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Umweltbelastung durch Lachsfarming

 
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MaR



Anmeldedatum: 09.12.2013
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BeitragVerfasst am: 05.01.2014 13:31    Titel: Umweltbelastung durch Lachsfarming Antworten mit Zitat

Wie in vielen anderen nordischen Ländern werden auch auf den Färöern Lachse in Netzgehegen im Meer gemästet.
Weiß jemand etwas über die Umweltproblematik speziell auf den Färöern?
Mich würde interessieren, ob es dort die gleichen Auswirkungen auf die wilden einheimischen Fischarten Lachs und Meerforelle gibt, wie in anderen Aufzuchtsgebieten. Dort vermehrt sich in der Massenlachshaltung der Parasit Meerlaus so stark, dass abwandernden Smolts(Jungfische) beim passieren der Netzkäfige förmlich "aufgefressen" werden.
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Entdecker



Anmeldedatum: 05.02.2014
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 07.02.2014 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

Soweit ich weiß (und aus dem Internet erfahren konnte) betrifft dieses Problem alle Länder mit Wildlachsbeständen und großen Lachsfarmen. Zumindest werden die Färöer in den entsprechenden Artikeln immer mit genannt. Es ist wirklich schlimm, wie die Gier der Menschen immer mehr den natürlichen Kreislauf zerstört, der sich über Jahrtausende eingepegelt hat.
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MaR



Anmeldedatum: 09.12.2013
Beiträge: 32
Wohnort: 35423 Lich

BeitragVerfasst am: 12.02.2014 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Eine weitere Antwort habe ich von Frau Kirchner direkt erhalten:
"Hallo Martin, natürlich gibt es hier Lachsfarmen. Sie sind ein wichtiger Arbeitgeber und tragen in nicht unerheblichen Umfang zum Bruttoinlandsprodukt bei.
(Siehe die Zahlen in "Tjaldur Nr. 50, MaR)
Allerdings liegen sie z.T. in Arealen mit starker Strömung und ich habe in deren Umfeld keine Beeinträchtigung der natürlichen Population feststellen können.
Ich denke das Hauptproblem bei der Reduzierung des Atlantischen Lachses und der Meerforelle liegt woanders (Veränderung des Nahrungsangebotes, Netzfischerei).
Aber ich will nichts schön reden - Aquakultur ist ein ernst zunehmen Problem. Jedoch hier nicht in dem Umfang wie in anderen Ländern.
Auch hat der färingische Angelsportverein ein gewichtiges Wörtchen mitzureden und würde nie erlauben, daß diese Farmen im Einzugsgebiet des Aufstieges gebaut werden dürfen.
Im Bereich von Leynar/Kvivik (vor meinem Fenster) und um Saksun herum - auch vor Sandoy ist weit und breit keine Aquakultur ....."
Hier wird also davon ausgegangen dass durch eine Verdünnung durch stärkere Strömungen die Beeinträchtigung minimiert wird.
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u.k.



Anmeldedatum: 16.08.2005
Beiträge: 1407
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 14.02.2014 19:46    Titel: Re: Umweltbelastung durch Lachsfarming Antworten mit Zitat

MaR hat Folgendes geschrieben:
Wie in vielen anderen nordischen Ländern werden auch auf den Färöern Lachse in Netzgehegen im Meer gemästet.
Weiß jemand etwas über die Umweltproblematik speziell auf den Färöern?


Ein aktueller Artikel

www.fischmagazin.de/willkommen.htm

News aus der Fischbranche
14.2.2014 Färöer: Lachsseuche ISA erstmals seit neun Jahren

(@MaR : Näheres weiß ich nicht)
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MaR



Anmeldedatum: 09.12.2013
Beiträge: 32
Wohnort: 35423 Lich

BeitragVerfasst am: 15.01.2017 19:28    Titel: Neues zu Umweltproblemen durch Lachsfarming Antworten mit Zitat

Habe Kontakt zu Ingi Sørensen, dem Berufstaucher und Fotograf aufgenommen und ihn gefragt, ob er auch schon mal unter einem Lachs-Netzgehege getaucht und fotografiert habe.
Nein, antwortete er, er tauche nur an unberührten Stellen.
Aber es gebe große Probleme mit der Meerlaus (Die dann die Bestände wilder Lachsfische bis zur vollständigen Ausrottung befallen kann). Auch sei die Ökologie einiger Fjorde durch Chemikalien und Exkremente bedroht. "Die Menge der gesamten Ausscheidungen aus der Lachsaufzucht auf den Färöern ist mit den Ausscheidungen einer Stadt mit mehreren Millionen Menschen zu vergleichen".
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MaR



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Beiträge: 32
Wohnort: 35423 Lich

BeitragVerfasst am: 14.03.2017 08:42    Titel: Vergleich färöische/ norwegische Lachsfarmen Antworten mit Zitat

TAZ vom 13.3. : Die Rate der gemästeten Lachse, die schon vor der Schlachtung verenden, liegt in Norwegen bei 19% =53 Millionen Tiere.
Das norwegische Veterinäramt - welches diese Zahlen veröffentlichte - verweist mit einer Sterblichkeit von unter 10% auf die verlustärmere färingische Lachsproduktion.
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