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Neue Regeln für Besucher auf Mykines
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Anne



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Beiträge: 735
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BeitragVerfasst am: 21.07.2019 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

Der Weg zum Mykinesholmur ist fürs erste wieder geschlossen:

http://local.fo/path-number-5-to-the-lighthouse-is-closed/?fbclid=IwAR3Xtxh87O0rRdOCtypWGAaQWwVDaHGD68EP4ZAwakfpg8bB7vfjVKiUnRs

http://www.vp.fo/news-detail/news/news/detail/sleppa-ikki-ut-i-mykinesholm/
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Anne



Anmeldedatum: 08.01.2007
Beiträge: 735
Wohnort: Hirstein

BeitragVerfasst am: 22.07.2019 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hier noch ein weiterer Artikel:

https://kvf.fo/greinar/2019/07/22/mykinesholmur-stongdur-fyri-ferdafolkum

Kurze Zusammenfassung:
Der Weg zum Leuchtturm bleibt fürs erste gesperrt. Nach Ólavsøka wollen sie es sich nochmal ansehen, ob es der Zustand des Weges dann erlaubt, ihn wieder zu öffnen. Insgesamt haben dieses Jahr bisher mehr Menschen Mykines besucht als im gesamten letzten Jahr. Man hat sich große Mühe gegeben, bekanntzugeben, dass der Weg geschlossen ist, aber die Menschen fahren trotzdem nach Mykines und verbringen jetzt mehr Zeit im Dorf oder wandern in die andere Richtung (ich hoffe, sie trampeln nicht durch die Schmarotzerraubmöwenkolonie).

Insgesamt hat man gute Erfahrungen mit der erhobenen Gebühr gemacht. Die Touristen haben kein Problem damit, diese zu zahlen und sie hält offensichtlich niemanden vom Besuch ab. Letztes Jahr wurden 600.000 Kronen eingenommen, die in den Erhalt der Wege fließen sollen. Im Herbst, nach der Touristensaison, soll mit Reparaturarbeiten begonnen werden.
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Klaus



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Beiträge: 1558
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BeitragVerfasst am: 23.07.2019 17:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hier auch ein Bericht auf Deutsch:

http://faeroeer.eu/de/pressbox/inselpfade-leiden-unter-zunehmenden-massenandrang/
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Matthias2



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BeitragVerfasst am: 26.07.2019 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

Mir sind zwei Fragen in den Sinn gekommen:

1) Wie es überhaupt möglich ist, dass die Besucherzahlen gerade auf Mykines so stark nach oben gehen, das ja nur mit der Fähre und dem Helikopter erreichbar ist?

Ich mag mich täuschen, aber soweit ich zurückdenken kann, fährt die Fähre im Sommer regulär 2x täglich nach Mykines, einmal morgens und einmal nachmittags, wobei die Nachmittagsoption für Tagestouristen keine Option ist. Die Möglichkeit mit dem Helikopter zu fliegen wurde für Touristen vor Jahren schon deutlich eingeschränkt und führt grundsätzlich nicht zu hohen Besucherzahlen. Von daher ist die maximale Zahl an Besuchern gedeckelt, nämlich durch die Vollauslastung der Fähre. Wenn ich allerdings auf mykines.fo schaue, gibt es zahlreiche Meldungen zu "Eykaðtúrar" (Zusatzfahrten), die in der Regel um 13h in Sørvágur starten und um 19h in Mykines zurückfahren, wenn sich mindestens 40 Leute anmelden. Ich spekuliere einfach mal, dass an den meisten Tagen im Sommer nun 2x täglich eine volle Fähre auf Mykines ankommt. Die Jósup fasst 70 Passagiere, im Maximalfall sind es also 140 Tagestouristen. Oder gibt es noch zusätzliche Fahrten privater Anbieter, weiß das jemand?

Wenn es nun schon Mitte Juli so viele Besucher auf Mykines wie im gesamten Vorjahr waren, frage ich mich schon, ob das allein durch die hohe Auslastung oder Zusatzfahrten erreicht werden kann. Im Umkehrschluss würde es ja bedeuten, dass im Vorjahr die Fähre nur ungefähr halb so stark ausgelastet war oder es praktisch keine Zusatzfahrten gab. Schon 2016 kamen wir mit einer Zusatzfahrt nach Mykines, weil der Helikopter ausgefallen und die Nachfrage hoch war, und die Fähre war gut gefüllt.

2) Wieso reguliert man die Besucherzahlen nicht? Gerade aufgrund der eingeschränkten Erreichbarkeit ist grundsätzlich die Möglichkeit gegeben die Besucherzahlen auf einem bestimmten Niveau zu halten.

Auf der einen Seite stellt der Außenmarksvorsitzende stark steigende Besucherzahlen fest (beklagt er diese auch?), auf der andere Seite bietet der Fährbetreiber Sonderfahrten an und spült immer mehr Touristen auf die Insel. Wer verfolgt welche Interessen, wie ist der Fährbetreiber in Sørvágur mit den Bewohnern auf Mykines verbandelt, welchen Austausch gibt es zwischen den Parteien, wer bestimmt, wie häufig ein Schiff Mykines ansteuern darf?

