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Die Insel Munken verschwand im Meer
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 14.08.2008 18:29    Titel: Munken bei A(lbert). von GEYR-SCHWEPPENBURG: Antworten mit Zitat

Meine Reise nach den Färöern, Paderborn 1900, Verlag von J. ESSER. 56 Seiten.

"Plötzlich tauchte zu unserer Rechten ein hoher einsamer Felsen und gleich darauf eine langgestreckte Insel auf. Der Kapitän schaute zweifelnd die Mannschaften und die Passagiere an. Was ist das für eine Insel ? Davon steht nichts auf meiner Karte. (-) Das ist die Insel Suderö, wagte ich zu bemerken; der Felsen ist "Munken", der Mönch. Diesen Namen trug der Felsen, der bis vor wenigen Jahren südlich von Suderö aus dem Wasser hervorragte. Ach was, sagte der Kapitän ärgerlich, Sie sind selbst ein Mönch. Aber ich hatte doch recht und der Kapitän mußte nolens volens wenden und südlich um den Mönch herumsteuern, um in die rechte Bahn zurückzukehren."

(S. 7 im Abschnitt Von Leith bis Thorshavn. Die Abbildung Der Mönch ist auf S. 6)

J. ESSER war ein auf religiöse Literatur spezialisierter Kleinverlag in PB, später nur noch Buchhandlung. Diese lag gegenüber meiner Schule. Ich habe dort in den 60er Jahren meine Schulbücher und -hefte gekauft.

Zu dem in den Beiträgen zuvor erwähnten Franz MAURER: Natürlich war es 1863 möglich, aus der damals bereits vorhandenen Literatur über die Färöer einen Artikel für die Westermanns Monatshefte zusammenzustellen, ohne notwendigerweise die Inseln besucht haben zu müssen. F.M. hat einige Reisereportagen und -bücher verfasst (vgl. Bibliotheksdatenbanken unter KARLSRUHER VIRTUELLER KATALOG).
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George



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BeitragVerfasst am: 15.08.2008 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

d.w. hat Folgendes geschrieben:
Maurer bringt in seinem zweiten Aufsatz eine Abbildung der Oktogonkirche in Haldarsvík mit einer davor aufgereihten Gruppe von Färingern. Der Text unter der Abbildung lautet: " Die Kirche von Halldorsvik auf Streymoyj nebst einer Gruppe von Eingeborenen. (Nach einer Originalphotographie)"
"Eingeborene" !!! ??? Rolling Eyes
Interessant ist hier der Hinweis, dass die Abbildung eine photographische Vorlage hatte. So weit war die Fotografie damals doch schon.
Bei den anderen Abbildungen fehlt dieser Hinweis. Maurer schreibt selbst an einer Stelle: "Es ist zu bedauern, dass die herrlichen Uferschönheiten der Färöer weder durch Malerei noch Photographie genau wiederzugeben sind; beides wird durch die Breite und den Wellenschlag der Fjorde und Sunde verhindert, ..."

Das erste Foto von meinem eigenen „Museumsschiff“ (1903) ist mit einer Glasplatte (als Negativ) aufgenommen worden und ist tadellos erhalten. Diese sog. „Trocken-Platten“ waren Ende der 1880er industriell gefertigt zu haben. Damit konnte man damals mit Belichtungszeiten bis 1/25sec vergleichsweise komfortabel und ohne alchimistische Spezialausbildung fotografieren.
Davor gab es nach 1850 als Standardverfahren die sog. Naß-Platte für eine Belichtungszeit von wenigen Sekunden. Für diese Fototechnik mußte ein Dunkelkammerzelt o.ä. zur Verfügung stehen. Mit dieser Kameratechnik wurden damals spektakuläre Aufnahmen gemacht, aber gute Voraussetzungen für das Foto einer Klippe im Vorbeifahren von einem schwankenden Schiff bietet sie nicht.
Für die Aufnahme der Kirche mit einigen zum Stillhalten aufgeforderten Personen vom Stativ aus war diese Technik durchaus geeignet.
Zum Vergleich: von den Färöer-Booten finden sich in den mir zugänglichen Veröffentlichungen Fotos im fahrenden Boot erst Ende der 1890er.

