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Diskussionsforum Färöer Der deutschsprachige Treffpunkt für Freunde der Färöer-Inseln
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Uteligger
Anmeldedatum: 31.01.2010 Beiträge: 6 Wohnort: Pinneberg
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Verfasst am: 02.02.2010 21:47 Titel: Hochzeitsreise |
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Hei alle sammen!
Ich erhoffe hier und von euch ganz viel Input zu bekommen.
Es geht um folgendes. Montagmorgen, am 10 Mai 2010 um 5 Uhr werden wir in Tórshavn an Land fahren. Am Donnerstag, den 20 Mai 2010, um 21h sehen wir Tórshavn wieder von der Seeseite.
Definitiv steht fest, dass meine Ex Freundin und ich unsere Silberne Hochzeit am 14. Mai auf den Färöer verbringen werden.
Nicht in Norwegen, wo wir eine Hütte besitzen und als zweite Heimat bezeichnen können, nicht auf einem Schiff der Hurtigruten, wir werden stets zu jung sein, dass wir dort außer bei einer Distanzreise an Bord gehen werden.
Nicht auf dem Götakanal mit der Juno von Göteborg nach Stockholm, weil erst Ende Mai dort alles aus dem Dornröschenschlaf erwacht.
Nicht in Portugal an der Algarve, wo trotz Flug und Höhenangst die Hochzeitsreise hinging.
Ist das nicht toll, dass ich uns das Appartement im 21. Stock mit Ausblick und Dachterrasse gebucht habe….
Und nicht mit der popeligen Verwandtschaft, die wieder nach einem mittelschweren Besäufnis und einer Fressorgie giert.
Die Färöer sind für uns noch ein weißer Fleck in unserer Weltkarte. Wir sind recht autark mit einem VW - Caddy mit Schlafabteil, Weinkeller und Bordküche. Können einige Tage ohne das Geräusch einer Klo –Wasserspülung auskommen und müssen auch kein warmes Wasser über unsere Körper rinnen lassen.
Kurzum, nachts 17 Grad Minus kann uns im Auto auch nicht schrecken.
Andererseits können wir durchaus Genussmenschen sein. Hotels, Restaurants, Pensionen, Peer Gynt Spelet, mal muss man und frau auch zurück in die harte Realität…...
Die Speisen/Getränke - und Weinkarten rauf und runter. Kein Problem. Wenns Geld reicht, her damit, es gibt nur ein Leben.
Ich habe hier etwas meine/unsere Hose runtergelassen. Warum? Wie oben erwähnt, ich möchte euch nun um Infos bitten.
Zollbestimmungen
Muss ich wie die Zollbestimmungen von D nach DK verstehen?
Wird in Tórshavn vom Zoll kontrolliert? Gibt es überhaupt einen Zoll?
Mir geht es nicht ums schmuggeln, sondern um die entspannte Einreise.
Ich deklariere alles.
Norröna
Einchecken in Esbjerg und Tórshavn. Etwas zu beachten? Präsenszeiten?
Kabinen, Besonderheiten. 2 Bett, innen / außen.
Restaurant und Mahlzeiten vorbuchen?
Lohnt Tax Free?
Auf Färöer
Wir haben norwegisch mittlerweile als zweite Sprache drauf. Dänisch und schwedisch ist auch etwas vorhanden Auch mit Dänen und Schweden kann ich Konversation betreiben.
Kann ich mich mit norwegisch verständigen? Englisch?
Wird das parken und das nächtigen im PKW toleriert? Irgendwo in der Gegend. Wir nächtigen auch in Norwegen spontan, wenn wir nicht gerade in unserer Hütte sind. Auf einer Bushaltestelle, in einer Parkbucht, auf einem Parkplatz. Tankstelle. Vor dem Rathaus. Neben dem Tunnel. Im Tunnel. Im Gebirge. Am Meer.
Gibt es auf den Campingplätzen wie in Norwegen kleine Hütten, welche für kleines Geld tageweise gemietet werden können?
Ein paar Tage in einem Hotel oder B & B wären auch interessant. Tipps und Ideen?
Supermärkte haben ein ähnliches Sortiment wie in Dänemark? Öffnungszeiten?
Restaurants und Speisestätten. Es muss nicht jeden Tag der Trangiakocher zum Einsatz kommen. Gibt es dort Landes - Spezialitäten? Welche? Und wo.
