www.faroe-islands.de
Das Forum für Freunde der Färöer-Inseln
Erik
Es ist Samstag, der 21. April 2018 13.41 Uhr     (30.29 % von 2018)

Diskussionsforum Färöer Foren-Übersicht Diskussionsforum Färöer
Der deutschsprachige Treffpunkt für Freunde der Färöer-Inseln
 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Afrikanische Libelle

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Diskussionsforum Färöer Foren-Übersicht -> Natur / Landschaft / Tierwelt
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
George



Anmeldedatum: 16.12.2007
Beiträge: 1188
Wohnort: Deutschland, Nähe Hannover

BeitragVerfasst am: 17.04.2011 14:30    Titel: Afrikanische Libelle Antworten mit Zitat


Foto von Jens-Kjeld Jensen

Am 13. April 2011 landete eine grosse Libelle auf dem Boot von Lúkku und Bjørn Patursson, die auf der Fahrt von Koltur nach Kirkjubøur waren.
Es handelte sich um eine Schabracken-Königslibelle (Anax ephippiger), der vom Dänischen übernommene färöische Name ist "gullsmiðurin" (Goldschmied), - am zutreffendsten ist wohl der englische Name "vagrant emperor", denn diese Libelle hat einen erstaunlichen Wandertrieb. Sie stammt mitten aus Afrika und beginnt in den Wintermonaten eine unglaubliche Wanderung nach Norden. Sie kommt meist bis Süd- und Mitteleuropa, einzelne Exemplare haben es auch bis Island geschafft, - überleben können sie in Europa nicht.
Diese hier, die auf dem Boot des Chefs der färöischen Landwirtschaft gelandet war, ist das erste bekanntgewordene Exemplar auf den Färöern.
_________________
"es ischt beweglich rund um die färörer herrrum"

"Bundin er bátleysur maður"
"Bound is a man who has no boat"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
George



Anmeldedatum: 16.12.2007
Beiträge: 1188
Wohnort: Deutschland, Nähe Hannover

BeitragVerfasst am: 18.04.2011 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Interessanterweise hat zwei Tage später ein Mädchen, Tekla Atladóttir, in Hornsbønum auf Sandoy ein weiteres Exemplar des "Vagrant Emperor" gefunden. Dieser Fund war so aufsehenerregend, dass sie noch am gleichen Abend zusammen mit ihrem Vater den Vogelpräparator und Enthymologen Jens-Kjeld Jensen aufgesucht hat, um ihm diese aussergewöhnliche Libelle zu übergeben.
Auf der auch sonst sehenswerten Seite von Jens-Kjeld Jensen wird sie demnächst ausführlich dokumentiert werden.
_________________
"es ischt beweglich rund um die färörer herrrum"

"Bundin er bátleysur maður"
"Bound is a man who has no boat"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Anne



Anmeldedatum: 08.01.2007
Beiträge: 574
Wohnort: Hirstein

BeitragVerfasst am: 19.04.2011 07:52    Titel: Antworten mit Zitat

Mal 'ne doofe Frage: Sind die Libellen jeweils vor deren Augen gestorben oder werden die zwecks Dokumentation umgenietet?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
George



Anmeldedatum: 16.12.2007
Beiträge: 1188
Wohnort: Deutschland, Nähe Hannover

BeitragVerfasst am: 19.04.2011 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe Jens-Kjeld nicht gefragt, aber "umgenietet" hat er sie mit Sicherheit nicht. Insekten, die zur Dokumentation bestimmt sind, werden üblicherweise in einem Glas mit einigen Tropfen Essigsäureäthylester auf einem Stück Watte abgetötet. dabei bleiben auch empfindliche Insekten wie Schmetterlinge unbeschädigt, weil sie sofort betäubt sind.
Früher wurde Cyanid bevorzugt, weil dies zum sofortigen Tod geführt hat, - allerdings auch beim Enthymologen, wenn versehentlich etwas eingeatmet wurde.
Eine Methode, wie wir es vom Grosswild kennen, dass Tiere vorübergehend betäubt werden, und dann nach Behandlung, Transport oder Dokumentation wieder freigelassen werden, kenne ich für Insekten nicht.

