wird sicher auch bald die deutschsprachigen Medien erreichen.

JO
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Karl Valentin
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Havnarmaður



Anmeldedatum: 03.02.2013
Beiträge: 92

BeitragVerfasst am: 05.12.2013 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es genauso wird wie dieses Jahr, hællt sich der Wal schøn zurueck bis die Kamerateams wieder verschwunden sind und schaut erst dann wieder an den Strænden vorbei Very Happy

Gibts eigentlich eine Anti-Sea-Shepperd Organisation?
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u.k.



Anmeldedatum: 16.08.2005
Beiträge: 1468
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 06.12.2013 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

Havnarmaður hat Folgendes geschrieben:


Gibts eigentlich eine Anti-Sea-Shepperd Organisation?


Eine offizielle Seite des fär. Fischerei- und des Außenministeriums in englischer Sprache:

www.whaling.fo

Whales and whaling in the Faroe Islands
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