Also, haut in die Tasten. Behaltet euer Wissen nicht für euch. Ich möchte mit meiner Frau eine gute Zeit auf den Färöer verbringen. Ihr habt maßgeblich Anteil am Gelingen dieser Reise. Von mir kommt hier kein Dank im Voraus, ich werde euch weiterhin mit Fragen löchern und verspreche einen Reisebericht mit Fotos. Wer Fragen zu Norwegen hat, her damit, die beantworte ich gerne.
Gruß
Uteligger |
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George
Anmeldedatum: 16.12.2007 Beiträge: 772 Wohnort: Deutschland, Nähe Hannover
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Verfasst am: 03.02.2010 09:06 Titel: |
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Moin!
Was für ein schöner Einstiegs-Beitrag in die Färöer!
Bevor jetzt die Antworten auf die Sachfragen kommen, - 1995 standen meine Frau und ich vor fast dem gleichen "Problem": Wir haben am Ende für unsere Silberhochzeit die Färöer ausgeguckt. Und die Verwandtschaft hätte selbstverständlich gerne kommen können...
Wir hatten uns damals allerdings auf einer "hinterletzten" Insel (Skúvoy) ein Haus angemietet und unseren VW-Bus für gelegentliche Ausflüge auf Sandoy stehen lassen. Aber in der Ausgestaltung ist jeder für sich selbst der beste Experte.
Wir haben den Entschluß nicht bereut, es war ein Urlaub fürs Leben. Das wünsche ich Euch auch.
Wir haben jedenfalls zur Goldenen Hochzeit eine Neuauflage vor.
Mit allen guten Wünschen! _________________ "Bundin er bátleysur maður"
"Bound is a man who has no boat" |
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d.w.
Anmeldedatum: 28.05.2006 Beiträge: 817 Wohnort: Witten an der Ruhr
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Verfasst am: 04.02.2010 02:58 Titel: |
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Hier schon mal ein paar Hinweise.
Für allgemeine und auch praktische touristische Informationen über die Färöer empfehle ich einen gründlichen Blick in folgende Webseite: www.faroeislands.com und dort vor allem in die "Gelben Seiten". Diese Webseite hat eine englische, dänische und deutsche Version. Wie jedes Jahr ist auch eine aktualisierte Druckversion erschienen, DIN-A5, 111 Seiten, mit mehr Informationen und zahlreichen Fotos und Karten. Und ebenfalls als englische, dänische oder deutsche Version. Die aktuelle Fassung auf Deutsch für 2010 ist bei mir gegen Versandkostenerstattung erhältlich.
Manche Fragen erledigen sich durch das Studium dieser Informationen. Doch trotzdem noch einiges zu den Fragen.
ZOLL:
Natürlich gibt es auf den Färöern Zoll. Allerdings bin ich auf bisher fünfzehn Färöerreisen noch nie vom Zoll kontrolliert worden. Der interessiert sich nicht unbedingt für die kleinen Zollsünder, die schon mal eine Pulle mehr als erlaubt ins Land bringen. Die interessieren sich für Rauschgiftschmuggel, und sie haben Hunde, die darauf dressiert sind.
NORRÖNA:
Auf innerfäröischen Fährlinien reicht es, wenn man fünfzehn Minuten vor Abfahrt mit seinem Wagen aufkreuzt - sofern nicht die Nachfrage ungewöhnlich groß ist. Bei Verkehrsflaute kann es auch schon mal vorkommen, dass einer in letzter Sekunde angebraust kommt, bevor die Heck- oder Bugklappe hochgehoben wird.
Bei der NORRÖNA würde ich auf jeden Fall etwas eher da sein, aber auf keinen Fall eher als ein Stunde vor der Abfahrt. Da man ja seine Schiffspassage fest gebucht hat, müsste eine halbe Stunde vor Abfahrt auch reichen. Das eigentliche Problem, wenn man den Wagen mit auf die NORRÖNA nehmen will, ist doch wohl, ob einem unterwegs während der Anreise irgend etwas dazwischen kommt, was die ganze sorgfältig ausgetüftelte Zeitplanung über den Haufen wirft. Es sind auch schon Leute, die bei der Abfahrt von zu Hause meinten, sie seien ja wohl so rechtzeitig gestartet, dass wirklich nichts schief gehen könnte, trotzdem durch Staus u. dergl. ganz schwer in Verdrückung gekommen.
