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Die Zerstörung der Schanze in Tórshavn (1808)

 
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u.k.



Anmeldedatum: 16.08.2005
Beiträge: 1468
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BeitragVerfasst am: 06.08.2009 11:50    Titel: Die Zerstörung der Schanze in Tórshavn (1808) Antworten mit Zitat

"Währende des letzten Krieges zwischen Dänemark und England, kreuzt ein Kriegsschiff unter französischer Flagge zwischen den Inseln, ohne jedoch einen der Mannschaft an Land zu setzten, oder mit den Einwohnern in Verkehr zu treten, was umso mehr auffallen musste, da Dänemark mit Frankreich allirt war. Zwischen Skuö und Sandö feuerte es 3 Kanonenschüsse ab, was die allgemeine Aufmerksamkeit noch steigern musste. Als es zwischen den Norderinseln kreuzte, gieng ein ehemaliger Schiffcapitain, der in Wag auf Bördoe wohnte, an Bord desselben und erkannte, dass es ein englisches Kriegsschiff sei, weshalb er sogleich einen Expressen mit dieser Nachricht an den Commandanten nach Torshavn sandte. Bald darauf

(S.28)
erscheint die Fregatte im Naalsoefiord. Anstatt mit allen 18 Kanonen der Schanze zu feuern, schickt der Commandant ein Lootsenboot mit zwölf Mann Soldaten bemannt an Bord, welche der Engländer sogleich zu Gefangenen macht.; darauf wird ein zweites Lootsenboot abgeschickt, welches ebenfalls zurückgehalten wird. Das Kriegsschiff legt sich nun auf Flintenschussweite unter der Schanze vor Anker, auf welcher die nachgebliebenen Soldaten mit brennenden Lunten bei den Kanonen stehen, und die grösste Lust zeigen zu feuern; sie erhielten aber gemessenen Befehl sich ruhig zu verhalten. Jetzt landeten die Engländer mit Sturmleitern wohl versehen bei der Stadt und machten Anstalt, die Schanze zu stürmen, was aber gar nicht nöthig war; sie wurden hinauf geführt, zerstörten alles was sie vorfanden, Kanonen und Verschanzungen, sprengten den Pulverthurm in die Luft, ohne dass ein einziger Schuss gefallen wäre. Von der Sache ist nachher keine Rede gewesen !"

Carl Julian GRABA: TAGEBUCH, geführt auf einer Reise nach Färö im Jahre 1828, Hamburg, bei Perthes und Besser. 1830, S. 27-28 (Nachdruck, Wolfgang Butt Verlag, Kiel 1993 ISBN 3-926099-27-6; vergriffen) Der Band war Jahresgabe des Deutsch-Färöischen Freundeskreises 1993.

Das Ereignis wurde 1839 in einer etwas anderen Version und falsch datiert (1803) von Xavier MARMIER nacherzählt (im neuesten TJALDUR, Mitgliedermagazin des DFF, mit Anmerkungen nachgedruckt).
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