Ebenso wie bei den Ornithologen hat sich die Einstellung der Enthymologen einigermassen geändert, - wir können bspw. in den Berichten so seriöser Forscher wie Graba lesen, dass Vögel zuerst reihenweise abgeschossen und dann bestimmt wurden. Und letztlich hat gerade der zoologisch museale Sammel- und Ausstellungs-Ehrgeiz - auf dem Kontinent - zur Ausrottung des Färöer-Raben und des Riesenalks geführt.

Heute gelten Tierschutzbestimmungen und ohnehin wird vieles über die Fotografie besser dokumentiert als durch die Ausstellung eines toten Exemplars.
Bei Insekten, die als Nachweis dienen, - etwa auch bei "Schad-Insekten" in unserem Forst -, geht an einer Sammlung kein Weg vorbei, und das lernt dann auch jeder Student. Und alle Insekten, die z.B. im Zuge der Klimaveränderung neu auf die Färöer kommen, so wie in den letzten Jahren verschiedene Wespenarten, werden sicherlich in einer Sammlung dokumentiert. Viele Insekten lassen sich nur so überhaupt sicher bestimmen.
Manche Schmetterlinge kann man zwar in Schmetterlingshäusern halten und sie nach ihrem natürlichen Tod präparieren, bei Libellen geht das nicht: Libellen leben als Hochleistungsflieger an der materiellen Leistungsgrenze ihres Flügelmaterials, - oftmals findet man einheimische Königslibellen im Herbst, die schon vor ihrem natürlichen Tod flugunfähig sind wegen total verschlissener Flügel und die als "Kriechtiere" dahinvegetieren.
_________________
"es ischt beweglich rund um die färörer herrrum"

"Bundin er bátleysur maður"
"Bound is a man who has no boat"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Anne



Anmeldedatum: 08.01.2007
Beiträge: 574
Wohnort: Hirstein

BeitragVerfasst am: 20.04.2011 08:36    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Erläuterungen, George!

Trotzdem ist das in meinen Augen umgenietet...wenn ich ein Tier nur töte um sagen zu können "Hier isses!". Was anderes wäre das jetzt, wenn es eine massive Gefahr für die heimische Tierwelt darstellen würde, was hier aber wohl nicht der Fall ist.

Gut, wahrscheinlich kann man viele Insekten nur an gewissen Merkmalen identifizieren, die man nicht so einfach sieht...

Aber...nuja...ich halte davon nicht viel. Ich hab' noch nie ein Tier getötet (außer Mücken, wenn sie mich stechen)...ich lasse selbst Zecken leben...ich weiß nicht...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
George



Anmeldedatum: 16.12.2007
Beiträge: 1188
Wohnort: Deutschland, Nähe Hannover

BeitragVerfasst am: 20.04.2011 09:28    Titel: Antworten mit Zitat

Deine Einstellung faszinierst mich. Und mit mehr von dieser Sorte sähe die Welt vielleicht etwas besser aus.
Ich habe einen Bruder, der an zu spät erkannter Borreliose erkrankt ist, - und ich hätte überhaupt nichts dagegen, die Überträger-Zecken auszurotten wie die Pocken-Viren, Pest und Cholera. Die Borreliose hat heftig zugenommen, die Zecken sind das für den Menschen gefährlichste "Raubtier" in Deutschland, und auch für uns Kanu-Wanderer, die neben spielenden Kindern und Gartenbesitzern von der Zecken-Gefahr besonders betroffen sind, würde die Welt mit ihrer Ausrottung etwas weniger gefährlich.

