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Vestmanna



Anmeldedatum: 04.07.2009
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 28.11.2009 23:55    Titel: Fotostrecke bei ZEIT online Antworten mit Zitat

Hallo an alle Färöer-Freunde,
bestimmt haben ein paar von euch die Fotostrecke bei ZEIT online schon gesehen, aber für alle anderen: hier findet ihr Fotos von Marco Paoluzzo:
http://www.zeit.de/reisen/2009-11/bg-faeroeer
Viele Grüße!
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u.k.



Anmeldedatum: 16.08.2005
Beiträge: 922
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 06.03.2010 09:23    Titel: Rezension des Bildbandes Antworten mit Zitat

Der Bildband von Marco PAOLUZZO "Färöer-Inseln", Benteli Verlag, Bern 2009, über den hier bereits an anderer Stelle diskutiert wurde, wurde am Donnerstag, 4. März 2010, in der FAZ Nr. 53, S. R7, Rubrik Bücher für die Reise unter dem Titel "Weltenferne als Lebensprinzip" von "bär" besprochen.

"Ab und zu zeigt Paoluzzo ein Haus, ein paar Schiffe und Boote, fast keine Menschen, nur manchmal Kinder, fröhliche Jugendliche, einen verknitterten Fischer. Der Eindruck von Ferne und Abgeschiedenheit muss ihn beeindruckt haben, sie sind das bestimmende Element des Buches."
...
"Aber meist sieht man nur karge Landschaft, eine Küste, die fast verschwindet im Nebel, in Wolken. Es gehört Mut dazu, so einen kargen, stilisierten Bildband auf den Markt zu bringen, teuer ist er auch."
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Christian Schöne



Anmeldedatum: 20.08.2005
Beiträge: 227
Wohnort: Warendorf

BeitragVerfasst am: 06.03.2010 13:16    Titel: Fotostrecke Marco Paoluzzo Antworten mit Zitat

hier die vollständige Rezension aus der F.A.Z.:

Weltenferne als Lebensprinzip

04. März 2010 "Neu, exotisch, überraschend" sei für ihn die erste Begegnung mit diesen regennassen Inseln gewesen, schreibt der Schweizer Fotograf Marco Paoluzzo. Das erste Mal kam er 1991 auf die Färöer, ein Zwischenhalt auf dem Weg nach Island. Immer wieder reiste er danach dorthin, nun sind seine Schwarzweißaufnahmen in einem großen Bildband erschienen. Es gibt, außer der kurzen Einführung des Fotografen, keinen Text, und auch keine Bildunterschriften. Was sollte da auch stehen: Streymoy im Nebel. Streymoy bei Regen. Ab und zu zeigt Paoluzzo ein Haus, ein paar Schiffe und Boote, fast keine Menschen, nur manchmal Kinder, fröhliche Jugendliche, einen verknitterten Fischer. Der Eindruck von Ferne und Abgeschiedenheit muss ihn beeindruckt haben, sie sind das bestimmende Element des Buches. "Hier regnet es mehr als 300 Tage im Jahr", bemerkt der Fotograf trocken. Da ist man wohl dankbar für den einen, mystischen Sonnenstrahl, der das Meer vor Sandoy kurz zum Glitzern bringt. Die Größenverhältnisse verlieren sich, fährt ein Fischkutter durchs Bild, wundert man sich, wie winzig er ist. Ein paar Häuser stehen da, ein abgelegener Hof, aber was wäre hier nicht abgelegen. Dahinter zieht sich die baumlose Flanke eines Berges hinauf, ein kräftiges Grün, darf man vermuten. Immer wieder hat Paoluzzo Streymoy fotografiert, eine senkrecht abfallende Felswand, davor zwei Inselchen, zwei Klippen, so markant wie Capris Faraglioni. Mal richtet sich sein Fokus auf Details, ein schwarzes, struppiges Schaf, das selbstbewusst aus dem Schnee in die Kamera blickt, ein Kreuzfahrtschiff, das seinen Bug in den Nebel schiebt. Aber meist sieht man nur karge Landschaft, eine Küste, die fast verschwindet, im Nebel, in Wolken. Es gehört Mut dazu, so einen kargen, stilisierten Bildband auf den Markt zu bringen, teuer ist er auch. Am Ende fragt man sich mit Spannung, was wohl auf dem letzten Bild zu sehen sein wird? Noch einmal eine große, leere Insel? Nein. Seltsamerweise zeigt das letzte Foto eine Industrieanlage, vielleicht ein Heizwerk. Die einen wird es am Ende des Buches frösteln, und sie werden sich sagen: In diese Ecke der Welt - niemals! Die anderen fangen von vorne an zu blättern.

bär

"Färöer Inseln" von Marco Paoluzzo. Benteli Verlag, Bern. 2009. 108 Seiten, zahlreiche Schwarzweißfotos. Gebunden, 49,80 Euro.


Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.03.2010, Nr. 53 / Seite R7




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