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Horrende Abgaben für Reisende aus dem Ausland?

 
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Mykines



Anmeldedatum: 29.06.2006
Beiträge: 59
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 17.10.2017 14:34    Titel: Horrende Abgaben für Reisende aus dem Ausland? Antworten mit Zitat

Nachdem man auf Mykines vor einigen Monaten mit der Idee, von Touristen beim Verlassen des gleichnamigen Dorfes „Eintritt“ für die herrliche Inselnatur nehmen zu wollen, gescheitert ist, scheint man nun andere Wege zu diskutieren, Touristen zur Kasse zu bitten.

Als ziemlich sicher gilt es bereits, so hört man, dass schon vom nächsten Jahr an planmäßige Hubschrauberflüge für ausländische Touristen das 3-fache kosten sollen wie für den Färinger selbst. Ähnliches gilt dann möglicherweise für die diverse Fährpassagen mit dem eigenen Auto.

Was haltet ihr davon? Und was sagt die Färinger dazu?

Die Hauptleidtragenden dürften die Privatleute sein, die auf den etwas abgelegeneren Inseln selbst am Tourismus verdienen wollen. Wer ist schon bereit, als ausländischer Tourist für eine Fahrt zur Südinsel mit dem eigenen Pkw 600 Kronen (bisher 225 Kronen) zu zahlen? Für die anderen Inseln plant man, von 160 auf 500 Kronen zu erhöhen. Jede weitere erwachsene Person würde 240 bzw. 120 Kronen zusätzlich kosten.

Wie gesagt, noch scheint man über diesen Wucher nur laut nachzudenken. Vielleicht schafft es die Tourismusbranche ja, die Regierung zur Vernunft zu bringen. Hoffentlich.
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Anne



Anmeldedatum: 08.01.2007
Beiträge: 549
Wohnort: Hirstein

BeitragVerfasst am: 17.10.2017 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hast du da mehr Infos? Zeitungsartikel oder ähnliches?

Warum ist man denn von der Gebühr für Mykines wieder abgekommen? Ich fand das sogar sinnvoll und hätte das auch ohne Murren bezahlt. Mykines ist mittlerweile ja so überlaufen, dass man die Wege am besten beidseitig absperren würde. Oder an den schlimmsten Stellen Stege/Treppen bauen würde.

Den Plan mit den Hubschraubern kann ich auch nachvollziehen. Schließlich werden die staatlich subventioniert und das ist ja eigentlich für die Bürger gedacht und nicht für die Touristen. Und Strecken wie Tórshavn - Klaskvík werden von Touristen ja nur geflogen, weil man halt mal schön günstig Hubschrauber fliegen kann. Also ich hätte nichts dagegen, wenn z.B. die oben genannte Strecke teurer wird. Die Strecken zu den sonst schwer ereichbaren Inseln sollten aber günstig bleiben.

Ebenso die Fähren. Denn das wird nur dazu führen, wie du schon sagtest, dass die Touristen auf den Hauptinseln bleiben und die Färinger auf den nur per Fähre erreichbaren Inseln das nachsehen haben.
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Mykines



Anmeldedatum: 29.06.2006
Beiträge: 59
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 17.10.2017 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe das vor einigen Tagen auf in.fo gelesen. Hier der genaue Link (ist aber auf Färöisch):
http://www.in.fo/news-detail/tad-er-ov-tidliga-at-siga-nakad/

Im Prinzip hast du ja Recht. Mit den teureren Hubschrauberpreisen könnte ich auch leben, nicht zuletzt weil die Touristen den Färingern die eigentlich für sie subventionierten Plätze „wegnehmen“. Das ist ja alles okay, soweit es Alternativen gibt.

Aber die fehlen halt bei den Fährverbindungen auf die noch nicht per Tunnel erreichbaren Inseln. Und hier wäre eine drastische Fahrpreiserhöhung wirklich traurig und auch ziemlich unverständlich, zumal die Mehrverdienste bestimmt nicht dort landen, wo anderen vielleicht die Einnahmequelle genommen wird. Für Touristen natürlich auch nicht gerade prickelnd!

Die Gebühr für Mykines hatten sich die Einheimischen mehr oder weniger selbst überlegt. So weit, wie ich das mitbekommen habe, hat die Regierung dem nicht zustimmen können, u.a. auch weil eine solche Maßnahme gegen das in nordischen Ländern sonst so beliebte Jedermannsrecht verstoßen würde. Natürlich ist Mykines im Sommer überlaufen, aber es ist eben auch ein unendlich schönes Fleckchen Erde. Schön ist der Rummel für die Einheimischen sicherlich nicht, selbst wenn auch hier einige daran verdienen. Der kürzlich vom färöischen Fernsehen gesendete Film „Ferðafólkini koma” (Die Touristen kommen) beschäftigt sich mit diesem Problem.
https://kvf.fo/dokumentarurin?sid=72696
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Anne



Anmeldedatum: 08.01.2007
Beiträge: 549
Wohnort: Hirstein

BeitragVerfasst am: 18.10.2017 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für den Link. Für mich klingt das ja so, als seien das schon konkrete Pläne.