Der Punkt, der mich in solchen Zusammenhängen allerdings mehr beschäftigt ist, daß ich in der Wertschätzung des Lebens oder der "Schöpfung" überhaupt keinen Unterschied machen kann zwischen Tieren und Pflanzen... Am Ende ist es das menschliche Interesse, das den Umgang mit anderen Lebewesen bestimmt, - und das sollte von Respekt geprägt sein. Der industriellen profit-orientierten und umweltfeindlichen Fleischproduktion und Genmanipulation an Pflanzen z.B. mangelt es in meinen Augen heftig und fundamental an diesem Respekt.
_________________
"es ischt beweglich rund um die färörer herrrum"

"Bundin er bátleysur maður"
"Bound is a man who has no boat"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Skellig



Anmeldedatum: 27.03.2010
Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 20.05.2011 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

George hat Folgendes geschrieben:
Am Ende ist es das menschliche Interesse, das den Umgang mit anderen Lebewesen bestimmt...


dazu hatte ich gerade ein einschneidendes erlebnis an der belgischen nordseeküste:

ein krabbenfischer war mit seinem sohn mit einem von zwei kaltblütern gezogenen schleppnetz unterwegs. das sah sehr beeindruckend und irgendwie auch "natürlich" aus.
allerdings hat er dann den inhalt von dem netz in einer kiste ausgewaschen und geschüttelt, hunderte winzige fische, krabben usw., so dass diese beschädigt wurden.
große krabben waren nicht dabei. der ganze beifang bis auf ein paar minikrabben, die weglaufen konnten, vereendete dann am strand.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
George



Anmeldedatum: 16.12.2007
Beiträge: 1188
Wohnort: Deutschland, Nähe Hannover

BeitragVerfasst am: 21.05.2011 09:33    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Gabi,
die notleidenden Krabbenfischer an der deutschen Küste wurden früher subventioniert, indem der Zwangsankauf des "Beifangs" angeordnet wurde. Mancher wird sich noch an die getrockneten kleinen Krabben und Fischchen im Hühnerfutter erinnern, und an die Eier, die leicht nach Fisch schmeckten. Als Kind konnte ich so auch in Süddeutschland auf dem Dorf kleine Muscheln suchen.
Für die Hühnerzüchter wurde dieses Futter wichtig, weil es das Chitin aus Insekten ersetzte, das um den Bauernhof freilaufende Hühner selbst finden konnten. So griff hier früh eine unökologische Wirtschaftsform in die andere.

Ich denke aber, die ökologischen Dimensionen des Beifangs der früher handwerklich betriebenen Waden-Fischerei, wie Du sie in Belgien gesehen hast, waren und sind einigermaßen unbeachtlich: mit diesen Techniken konnte zum einen schlicht nicht viel Schaden angerichtet werden, zum anderen dienten die verendeten Kleintiere anderen als willkommene 'normale' Nahrung.
An unseren Küsten wurden bspw. viele Schweinswale als Beifang in den Kutternetzen gefangen; die wurden dann als Dünger benutzt... Einen Effekt auf die gesunde Schweinswal-Population im Watttenmeer hatte das überhaupt nicht. Der Niedergang kam erst mit Industrie, Chemie, Großfischerei und Militär.

Ökologisch wirklich tödlich ist heute die industriell massenhaft betriebene "Industriefisch"-Fischerei auf alle marinen Kleinfische, die i.d.R nicht einmal für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, sondern als Rohstoff oder als Mast-Futter pervertiert werden.
Diese Ausbeutungs-Fischerei ist ursächlich mit beteiligt am Aufkommen der Piraterie in Somalia und am Aussterben der Papageitaucher von den Lofoten über die Färöer bis Island.