Wer auf der NORRÖNA im Buffet-Restaurant essen möchte, sollte sich, mindestens in der Hauptsaison, vorher ein Sitzplatz reservieren lassen, bei den Kellnern am Eingang des Restaurants. Für die zu spät Gekommenen bleibt als Trost die Selbstbedienungscafeteria mit ihrem bescheidenen Angebot.
Ich bin mit der neuen NORRÖNA erst einmal gefahren, in einer Zweierkabine, einmal außen und zurück innen. Mir ist nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Mit dem gebotenen Komfort war ich zufrieden.
Ob sich Tax-Free im NORRÖNA-Supermarkt lohnt, kann ich nicht beurteilen. Ich kaufe auf Fährschiffen fast nie etwas in diesen Abzocker-Einrichtungen, so wenig wie in Duty-Free-Läden in Flughafen-Abfertigungshallen.
Dagegen nehme ich die Tax-Free-Möglichkeiten auf den Färöern wahr. Je größer der Kaufbetrag, desto mehr lohnt es sich.
AUF DEN FÄRÖERN:
Wild in der Gegend zu campen, ob Zelten oder Übernachten im Wagen, ist auf den Färöern nicht erlaubt. Siehe o.a. Webseite. Man muss sich an die offiziellen Campingplätze halten, die unterschiedliche Qualität haben.
Leider gibt es auf den wenigen färöischen Campingplätzen nicht so schöne Hütten wie in Norwegen, überhaupt keine. Man muss sein Dach selbst mitbringen.
Das färöische Angebot an B&B ist mehr als bescheiden. Das scheint färöische Privatleute als Verdienstmöglichkeit nicht besonders zu reizen. Deshalb findet man leider auch nirgends Hinweisschilder auf solche Möglichkeiten. Hier können die Färinger sich von den Isländern noch eine ganz große Scheibe abschneiden. Fazit: Man sollte tunlichst vorher wissen, wo man übernachten will, sonst wird's u. U. problematisch.
Natürlich haben färöische Supermärkte ein ähnliches Angebot wie die dänischen. Die einzigen echt färöischen Lebensmittel sind einige Molkereiprodukte, Eier und Brot, wobei das Mehl für das Brot natürlich nicht färöischer Herkunft ist. Lobenswert finde ich als Deutscher die Vielfalt des färöischen Brotangebots. Für jeden Landsmann, der schon im United Kingdom und in Irland gereist ist, muss das färöische Brotangebot ein Labsal sein.
Verhungern muss kein Besucher auf den Färöern. Wer es tagsüber nicht in einen Supermarkt schafft, findet auch abends spät in einer Tankstelle noch immer etwas zu beißen. Die sind in der Regel mit einem richtigen Lebensmittelangebot ausgestattet, das viel umfassender ist als etwa in deutschen Tankstellen. Man bekommt dort sogar Brot und Fleisch und vieles andere mehr. Gegenüber der Hauptpost in Tórshavn gibt es z. B. eine Bäckerei, die auch andere Lebensmittel anbietet und bis 24 Uhr geöffnet hat. Ich meine, sogar sonntags.
In Tórshavn gibt es auch einige gute Restaurants. Außerhalb der Hauptstadt findet man nur wenige. Fast Food bekommt man überall, z. B. in Tankstellen, abgesehen von kleinen Ortschaften, wo es auch keine Tankstellen gibt. In Tórshavns Stadtzentrum kann man z. B. gut essen in den Restaurants der Hotels "HAFNIA" und "TORSHAVN".
Die Färinger haben auch ihre ganz speziellen färöischen Gerichte. Aber die findet man in Restaurants ganz selten angeboten, und im Fast Food nie. Also, meine Sache sind die nicht. Grindwalfleisch und Grindwalspeck, luftgetrocknetes Schafsfleisch, Stockfisch oder absichtlich zu lange abgehangener Fisch, der schon einen gewissen Odeur entwickelt hat und entsprechend schmeckt. Mit Kuchenteig gefüllten "Lundi" (Papageientaucher) habe ich noch nicht probiert. So wenig wie mit diesen färöischen Spezialitäten habe ich mich mit norwegischem Römmegraut und Geiteost anfreunden können. Aber wie schon die alten Römer sagten: De gustibus non est disputandum (Über Geschmäcker lässt sich nicht streiten).