Was die Färinger denken, kann man ja in den Kommentaren unter dem Artikel sowie unter dem Artikel, der in dem von dir geposteten verlinkt ist, lesen. Mal abgesehen davon, dass das wenig repräsentativ ist, ist die Meinung doch zweigeteilt. Die einen sagen, alle sollen gleich behandelt werden, einige auch aus ganz praktischen Gründen wie "es ist unangenehm, wenn ich mit meinen ausländischen Freunden unterwegs bin und die dann das dreifache wie ich zahlen sollen", andere sind der Auffassung, Touristen haben schließlich Geld genug und Touristen sollten nicht von etwas provitieren, was die Färinger mit ihren Steuern bezahlen.

Wie schon gesagt, kann ich beide Seiten verstehen.

Bzgl. Mykines:
Dass man hier das Jedermannrecht vorschiebt, finde ich etwas befremdlich. Gilt das auf den Färöern nicht sowieso nur eingeschränkt? Und was nutzt mir ein tolles Jedermannrecht, wenn die Natur zertrampelt wird?
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Matthias2



Anmeldedatum: 23.08.2005
Beiträge: 645
Wohnort: Leichlingen

BeitragVerfasst am: 22.10.2017 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe aus grundlegenden Überlegungen ein völliges Unverständnis für diese Idee, die, wenn ich es richtig verstehe, bei SSL ausgebrütet wurde.

Es ist nicht nur auf den Färöern an der Tagesordnung, dass bestimmte Dienste und Dienstleistungen durch Steuern subventioniert werden, dafür sind diese nun einmal da (Bildung, Infrastruktur, Verkehr, Kultur etc.). Wenn man dieses Argument nun heranzieht, um Fahrpreise für jene zu erhöhen, die nicht steuerlich zur Subventionierung beitragen, müsste das zwangsläufig dazu führen, dass Ausländer ebenfalls für Busse, Schwimmbäder oder Museen mehr zahlen müssen, denn auch diese Preise entsprechen sicher nicht ihrem "Marktwert". Gleichzeitig müsste eigentlich, wie in Deutschland ja geplant, auch eine Maut für nicht-färöische Steuerzahler eingeführt werden, schließlich tragen die Autos und Wohnmobile ja auch zur Verschlechterung des Straßenzustands und der Luftqualität bei. Kurzum: Wenn man mit einer Sache anfängt, wo hört man auf? Mit diesem "Argument" kann man jedem Ausländer das Geld aus der Tasche ziehen, oder z.B. hier bei uns auch den Ausweis im Schwimmbad oder städtischen Theater kontrollieren, ob es denn ein Bürger der eigenen Stadt oder jemand von auswärts ist und 2 verschiedene Preisklassen festlegen. Oder von einem Einkommensmillionär verlangen, dass er für den Kaffee 20 statt 2 Euro zahlt, nur weil er es kann, obwohl der Kaffee dadurch nicht mehr wert ist?
Ich war kürzlich in Indien und wollte mir einen kleinen Palast anschauen. Der Eintritt für Inder betrug ca. 20 Cent, fur Ausländer mit ca. 2,50 Euro mehr als das Zehnfache. Es tat mir nicht weh, und auf der einen Seite konnte ich es verstehen, auf der anderen Seite fand ich es aber nicht ok, da sind wir wieder bei dem Beispiel mit dem Kaffee und dem Millionär.

Gleiches gilt für die färöischen Dienstleistungen: Die haben einen bestimmten Preis, und dieser sollte für alle gelten. Ebenso hätte die Touristengebühr auf Mykines gleichermaßen für inländische wie ausländische Besucher gelten müssen.

Wenn es ein so großes Problem ist, dass ausländische Besucher mit dem Helikopter fliegen, warum verbietet man ihnen dann einfach nicht deren Nutzung bzw. verkauft nur 1-2 Tage vor dem Start noch eventuelle Restkontingente an Ausländer? Ich verstehe es einfach nicht...

Abschließende Frage: Wie wird mit in Dänemark lebenden Färingern verfahren? Diese zahlen nachweislich ihren Steuern nicht auf den Färöern, werden beim Heimatbesuch aber natürlich häufig auch Fähre oder Helikopter nutzen. Dummerweise fallen diese nicht als solche auf, die ihre Steuern nicht auf den Färöern entrichten, was zu einer zusätzlichen Ungleichbehandlung führt. Und müssen auf den Färöern lebende Ausländer jedes Mal ihren Ausweis mit ihrer färöischen Adresse vorzeigen, wenn sie ein Fährticket kaufen wollen? Ich kann nur den Kopf schütteln. Ein Urlaub auf den Färöern ist eh schon nicht günstig, und es sieht mir so aus, als wenn man insbesondere beim SSL nun eine günstige Gelegenheit wittert die Bilanz auf Kosten ausländischer Besucher aufzubessern.
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Anne



Anmeldedatum: 08.01.2007
Beiträge: 549
Wohnort: Hirstein

BeitragVerfasst am: 08.11.2017 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann deine Argumente absolut nachvollziehen und stimme ihnen größtenteils zu. Allerdings sollte man auch bedenken, dass das Verhältnis Einwohner/Touristen auf den Färöern ja ein ganz anderes als in den meisten anderen Ländern ist.

Was SSL sich aber auch mal überlegen könnte: Ich habe schon oft den kostenlosen Stadtbus genutzt, gerade für die Wanderung nach Kirkjubour. Der Bus ist dann mit maximal 5 Personen besetzt. Aber es fährt ein riesen Bus. Da könnte man auch einfach einen viel kleineren (für 10 Personen oder so) einsetzen und da Geld sparen. Hat auch irgendein Färinger unter einem der Artikel angemerkt.
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