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Neue Regeln für Besucher auf Mykines

 
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Klaus



Anmeldedatum: 17.08.2005
Beiträge: 1516
Wohnort: Bunde (Ostfriesland)

BeitragVerfasst am: 02.05.2018 21:34    Titel: Neue Regeln für Besucher auf Mykines Antworten mit Zitat

Nun also wird auf Mykines wohl Ernst gemacht. Nachdem letztes Jahr zwar nur zu "bestimmten Zeiten" in der Außenmark gewandert werden durfte und dafür ein "Eintrittsgeld" an ein Konto überwiesen werden sollte - worauf jeweils am Hafen und am Hubschrauberlandeplatz in einem A4-Seiten langem Schreiben auf Färöisch und Englisch hingewiesen wurde - scheint die Sache nun etwas handfestere Formen anzunehmen.

Nachdem sich im vergangenen Jahr vermutlich kein Touristen an die "Regeln" (die dazu niemand kontrollierte) gehalten hat, sollen dieses Jahr Naturwächter (Vaktafólk) die Einhaltung der Regeln und die Eintrittskarten kontrollieren.

Mehr dazu unter folgenden Links:

Deutsch:
http://faeroeer.eu/de/pressbox/hiking.fo-treibt-wandergebuehr-ein

Färöisch:
https://kvf.fo/greinar/2018/05/02/vaktarhald-i-mykinesi
http://portal.fo/hikingfo+skal+umsita+ferdafolkastreymin+i+mykinesi.html
http://www.in.fo/news-detail/nyggjar-reglur-fyri-ferdafolk-i-mykinesi/
http://portal.fo/dimma-4929/verdur-gott-at-faa-skipad-vidurskifti-i-mykinesi.grein
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Ran



Anmeldedatum: 14.05.2014
Beiträge: 151
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 06.05.2018 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Schade, dass dieses Vorgehen nötig wurde. Und ich meine nicht die Eintrittsgebühr, die zahle ich gerne.
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Julian Thomsen



Anmeldedatum: 13.05.2018
Beiträge: 1
Wohnort: Kelheim

BeitragVerfasst am: 13.05.2018 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist sicher richtig, die Inselbewohner am Touristenstrom finanziell zu beteiligen. Frei einer Wertung werden sich die Färöer in naher Zukunft verändern. Nicht nur auf Mykines, auch auf den anderen Inseln werden mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit
Wegbefestigungen kommen. Die fragilen Grasnarben auf den alten Bygdagøtum sind den Massen nicht mehr gewachsen. Auf Suðuroy ist die Verbindung zwischen Hvannhagi und Tvøroyri teils sehr zertreten und droht bei starken Regen ausgehöhlt zu werden. Auch der Aufgang zum Eiðiskollur auf Eysturoy ist ein Netzwerk aus parallelen Trampelpfaden - was nicht zuletzt für die hiesigen Bodenbrüter problematisch ist. Besonders geschädigt ist m. E. der Aufgang zum Klakkur auf Borðoy. Mykines ist also nur die populäre Spitze des Eisbergs.
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fjallmaður



Anmeldedatum: 29.08.2016
Beiträge: 43
Wohnort: Tórshavn

BeitragVerfasst am: 04.06.2018 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Wir waren das Wochenenende ueber auf Mykines. Es ist schon schade zu sehen, wie sehr sich die Natur und das Land veraendert. Ich bin im Prinzip ja auch nur Tourist hier, aber es ist schon ein komisches Gefuehl, wenn selbst meine faeroeische Frau nun das Gefuehl hat, nicht mehr so ganz und richtig an diesen Orten erwuenscht zu sein, weil so viele Besucher mit dem eigentlichen Dorfleben interagieren. So schwierig es ist, aber ueber kurz oder lang muessen belastbare Regeln und Moeglichkeiten gefunden werden, die nachhaltigen Tourismus erlauben, gleichzeitig aber auch die Faeringer nicht in ihrem eigenen Lande zu sehr einschraenkt.

Im uebrigen fand ich dass die aufgestellten Wegmarkierungen kein Problem darstellten und das Landschaftsbild nicht verschandelten. Da fand ich den abgesteckten Weg bei Gásadalur schon ein wenig "markanter". Aber ich denke es ist gut und wichtig einen einzelnen Pfad zu etablieren und die generelle Erodierung zu verhindern.
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Anne



Anmeldedatum: 08.01.2007
Beiträge: 603
Wohnort: Hirstein

BeitragVerfasst am: 04.06.2018 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Wie meinst du das, dass sich selbst Färinger auf Mykines nicht mehr willkommen fühlen? Hat sich Mykines in den letzten Jahren so sehr verändert?