Hva angår den språklige kommunikasjonen på Færøyene:
Alle Færøyinger forstår også dansk og mange af dem forstår engelsk, bortsett fra noe gammel folk, som bare forstår færøysk og dansk. Da dere snakker godt norsk, ville jeg gjerne anbefale dere simpelthen å snakke norsk på Færøyene heller enn dansk. Dere vil konstatere at dere har ikke noe problem med å kommunisere med folk deroppe på norsk. Når færøyinger, som ikke har bodd lang tid i Danmark, snakker dansk, så minner uttalen deres heller om bokmål eller nynorsk enn om dansk.
Det fins også færøyinger som forstår tysk. Men desverre kan man ikke stole på å finne en sånn akkurat når man trenger den. _________________ Mangur veit frá Ólavi kongi at siga, men hevur ikki sæð hann. - Mancher weiß von König Olaf zu berichten, hat ihn aber nicht gesehen. (Färöische Redensart) |
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George
Anmeldedatum: 16.12.2007 Beiträge: 772 Wohnort: Deutschland, Nähe Hannover
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Verfasst am: 04.02.2010 10:58 Titel: |
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Als reisender "Nomade" (Seekajakfahrer mit Zelt) möchte ich ergänzen:
Ich bin - wo immer ich fahre - bemüht, mich mit den jeweiligen nationalen und örtlichen Bestimmungen vertraut zu machen und nicht anzuecken. Die Bestimmungen buchstäblich einzuhalten, ist schlechterdings nicht möglich, - wo kein Campingplatz vorhanden ist, kann ich keinen nutzen. Dies kann auch für Wohnmobile, auch kleine, zutreffen.
Dann kommt es darauf an, die Situation verantwortungsbewußt einzuschätzen: Die Färöer sind ein unglaublich freundliches Land. Wer als rücksichtsvoller und interessierter Besucher auftritt, wird niemals Schwierigkeiten bekommen. Man wird das - berechtigte - Verbot, wild zu Campieren, nicht dreist mißachten, indem man sich z.B. fett auf den idealen Aussichtspunkt stellt oder in eine Heu-Wiese rangiert. Wer sich also z.B. in einen Dorf-Hafen, etwa SUMBA , stellen will, sollte tunlichst vorher fragen und wird keine Gesprächssituation bereuen. Wer Besuche weit abseits von Ortschaften unternimmt, etwa am Untergangsort der PRINCIPIA (empfehlenswert!), wird sich immer so verhalten, daß er keinesfalls die Freundlichkeit des womöglich doch einmal auftauchenden Eigentümers strapaziert.
Es gibt in vielen Orten, z.B. Tjörnuvik, komfortable Übernachtungsmöglichkeiten, auch "Hütten", nach denen man fragen kann, - entweder in der örtlichen Tourist-Info oder spontan vor Ort; das ist für Planungs-Freaks natürlich ein Albtraum... Aber es funktioniert.
Achja, ich habe selten einen Färinger getroffen, der einen guten Tropfen nicht zu würdigen gewußt hätte.
Detlef, ich bin, ob solo, zu zweit oder in Gruppen angereist, auch noch nie vom Zoll kontrolliert worden. Aber im vergangenen Februar wurde der Wagen eines mitreisenden Forum-Freundes, ein aufrechter Nordfriese, nach der Ankunft in Tórshavn vom Drogenhund durchsucht. Das kann es also wirklich geben.
Der Mai ist übrigens eine gute Besuchszeit für die Färöer. Wenig Touristen, viele Brutvögel; schon warme Sonne, aber auch gut noch mal etwas Schnee. _________________ "Bundin er bátleysur maður"
"Bound is a man who has no boat" |
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Vestmanna
Anmeldedatum: 04.07.2009 Beiträge: 13
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Verfasst am: 04.02.2010 16:04 Titel: |
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Hej Uteligger!
Toll, dass deine Frau und du hierher kommen wollt. Ich wünsche euch jetzt schon eine schöne Reise - unvergesslich wird sie sowieso!
