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NORR 3/2010

 
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u.k.



Anmeldedatum: 16.08.2005
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BeitragVerfasst am: 05.09.2010 12:56    Titel: NORR 3/2010 Antworten mit Zitat

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift NORR ist ein Bericht über die Färöer:
Einsame Inseln. Eine Herbstreise auf die Färöer (lt. Titelblatt).

Richtiger Titel und Autoren (nachgetragen):

Karin Wallén (Text) & Henrik Witt (Fotos):
AUF DEN SCHAFSINSELN

S. 28-35

S. 35:
"Die Lämmer werden ... geschlachtet. Das frische Fleisch wird nach Neuseeland exportiert, was übrigbleibt wird getrocknet."

Es verhält sich wohl genau anders herum. Da das Fleisch nicht ausreicht, muss zusätzlich Lammfleisch aus Neuseeland importiert werden. Davon zeugen gelegentliche Angebote fär. Supermärkte in den Zeitungen & Anzeigenblättern. So habe ich das in Erinnerung.


Zuletzt bearbeitet von u.k. am 06.09.2010 08:16, insgesamt einmal bearbeitet
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George



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BeitragVerfasst am: 05.09.2010 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist scheints der erste Artikel in NORR zu den Färöern überhaupt (wenn ich das Forum richtig verfolgt habe...); allerdings ist es das Recycling des Beitrags eines schwedischen Magazins "Vilda vackra Faroarna", der allerdings den Vorzug bietet, daß er mit gleichen Fotos online einzusehen ist.

Zwischen Schweden und den Färöern gibt es rührige Beziehungen, siehe auch Svensk Färöisk Förening; so nimmt es nicht wunder, daß in dem ursprünglich schwedischen Artikel vor allem schwedische Bezüge berichtet werden, - darunter aber auch echte Schmanckerl, wo ich mich frage, warum das vorher an mir vorbeigelaufen ist. Mein absoluter Top ist die Geschichte, wie der färöische Kabarettist Sjúrdur Skaale einer schwedischen rechtsaußen Reisegruppe der Sverige­demokraterna unerkannt undercover mit Perücke als vermeintlicher Nationalist eine Begrüßungsrede hält...
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d.w.



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Beiträge: 884
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BeitragVerfasst am: 05.09.2010 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Sjúrður Skaale ist nur gelegentlich, im Nebenberuf sozusagen, als Kabarettist tätig. Er und sein Kompagnon, dessen Name mir gerade nicht einfällt, machten jahrelang im färöischen Fernsehen mit der kabarettistischen Sendung Pipar og salt (braucht man hier wohl nicht zu übersetzen) von sich reden.
Mit diesem Gag vom nationalistischen Politiker Haraldur, auf den die tumben Schwedennazis prompt reinfielen, entpuppt er sich als ein veritabler färöischer Hape Kerkeling.
Sonst macht Sjúrður Skaale in der Politik von sich reden. Er gehört u.a. zu den Mitverfassern des Entwurfs für eine färöische Verfassung, über den in der letzten Zeit kontrovers diskutiert wurde..
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u.k.



Anmeldedatum: 16.08.2005
Beiträge: 1414
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BeitragVerfasst am: 06.09.2010 08:05    Titel: "Haraldur" & "Sverigedemokrater" Antworten mit Zitat

"Als (...) eine Delegation der 'Sverigedemokrater', einer rechtsextremistischen Partei in Schweden, nach einem Besuch im Sommer 2008 die Färöer zu ihrem Idealland erklärten, gründete sich das Ganze auf ein Missverständnis. Während ihres Aufenthalts hatten die Gäste erlebt, wie ein 'Dichter' mit dem Namen Haraldur am Nationalfeiertag eine flammende nationalistische Rede hielt. Um seine völkische Gesinnung zu demonstrieren, behauptete er, nur Trockendorsch, Walspeck und getrocknetes Schaffleisch zu essen. Er trug einen folkloristischen Wollpullover und Trachtenhosen. Seine Rede hinterließ großen Eindruck auf die angereisten Parteimitglieder, die so viel kraftvollen Nationalstolz bewunderten. In einem Artikel ihres Propagandablatts wurde Haraldur ausdrücklich als Vorbild gepriesen, dem man nacheifern solle. Der Haken war nur, dass es Haraldur in Wirklichkeit gar nicht gab. Unter der Perücke hieß er Sjúrdur Skaale und war ein färöischer Satiriker. Peinlich für die Partei - aber die färöischen Medien hatten umso mehr Spaß."

Der Artikel kommt ohne den färöischen Buchstaben ð aus.

NORR 3/2010 auf S. 30
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George



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BeitragVerfasst am: 06.09.2010 09:19    Titel: Re: "Haraldur" & "Sverigedemokrater" Antworten mit Zitat

u.k. hat Folgendes geschrieben:
Der Artikel kommt ohne den färöischen Buchstaben ð aus.
Das ist symptomatisch für den Schweiß, den die deutsche Redaktion jedenfalls diesen Beitrag nicht für wert gehalten hat...