Ich finde es schon merkwürdig, wenn die einen unter den großen Besucherzahlen ächzen und die anderen immer mehr Touristen hinbringen und damit gutes Geld verdienen - zumindest stellt es sich nach außen so dar. Natürlich würde es so gar nicht ins Bild der färöischen Selbstvermarktung passen, wenn manche Touristen nicht mehr nach Mykines kommen mit dem Verweis "Insel voll", und deshalb würde es sich wohl auch niemand trauen, zumal es am Ende sicherlich auch ums Geld geht...
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Anne



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BeitragVerfasst am: 26.07.2019 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zu 1)
Ich glaube, letztes Jahr war auch oft so schlechtes Wetter, dass die Fähre nicht fahren konnte, so dass mehr Touren ausgefallen sind als dieses Jahr. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass mehr Leute auch bei Regen nach Mykines fahren, während die Leute das früher oft auf einen anderen Tag verschoben haben.

zu 2)
Da ja jeder Besucher nicht nur die Fähre zahlt, sondern auch die 100 DKK Eintritt sowie ca. die Hälfter der Leute auch im Café noch konsumiert wird man sicher aus monetären Gründen die Besucherzahl nicht regulieren. Auch wenn das sinnvoll wäre.
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Anne



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Beiträge: 735
Wohnort: Hirstein

BeitragVerfasst am: 08.01.2020 09:50    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt neue Regeln für Mykines. Färinger können nun wieder umsonst auf der Insel wandern, Touristen zahlen dafür jetzt 250 DKK (statt vorher 100):

https://portal.fo/dagur-24657/foroyingar-sleppa-nu-aftur-at-ganga-okeypis-i-hogunum-i-mykinesi.grein
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Klaus



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Beiträge: 1558
Wohnort: Bunde (Ostfriesland)

BeitragVerfasst am: 11.01.2020 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist zum einen Diskriminierung von Ausländern (siehe bayerische Autobahnmaut) und zum anderen Abzocke von Reisenden bzw. Selbstbereicherung unter dem Deckmantel des Umweltschutzes.

Ich frage mich zum einen, wie nachgewiesen werden soll, dass ich (kein) Färinger bin ... und ... eine Frage stellt sich mir auch noch: Zerstören die färöischen Wanderer das Gelände auf Mykines mit ihren Wanderschuhen weniger als nicht-färöische Wanderer?

Milde gesagt: Das geht gar nicht!
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Maria



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Wohnort: Norddeutschland

BeitragVerfasst am: 12.01.2020 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

Seht es einfach als eine Art „Kurabgabe“, so wie es in Deutschland in bestimmten Orten gang und gäbe ist. Wenn ich z. B. nach Föhr fahre, muss ich dort eine Kurabgabe zahlen, die Einheimischen aber nicht. Ich benutze dort die öffentlichen, sauberen Toiletten, den Mülleimer, der nicht von mir geleert wird, sondern von der einheimischen Müllabfuhr usw. Warum sollen die Einheimischen für meinen Müll, Benutzung der Toiletten (wo u. a. Wasser verbraucht wird) bezahlen? Weil es eine Ehre ist, dass ich den Ort besuche?
Touristen auf den Färöern latschen überall rum. Es ist so niedlich, so dicht an die ach so „zahmen“ Papageitaucher zu gehen, es ist in Ordnung über Wiesen privater Personen zu marschieren ohne Nachzudenken, ob es den Eigentümern recht ist oder wie es Wiesen und Wegen nach einem Ansturm von Touris geht. Ich würde nicht wollen, dass Fremde über mein Grundstück gehen. Ich glaube, es geht den Bewohnern auf den Färöern nicht darum, die Touristen „abzuzocken“, sondern der Flut der Besucher Einhalt zu gebieten. Dann kommen vielleicht nicht mehr ganz so viele. Die färöische Natur ist viel zu sensibel für solche Massen an Besuchern. Es sind ja wohl mehr ausländische Besucher als Einheimische, die Mykines und andere „Touristenorte“ besuchen.
Dann ist ja auch das Land zum großen Teil Privatbesitz und nicht öffentlich wie in Deutschland. Würdet Ihr in Deutschland über private Grundstücke gehen oder respektiert Ihr das? Warum soll es auf den Färöern anders sein?
Und wie es in dem Artikel heißt, geht es darum, die Natur und Vögel zu schützen. Mit dem Geld, das eingenommen wird, können Wege befestigt oder gelegt werden, so dass nicht querfeldein über die Wiesen gelatscht wird, nur weil es keine Zäune gibt.
Ich gehe auch nicht zu jedem Reh oder Wildschwein im Wald, das meinen Weg kreuzt. Also geht man auch nicht zu jedem Papageitaucher, um ihn von Nahem zu fotografieren.
_________________
Blindur er bókleysur maður
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Ran



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Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 19.01.2020 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es wirklich um den Schutz der Natur ginge, gäbe ich dir Recht, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es nur um Profit geht. Die Touris, die sich im Hilton einquartieren, haben vermutlich kein Problem damit, für eine Wanderung 100,- € pro Nase zu berappen. Ich kann das nicht (wir Reisen zu viert). Dazu kommt, dass ich fotografieren möchte und mich nicht in das Zeitkorsett eines Guides pressen lassen möchte. Ich achte jedoch die Natur, verlasse nicht erkennbare Wege und achte das Eigentum anderer.
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