Aber gibt es irgendwo ein Aktivisten-Camp gegen die "Industriefisch"-Fischerei oder gegen die Verseuchung der Meere und unserer Nahrungsgrundlagen mit Chemie? Nö, - derzeit versammelt sich die internationale Créme der Ökospenden-Jäger auf den Färöern gegen den ach so wichtigen Grindwal-Fang...
_________________
"es ischt beweglich rund um die färörer herrrum"

"Bundin er bátleysur maður"
"Bound is a man who has no boat"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Skellig



Anmeldedatum: 27.03.2010
Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 21.05.2011 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

das war halt nur im kleinen beispiel das, was die fischereiindustrie im großen stil veranstaltet.

ein lebewesen, was immer weiter raubbau an seiner lebensgrundlage betreibt, ist natürlich irgendwann auch nicht mehr überlebensfähig.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
George



Anmeldedatum: 16.12.2007
Beiträge: 1188
Wohnort: Deutschland, Nähe Hannover

BeitragVerfasst am: 21.05.2011 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich teile in jedem Fall Deine Empathie für die achtlos entsorgten kleinen Tiere und finde es gut und sympatisch, daß Du ein Auge und ein Herz dafür hast.
Ich habe auch nur deshalb eingehakt, weil hier - in meinen Augen - zwei grundverschiedene Dinge miteinander verknüpft werden, deren Trennung ich für wichtig halte, weil ansonsten für mich auch keine sinnvolle Auseinandersetzung mit dem Grindwalfang möglich ist. Ich möchte das etwas ausführlicher deutlich machen:

1. Die Krabbenfischerei hinter dem Pferd gehört ebenso wie die frühere Krabbenfischerei mit speziellen Reusen und Kleinbooten, zumeist Ruderbooten, zur vormodernen regionalen Selbstversorger-Wirtschaft. Im Wurster Watt (zwischen Bremerhaven und Cuxhaven) sind etwa die Frauen bis ins 20. Jahrhundert hinein mit langen Handhamen (Schiebenetze) bis ans Weser-Elbe-Fahrwasser oft außer Landsicht zu Fuß hüfttief ins Watt gezogen, um Granat/Krabben zu fangen.
Die leicht verderblichen Krabben kamen ausschließlich in der Küstenregion auf den Tisch, weil sie garnicht über längere Strecken transportiert werden konnten.
Diese traditionelle Krabbenfischerei konnte die Bestände in keiner Weise beeinträchtigen; - die Menschen gehörten einfach zu den unglaublich vielen "Freßfeinden" der Krabben, deren Beute durch die hohe Reproduktion leicht ausgeglichen werden konnte.
Erst mit der Einrichtung der Bahnverbindungen von der Küste ins Hinterland entstand der Wirtschaftszweig der berufsmäßigen Krabbenfischerei; hier war der Übergang von der Selbstversorgung zum profit-orientierten Geschäft. Den entscheidenden Auftrieb bekamen die Watten- und Küstenfischer durch millionenschwere Förderprogramme für den Bau moderner Fischkutter, - um den seemännisch ausgebildeten Nachwuchs für die aufwachsende Marine sicherzustellen. Diesem miltärischen Größenwahn haben wir Wassersportler immerhin einige der interessantesten Kutter-Entwicklungen zu verdanken.

2. Achtlose, vermeidbare und unvermeidbare Grausamkeiten werden sich bei jeder Jagd und Fischerei finden. Aber die entscheidende Frage muß der ökologischen Einordnung gelten. Ohne Grundlagenforschung und -diskussion zu betreiben dürfte ersichtlich sein, daß eine Fischerei, die "Industriefisch" zu Pellets verarbeitet, um damit z.B. Edelfische zu mästen, - mit 16 kg Einsatz wird 1 kg Lachs erzeugt -, sämtliche natürlichen Kreisläufe zerstört. Zu den Hauptkonsumenten dieser industriellen Massenfischerei auf kleine Fische gehören spannenderweise die "Hochleistungs"-Kühe, die nun in einer ökologisch perversen Massenhaltung abgekoppelt vom natürlichen Gleichgewicht in klima-verändernder Weise Methan produzieren. Weltweit wird übrigens mehr Fisch von Tierfreunden mit dem Katzenfutter an ihre Lieblinge verfüttert, als alle Seehunde zusammen vertilgen.
Ich sehe also überhaupt nicht, daß die ökologisch folgenlose traditionelle Fischerei in irgendeiner Weise mit diesem perversen industriellen Raubbau verglichen werden könnte.