Was die Norröna betrifft, so steht ja auf der website von Smyril Line, dass man zwischen einer und drei Stunden vor Abfahrt ankommen sollte, je nach Hafen:
http://www.smyril-line.com/Info/Arrival_-_Departure.aspx
Natürlich ist das meist übertrieben. Aber es stimmt, manchmal verzettelt man sich total und bleibt im Stau stecken oder lässt das Bügeleisen an. Was aber auch passieren kann: Selten, ganz selten, fährt sie eher los. Ist einem Freund von mir passiert. Sie fuhr acht Stunden vor geplanter Abfahrtszeit hier los und man hat ihn vorher einfach auf dem Handy angerufen und Bescheid gegeben. Also lieber nicht auf den letzten Drücker fahren, um eine entspannte Reise zu haben.
Tax Free: Das lohnt sich echt für die Färinger bzw. Leute die hier leben. Wenn du gerade aus Deutschland kommst, kauf alles, was dir hier zu teuer werden könnte (Alkohol, Zigaretten, Süßigkeiten, Parfum etc.) in Deutschland und bring es mit - aber auf die Zollbestimmungen achten! =) Das ist dann das typische Bild von den Deutschen, die mit vlollen Autos kommen und hier nichts kaufen - aber es ist nun mal viel teurer hier als in Deutschland.
Was Nacht-Parken betrifft: Ich weiß nicht, wie das in entlegenen Gegenden in Norwegen ist. Aber hier gibt es nicht so viele entlegene Bushaltestellen, und da kommt schon regelmäßig ein Bus hin, der braucht den Platz. In der Parkbucht kommt nicht so gut an. Parkplätze gibt's kaum mitten in der Pampa, nur in Orten, und da ist es weder erlaubt noch gern gesehen. Im Tunnel auf keinen Fall, verboten und außerdem Vergiftungsgefahr, es zieht ja meist doch etwas durch die Ritzen. Es gibt einen Campingplatz in Tórshavn, in Eiði, in Vestmanna, um mal die im "Zentrum" der Inseln zu nennen. Manche sind auch wirklich schlecht ausgeschildert, also fahrt nicht zu spät einen Schlafplatz suchen sondern wenn noch Leute nach dem Weg gefragt werden können.
Ich kann B&Bs in Vestmanna empfehlen. Das ist mal was anderes als Tórshavn, wenn ihr eine Tour zu den Vogelklippen machen wollt müsst ihr nur aus dem Haus fallen und seid am Anleger (die Tour ist wirklich empfehlenswert). Wenn du dazu Details möchtest, suche ich die Telefonnummern raus.
Die Öffnungszeiten der Supermärkte sind im Vergleich zu deutschen Verhältnissen nicht so berauschend. Also am besten vor 18:00 auf die Suche machen, wenn ihr etwas ausgefalleneres wie frisches Gemüse haben wollt. Wie oben schon erwähnt wurde, verhungern werdet ihr nicht, wenn Dosenzeug und Abgepacktes für euch auch mal ausreicht.
Etwas billiger und gefüllt mit Färingern als die Hotelrestaurants wären Hvonn im Zentrum und Matstovan in Hoyvík über dem FK. Die Matstovan hat auch einen Speiseplan im Internet: http://www.fk.fo/matskra/matskra.html
Landesspezialitäten gibt's kaum fertig im Supermarkt. Du kannst dort Trockenfisch kaufen oder gefrorenes Schaf - etwa halbe Schafsköpfe aber manchmal auch im ganzen, isländisches Lamm oder sowas. Naja Schafsfleischprodukte gibt's fertig im Supermarkt, die nimmt der deutsche Gaumen oft leichter an als halb fermentiertes Fleisch: Guck nach Wurstpackungen auf denen "Rullapylsa" oder "Kjøtpylsa" steht, am besten von kjøtbuðin aus Tórshavn. Smyrubreyðsbuðin im Zentrum von Tórshavn bietet Butterbrote, na das kennst du sicher aus Dänemark.
Gegenüber davon gibt es frischen und gefrorenen Fisch, wenn ihr euch selbst was brutzeln wollt.
Wenn man noch helfen kann, wir sind vor Ort und können gerne noch ein paar Sachen für euch rausfinden.
Viele Grüße nach Deutschland! |
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u.k.
Anmeldedatum: 16.08.2005 Beiträge: 922 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 04.02.2010 18:58 Titel: ZOLL |
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Wer gerne mal vom färöischen Zoll gefilzt werden möchte, sollte z.B. mit längeren Haaren und Bart sowie mit Rucksack einreisen. Wirkt garantiert 50%ig.