d.w. hat Folgendes geschrieben:
"Eingeborene" !!! ??? Rolling Eyes

Die Berichte der Färöer-Reisenden aus dem 18. und 19. Jahrhundert spiegeln zeitgemäß oftmals ein ausgesprochen herrenmäßiges Selbstverständnis wider. Aber den Begriff "Eingeborene" oder "natives" erinnere ich z.B. weder bei Stanley noch bei Graba. Stanley, der ja immerhin beinahe eine Braunschweiger Prinzessin davor bewahrt hatte, britische Königin zu werden, spricht i.d.R. von "inhabitants", wenn er nicht die Gentlemen meint; während Graba, der zwar durchaus wie "Massa Julian" auftritt, wie immer präzise, allgemein "Färinger", "Leute", "Bauern" und konkret die einzelne Person benennt.
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 16.08.2008 07:34    Titel: Franz MAURER 1863 Antworten mit Zitat

Nichts deutet darauf hin, dass Franz MAURER die Färöer selbst besucht hat. Er behauptet es auch nicht. Die Hauptquelle für seinen (immer noch) lesenswerten Aufsatz in WESTERMANNS MONATSHEFTE (s.o.) war GRABAs TAGEBUCH 1828 (Hamburg 1830) ohne die Ausführlichkeit der ornithologischen Betrachtungen. Für das letzte Drittel der Abhandlung hat er wohl auch anderes Material benutzt. Die meisten der schönen Abbildungen habe ich auch in (vorher erschienenen ?) anderen Zeitschriften gesehen.

Das Hauptverdienst MAURERs ist wohl, dass er damals mit seinem Aufsatz in einer viel gelesenen Zeitschrift die Färöer bekannt gemacht hat. (Die Auflage von WESTEMANNS MONATSHEFTEN, die im ersten Jahr 1856 3000 Abonnenten hatten, war sicherlich höher als die von GRABAs TAGEBUCH).
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 18.08.2008 18:15    Titel: Abbildungen bei Franz MAURER Antworten mit Zitat

Die Abbildungen bei MAURER in WESTERMANNS MONATSHEFTEN 1863 stammen aus verschiedenen Werken wie:

* P. A. HOLM:Skildringer og Sagn fra Færøerne (2. Aufl. ) 1860 S. 28 und 155, bei MAURER untertitelt Ein Theil von Thorshavn und Aussicht auf die Bucht von Hvalbö und den kleinen Dimon. Zu letzterem bei Føroyar II(1958), S. 99 die Quellenangabe: "Færøerne i Danske Bilande",

*ILLUSTRERET TIDENDE, Wasserfall ("Holzschnitt von C.B.", sonst ohne weitere Angaben bei Føroyar II (1958), S. 85

*das oben erwähnte Hafenbild von Tórshavn stellt lt. Føroyar II, S. 265, "Fútastova og vertshusið (Hotel Djurhuus)" dar. Der Künstler war Emanuel LARSEN 1850.
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George



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BeitragVerfasst am: 21.08.2009 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe in einem Geschäft in Vágur Aufnahmen vom Sumbiarsteinur mit den benachbarten Klippen gesehen, die vom Hubschrauber aus aufgenommen, einen guten Überblick bieten.
Hier sind auch die Namen eindeutig zugeordnet.




Das folgende Bild zeigt (unten) zwei Personen auf den Resten der ehemaligen Felssäule, - vom Hubschrauber abgesetzt. Deutlich ist zu sehen, daß ein Anlanden per Boot auch bei dieser relativ ruhigen See sehr schwierig wäre.



Ich versuche, den Fotografen ausfindig zu machen, um ev. an die Originale zu kommen.
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