Ich war 2013 dort, allerdings für 3 Tage und habe mich sehr willkommen gefühlt. Man wurde regelrecht in der Familie, bei der ich ein Zimmer gemietet hatte, aufgenommen. Zu den Vogelfelsen gewandert bin ich erst abends, als die "Touristenmassen" weg waren, das hat damals keinen gestört. Und am zweiten Tag wollte ich zum Gipfel, musste wegen Nebels aber vorher umdrehen. Eine sehr schöne Wanderung, bei der ich keinen Menschen getroffen habe. Ist das mittlerweile nicht mehr so? Mykines scheint ja deutlich überlaufener als früher zu sein, aber ist es wirklich so extrem?

Ich sehe es aber auch so, bevor die Hügel völlig zertrampelt werden, sollte zur Not der Weg komplett abgesteckt werden und ich habe auch kein Problem damit, dafür dann eine Abgabe zu bezahlen.
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fjallmaður



Anmeldedatum: 29.08.2016
Beiträge: 43
Wohnort: Tórshavn

BeitragVerfasst am: 05.06.2018 08:49    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, so extrem war es nicht. Aber in mehreren lokalen Zeitungsartikeln stand klar zu lesen, dass Begehungen zum Holm nur noch zwischen 9 und 17 Uhr gestattet sind und jede Ausnahme im Einzelfall entschieden wird. Was ich ausdruecken wollte ist, dass das zwar verstaendlich ist, aber dazu fuehrt, dass meine faeroeische Frau, die sich bislang immer und ueberall in Ihrem Lande frei in der Natur bewegen konnte, nun das Gefuehl bekommt, eingeschraenkt zu werden. Natuerlich gehoerte es schon immer zum guten Ton, den jeweiligen Bauer und Grundbesitzer kurz zu fragen, bevor man sein Land betritt (das gilt etwa auch fuer Kalsoy und den Leuchtturm Kallurin), aber man merkt eben doch dass der Wind etwas angezogen hat...

https://www.kvf.fo/greinar/2018/05/02/vaktarhier auf englisch: https://kvf.fo/greinar/2018/05/02/puffin-patrol-mykineshald-i-mykinesi
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Klaus



Anmeldedatum: 17.08.2005
Beiträge: 1516
Wohnort: Bunde (Ostfriesland)

BeitragVerfasst am: 05.06.2018 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

Steht denn da wirklich jemand, der die "Eintrittskarten" kontrolliert oder 100 Kronen "Eintrittsgeld" kassiert?
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Anne



Anmeldedatum: 08.01.2007
Beiträge: 603
Wohnort: Hirstein

BeitragVerfasst am: 08.06.2018 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ich vermute mal ja, da die Leute ja auch alle gleichzeitig mit der Fähre ankommen. Da kann man sie ja dann gut kontrollieren/kassieren.

@fjallmaður:
Ach so. Jetzt verstehe ich, was du meinst. Die Frage ist halt, wie schwer es ist, eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Wenn man z.B. im Sommer, wo es bis fast Mitternacht hell ist, auf Mykines übernachtet wäre es ja doof, wenn man um 17:00 Uhr zurück sein muss und den Rest des Tages im Dorf hockt. Andererseits kann man in der Zeit dann noch zum Gipfel hoch, da dürfte es dann ja keine Einschränkungen geben. Da war ich damals ganz alleine, da wollte wohl sonst keiner hin.
Und wo bekomme ich diese Ausnahmegenehmigung? Bei den "Kassierern" (wie heißen die eigentlich? Ranger? Warte? Aufpasser?)?


In Kuba ist es übrigens ganz normal, dass man Eintrittspreise für Naturschönheiten/Wanderwege zahlt und die nur zu bestimmten Uhrzeiten geöffnet sind (wobei da vermutlich auch keiner kontrolliert, ob sich da jemand außerhalb dieser Zeiten rumtreibt). Vieles kann auch nur mit Führer gemacht werden. Von daher finde ich das grundsätzlich für die Natur gar nicht so schlecht. Aber natürlich schränkt es auch ein und für die Einheimischen ist das natürlich besonders bitter, wenn man sich einschränken muss, weil die Touristen alles zertrampeln. Andererseits ein hausgemachtes Problem, da man so stark auf den Tourismus setzt in den letzten Jahren.
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Klaus



Anmeldedatum: 17.08.2005
Beiträge: 1516
Wohnort: Bunde (Ostfriesland)

BeitragVerfasst am: 08.06.2018 10:42    Titel: Antworten mit Zitat

Vermutlich hast du recht, Anne. In Verbindung mit der Fähre ist die Kontrolle auf Mykines recht einfach.


Zufällig habe ich heute auf vp.fo einen Bericht gefunden, wonach wohl bisher alle Touristen bis auf ein einziger bereitwillig die neue Wandergebühr auf Mykines bezahlt haben.

http://www.vp.fo/news-detail/news/news/detail/pol-sundskard-fra-hikingfo-skipanin-virkar-betri-enn-eg-tordi-at-vona/
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