Die Öffnungszeiten der färöischen Supermärkte sind für deutsche Großstädter inzwischen gewöhnungsbedürftig (wie es in Kleinstädten und in den Nachbarländern aussieht, kann ich nicht beurteilen). Die hier bereits genannten Alternativen (Tanke, Bäckereien, Spätkauf) sind (meist noch) teurer. Ich war jedenfalls froh, wenn ich werktags bis zum späteren Nachmittag und am Sonnabend bis etwa 13.00 Uhr die benötigten Lebensmittel eingekauft hatte. |
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Uteligger
Anmeldedatum: 31.01.2010 Beiträge: 6 Wohnort: Pinneberg
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Verfasst am: 04.02.2010 22:15 Titel: Re: Danke! |
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Hei alle sammen!
Ganz ehrlich, ich bin überwältigt. Ich habe nie daran gedacht, dass ich diesen Response hier bekomme. Danke dafür. Die Planung und Vorbereitungen machen jetzt noch mehr Spaß!
Um es einmal ganz deutlich zu sagen, ich/ wir sind sehr daran interessiert, die Eigenarten, Gepflogenheiten, Gesetze, ob geschrieben oder ungeschrieben, eines Landes kennen zu lernen und zu respektieren. Und auch ein wenig in kurzer Zeit die Mentalität der Menschen zu verstehen.
Weil wir nicht in irgendwelche Fettnäpfchen treten oder das typische Klischee eines Touristen darstellen wollen, geschweige denn können, kommen hier von mir natürlich Fragen, die ihr schon etliche Male gehört habt, aber für mich Neuland sind. Bitte um Nachsicht.
Nochmals Danke für die Informationsflut!
Hilsen
Uteligger
PS:
| u.k. hat Folgendes geschrieben: | Wer gerne mal vom färöischen Zoll gefilzt werden möchte, sollte z.B. mit längeren Haaren und Bart sowie mit Rucksack einreisen. Wirkt garantiert 50%ig.
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Vorab schon mal ein Foto von mir ich hab garantiert 80%ige Chance. |
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d.w.
Anmeldedatum: 28.05.2006 Beiträge: 817 Wohnort: Witten an der Ruhr
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Verfasst am: 04.02.2010 22:58 Titel: |
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Ja, wenn ich als färöischer Zollbeamter so einen wie Uteligger sähe, würde ich wohl auch erst einmal meinen Zollhund auf ihn ansetzen. Oder ihn für einen Wikingerfilm engagieren.
Aber Vorsicht! Dass man nicht so aussehen darf, wie die Leute sich gemeinhin einen Rauschgiftschmuggler vorstellen, hat sich bei denen, die wirklich Rausgift schmuggeln, längst herumgesprochen.
Las vor einigen Monaten in der färöischen Tageszeitung SOSIALURIN, dass man wieder mal einen Rauschgiftschmuggler erwischt hatte, der mit der NORRÖNA gekommen war. Der war schon über 70 Und der kam aus Deutschland
Also, das könnte ich ja gewesen sein. Nein, doch nicht! Gewöhnlich fliege ich auf die Färöer. Habe vor einem Jahr auf dem Flughafen auf Vágar beobachtet, wie ein Zollbeamter mit einem Hund zwischen den Gepäckstücken herum ging, die soeben von den Gepäckwagen abgeladen worden waren. Der Hund war jedenfalls ganz eifrig am Schnüffeln.
Uteligger, wenn Du noch mehr Fragen hast, lass sie ruhig ab. Für so was ist dieses Forum da. _________________ Mangur veit frá Ólavi kongi at siga, men hevur ikki sæð hann. - Mancher weiß von König Olaf zu berichten, hat ihn aber nicht gesehen. (Färöische Redensart) |
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Martin.K
Anmeldedatum: 21.03.2009 Beiträge: 9 Wohnort: bei Heide, Dithmarschen
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Verfasst am: 05.02.2010 03:32 Titel: |
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Moin,
ich bin der von George beschriebene kontrolierte aus dem Letzten Jahr.
Die Zollbeamten waren netten und haben nur kurz Ihren Hund durch mein Auto gejagt und dann war gut, die haben noch nicht mal nach Alkohol oder Zigaretten gefragt.
Da ich morgen wieder mit der Norröna richtung Torshavn starte rechne ich damit Montag wieder kontroliert zu werden, denn mit langen Harren und langen Bart passe ich zu 100% in die 50% spallte.
