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Bootsfahrer bekommen Bild von Sigmund Petersen geschenkt

 
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George



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BeitragVerfasst am: 12.11.2008 14:29    Titel: Bootsfahrer bekommen Bild von Sigmund Petersen geschenkt Antworten mit Zitat

Irgendwann Ende des 19. Jahrhunderts begann allmählich der ‚moderne’ Wassersport mit kleinen Segelyachten mit selbst fahrender kleiner Besatzung, also ohne bezahlte Crew. Wer das Segelboot Dulcibella aus „Rätsel der Sandbank“ (The Riddle of the Sands von Erskine Childers) kennt, weiß was ich damit meine.
Welches die ersten Sportsegler in den Färöer waren, weiß ich nicht, aber mit zu den ersten zählt die britische Emanuel.
Dieser kleine stabile Holz-Segler fuhr nach schwieriger Anfahrt im dicken Nebel am 20. August 1929 in den Trongisvagsfjordur (Suduroy) ein und ankerte abends direkt vor Tvoroyri. Die müde Besatzung bestand aus Vater („skipper“) Robert Douglas Graham und Tochter („mate“) Helen Graham. Die 17-Jährige schrieb über diese Fahrt einen entzückenden Bericht, der 1930 erstmals veröffentlicht wurde: "The Adventure of the Faeroe Islands".
Ich zitiere die Beschreibung des nächsten Morgens:
Zitat:
"Next morning we were hailed, and a man in a local boat presented us with a Memento of Faeroe, a local sketch in oil, painted by himself. It was a charming little picture, and has a place of honour in Emanuel's cabin. Our visitor's name was Sigmund Petersen."

Im Folgenden entwickelt sich ein enger Kontakt zu dem später sehr bekannt gewordenen Maler und zu seinen Eltern. Auch die beiden Grahams wurden später bekannt. Der „skipper“ als legendärer Atlantiküberquerer, der „mate“ als erste Frau, die die Domäne der britischen Sportsegler „The Royal Cruising Club Challenge Cup“aufmischte.
Heute „lebt“ von allen Beteiligten nur noch das Boot Emanuel, das – anders als die Dulcibella - vor der Verrottung gerettet wurde und heute, perfekt restauriert, neben anderen berühmten Booten im Innenhafen von Ramsgate liegt, wenn es nicht gesegelt wird.

Sigmund Petersen’s Tochter, Vigdis Sigmundsdóttir, ebenfalls bekannte Künstlerin, kannte "The Adventure of the Faeroe Islands" mit der längst vergangenen Begegnung der Autorin mit ihrem Vater und ihren Großeltern bislang nicht. Daß sie dies nun nachholen kann, ist mir mit dieser kleinen „Fundsache“ eine besondere Freude.

Helen Graham’s Sohn Jan Tew, ebenfalls engagierter und bekannter Segler, hat den Färöer-Bericht seiner Mutter zusammen mit dem Transatlantik-Buch seines Großvaters neu publizieren lassen.
Ich habe ihn angeschrieben und bin gespannt, ob es das „charming little picture“ vom 21.August 1929 noch gibt.

ISBN 0954706242 "Rough Passage. The Adventure of the Faeroe Islands"
Der Färöer-Bericht umfaßt 25 Seiten (von 208). Diese 25 Seiten lohnen sich aber auch für Nicht-Segelfans allemal!
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George



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BeitragVerfasst am: 16.03.2009 15:26    Titel: Antworten mit Zitat

Nachdem alle Nachforschungen negativ verlaufen waren und alle Beteiligten in England, Färöer und Übersee sich mit der Feststellung des Verlustes abgefunden hatten, bekomme ich soeben völlig überraschend von Jan Tew das Bild übermittelt. Durch ein Zusammentreffen glücklicher Umstände ist es wieder entdeckt worden. Jedenfalls hatte seine Mutter es damals noch vor dem ersten Untergang der kleinen Segelyacht in Sicherheit gebracht.
Ich bin sicher, daß diese unerwartete Entdeckung auch eine große Freude für die färöische Familie sein wird.


Ein echter Sigmund Petersen mit Geschichte
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