3. Es ist nicht der Mensch als Lebewesen, der "immer weiter raubbau an seiner lebensgrundlage betreibt", - es ist vielmehr eine Wirtschaftsform, die vornehmlich vom Profit geleitet wird und alles frißt und zerstört, was sie ausbeuten kann. Das Studium der färöischen Geschichte bietet eindrucksvolle Beispiele für diese Vernichtung: es war die aufkommende Federbetten-Wirtschaft, die die Eiderdaunen als industriellen Rohstoff entdeckte. Als weltweit die Eider-Bestände am erliegen waren und ihre weitere Ausbeutung unwirtschaftlich erschien, wurden die Riesenalke ausgebeutet und in Folge ausgerottet. Auch eine Hannoversche Bettfedern-Firma war in vorderster Linie daran beteiligt gewesen. Jahrtausendelang waren diese Vögel vom "Mensch" pfleglich und ökologisch nachhaltig genutzt worden.
Zur Konsequenz des internationalen industriellen Walfangs im Gegensatz zum traditionellen färöischen muß ich in diesem Forum nichts mehr schreiben.
Aber etwas zu den Papageitauchern: deren Nachwuchs bleibt nicht seit Jahren aus, weil der "Mensch" sie dezimierte, sondern weil ihnen die Futterfische fehlen. Und es ist schon mehr als Chuzpe, wenn eben die Fischereiwirtschaft, die den Nordatlantik leergefischt hat, nun das Klima dafür verantwortlich machen will.

Und bis jetzt habe ich von den synthetischen Pestiziden, mit denen Wirtschaft und Politik wider besseres Wissen die Weltmeere so vergiften, daß Grindwale eigentlich als Sondermüll deklariert werden müßten, noch gar nichts geschrieben. Es war nicht der "Mensch", der das DDT, - nachdem es bei uns endlich verboten worden war -, munter weiter in der "3. Welt" verhökert hat...
_________________
"es ischt beweglich rund um die färörer herrrum"

"Bundin er bátleysur maður"
"Bound is a man who has no boat"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Skellig



Anmeldedatum: 27.03.2010
Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 21.05.2011 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

George hat Folgendes geschrieben:
Ich teile in jedem Fall Deine Empathie für die achtlos entsorgten kleinen Tiere und finde es gut und sympatisch, daß Du ein Auge und ein Herz dafür hast.

ach ja, das klingt jetzt so nach klischee "weibliches mitgefühl". Confused mir geht es einfach darum, wie aggressiv und gefräßig sich unsere zivilisation gegenüber der natur verhält.

da ich immer wieder von seglern höre, dass unmengen toter fische wieder ins meer gekippt werden, weil sie gefangen werden, aber mit der zu geringen größe eigentlich nicht gefangen werden dürfen,
sieht es auch so aus, dass diese ganzen bestimmungen über die beschaffenheit von netzen bisher für die katz sind. mal von dem anderen "zufälligen" beifang ganz abgesehen.

auch in belgien gesehen: jetzt schicken sie hubschrauber los, die aus der luft die größe des fangs kontrollieren. sie seilen dazu auch leute über dem fischer ab.
was für ein sinnloser aufwand, wenn weiterhin alles mögliche gefangen und tot über bord geworfen wird.
so können sich doch keine fischbestände erholen.

übrigens hatte die deutsche bahn vor zwei jahren in ihrer kundenzeitschrift einen sehr kritischen beitrag dazu gebracht, u. a. auch zur industriellen fischzucht.
in tageszeitungen finde ich zu dem thema leider wenig oder nichts.

viele grüße
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Diskussionsforum Färöer Foren-Übersicht -> Natur / Landschaft / Tierwelt Alle Zeiten sind GMT
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB2.de