PS: George ich bin Dithmarscher kein Nordfriese. |
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George
Anmeldedatum: 16.12.2007 Beiträge: 772 Wohnort: Deutschland, Nähe Hannover
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Verfasst am: 05.02.2010 08:42 Titel: |
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@Martin: Sorry ich vergaß die Ditschies.. , - da wo ich paddle heißt es ja auch eigentlich "Nordfriesisches und Dithmarscher Wattenmeer", aber das ist schon ein seehr langes Wort...
| Zitat: | | Dithmarscher sind keine Nordfriesen, schreibt Nis R. Nissen in seiner Kleinen Geschichte Dithmarschens*, um dann mit der Frage fortzufahren, warum die Nordfriesen Deiche bauen. Damit sie nicht ins Meer laufen, wenn sie betrunken sind, lautet die Antwort. Und warum bauen die Dithmarscher Deiche? Klar doch, damit kein Nordfriese, der trotzdem ins Meer gelaufen ist, in Dithmarschen an Land kommt. |
Und ansonsten begleitet Dich mein (und Hulle's!) blanker Neid, - wir können dieses Jahr leider erst später
Achja, vergiß nicht ein Päckchen Schappy mitzunehmen... _________________ "Bundin er bátleysur maður"
"Bound is a man who has no boat" |
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Klaus
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 1284 Wohnort: Beckum (Westfalen)
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Verfasst am: 05.02.2010 22:05 Titel: |
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@ d.w.: Ich war leicht aufgeschreckt, als ich das las mit dem Drogenschmuggler aus Deutschland, der über 70 war ... ich dachte erst wirklich an dich ... aber glücklicherweise kenne ich dich ja gut genug...  _________________ Leben heißt, mehr Träume in seiner Seele zu haben, als die Realität zerstören kann.
Leef nu, niet later! |
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Anne
Anmeldedatum: 08.01.2007 Beiträge: 152 Wohnort: Landsweiler
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Verfasst am: 05.02.2010 22:10 Titel: Re: ZOLL |
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| u.k. hat Folgendes geschrieben: | | Wer gerne mal vom färöischen Zoll gefilzt werden möchte, sollte z.B. mit längeren Haaren und Bart sowie mit Rucksack einreisen. Wirkt garantiert 50%ig. |
Klappt in Norwegen auch...zwei Stunden Aufenthalt beim Zoll mit Auto komplett ausräumen (das WIR wieder einräumen durften), getrennter Befragung und Leibesvisitation. Lustig eigentlich erst im Nachhinein. Waren aber sehr nett die Beamten. So nett sind deutsche meistens nicht. |
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Klaus
Anmeldedatum: 17.08.2005 Beiträge: 1284 Wohnort: Beckum (Westfalen)
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Verfasst am: 06.02.2010 17:56 Titel: |
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Naja, die deutschen Zollbeamten können auch sehr nett sein.  _________________ Leben heißt, mehr Träume in seiner Seele zu haben, als die Realität zerstören kann.
Leef nu, niet later! |
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richie
Anmeldedatum: 31.12.2009 Beiträge: 2
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Verfasst am: 06.02.2010 18:03 Titel: |
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bei uns in österreich schießen sie lieber zu erst und werden anschließend versetzt mit zugehöriger beförderung  |
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George
Anmeldedatum: 16.12.2007 Beiträge: 772 Wohnort: Deutschland, Nähe Hannover
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Verfasst am: 06.02.2010 19:36 Titel: |
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| richie hat Folgendes geschrieben: | bei uns in österreich schießen sie lieber zu erst und werden anschließend versetzt mit zugehöriger beförderung  |
Ich denke, bei solchen Themen sind Fakten gewöhnlich nützlicher als Sarkasmus.
An den Grenzen zu unseren Nachbarländern hat es eine Vielzahl von Schußwaffen-Einsätzen gegeben, mit vielen Todesopfern und Verletzten, die meisten an der polnischen Grenze. Diese Schüsse wurden vor allem vom Bundesgrenzschutz und Bayerischen Grenzschutz abgegeben, soweit ich erinnere nie vom - ebenfalls bewaffneten - Zoll. Es gibt ohnehin genügend traurige Erfahrungen, um sich an unseren Grenzen mehr vor Jagdberechtigten als vor Zöllnern fürchten zu müssen. _________________ "Bundin er bátleysur maður"
"Bound is a man who has no boat" |
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