Das Faroe Islands Podcast hat in seiner Ausgabe Nr.17 vom 18. Juni 2009 ein interessantes Interview (in englischer Sprache) mit Sjúrður Skaale, über die Vereinbarkeit von Comedy und Politik, in dem Sjúrður selbst die Geschichte mit der Sverige­demokraterna schildert.
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Klaus



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BeitragVerfasst am: 06.09.2010 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich ist das ein Armutszeugnis der NORR-Redaktion. Wie kann es sein, dass NORR es nicht für nötig erachtet, in einer Nordeuropazeitschrift die Eigenbezeichnungen und Namen in der korrekten Schreibweise wieder zu geben???
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George



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BeitragVerfasst am: 06.09.2010 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Klaus hat Folgendes geschrieben:
Für mich ist das ein Armutszeugnis der NORR-Redaktion...

Die NORR Redaktion verfügt sehr wohl über Sonderzeichen, wie das schöne schwedische Wort "Lunnefåglar" im deutschen Text zeigt, - dabei hätte es gar kein Sonderzeichen gebraucht, wenn man, - so wie es sich gehörte(!) -, das färöische Wort "lunda" genommen hätte...

Ich will mich hier nicht weiter über die sachlichen Fehler ausbreiten, aber das Verständnis, das ich jedem "Amateur" entgegenbringe, kann eine professionelle Skandinavien-Redaktion kaum erwarten; schon garnicht für soetwas:
Zitat:
"zusammen mit anderen färingischen Familien"


Ich denke, die Redaktion wäre gut beraten, vor dem nächsten Beitrag über die Färöer jemanden hinzuzuziehen, der sich etwas damit auskennt.
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Klaus



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BeitragVerfasst am: 06.09.2010 18:03    Titel: Antworten mit Zitat

Das kann man laut sagen. Eine NORR-Redaktion, die Berichte über Skandinavien am laufendem Band schreibt ... von der erwarte ich Korrektheit in Ausdruck und Schreibweise was dieses Fach betrifft. Diese Redaktion ist nun bei mir ziemlich tief gesunken ... wie kann man "färingischen Familien" schreiben, wenn man gleichzeitig behauptet, vom Fach zu sein?

Eine amateurhafte möchtegern Skandinavienzeitschrift ... die ich mir ganz sicher nicht kaufen werde.
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George



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BeitragVerfasst am: 07.09.2010 06:04    Titel: Antworten mit Zitat

Klaus, richtig, der erste Eindruck ist meist entscheidend, - aber ich würde das Magazin nicht gleich "in die Tonne kloppen", - da hatten wir schon Übleres. Beim Durchblättern ist NORR ja nicht unattraktiv, - auch dieser Färöer-Beitrag ist interessant illustriert. Über die Themenauswahl des schwedischen Originalbeitrags kann man auch nicht meckern; ein Portrait von Absalon Hansen z.B. war eigentlich überfällig.

Die Crux liegt in der deutschen Redaktion.

1. Die schwedische Redaktion hat für ihren Artikel selbstverständlich schwedische Bezüge gewählt, - und zumindest der von Sjurður ist zweifellos auch bei uns lesenswert und attraktiv. Für schwedische Leser ist auch die färöisch-schwedische Familiengeschichte sicherlich richtig gewählt, - und mich stört dabei garnicht, daß Inna nach meinem facebook aber doch in Stockholm wohnt.
Für deutsches Publikum hätte sich dafür aber ein deutscher Bezug leicht finden lassen, - ohne Nachzudenken fällt mir die Ärztin Dr.Ulrike Steuerwald ein, oder - etwas ganz anderes - färöischer Fußball und die deutschen Schlachtenbummler; - ein kurzes brainstorming und der Themenvorrat fände kein Ende.

2. Selbst wenn man die Ausgaben für einen eigenen Beitrag gescheut hat, - die inhaltlichen Aussagen des NORR-Artikel hätten unbedingt geprüft werden müssen. Sie werden den Lesern aber ungeprüft vorgesetzt, - wie sonst ist zu erklären, daß angeblich Schaffelle in den Färöern verbrannt werden müssen, weil die EU die Einfuhr nicht zuläßt? Man kann das selbst in einer Minute checken oder man fragt kurz offiziell an: seit 2005 ist der Handel geregelt. Und ganz so alt wird der schwedische Text ja wohl nicht sein.
Mich würde auch interessieren, wie ein einzelner Schafzüchter färöisches Lammfleisch ausgerechnet nach Neuseeland exportieren kann, - während die Färöer 40% ihres Eigenbedarfs durch Importe aus Neuseeland decken müssen. Neuseeland steht im schwedischen Artikel übrigens garnicht drin; O.K., ich will nicht pingelig werden...
Man sieht dem Text aber nicht an, daß die deutsche Redaktion überhaupt irgendetwas interessiert hätte. Nicht einmal das Papageitaucher-Thema.

3. Form follows funktion. Wer kein redaktionelles Interesse auf den Inhalt verwendet, kann auch formal und begrifflich schludrig bleiben, - dann paßt wenigstens alles zusammen. Sarkasmus aus.

Was tun?
Ich habe ein Interesse an guten Beiträgen über die Färöer. Die Redaktion sicherlich "eigentlich" auch.
Im Forum und im DFF sind genügend Leute, die sich da gut auskennen.

Und, Klaus, - wen ich für einen solchen Artikel zum Gegenlesen auf korrekte Schreibweise empfehlen würde, ist auch klar, - oder? Wink
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