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Tjaldur (Austernfischer) live

 
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George



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BeitragVerfasst am: 25.05.2011 20:43    Titel: Tjaldur (Austernfischer) live Antworten mit Zitat

Hier ist eine Tjaldur-Webcam. Zwar nicht wirklich in den Färöern, aber dafür Auge in Auge. - Naja, jetzt wo ich das schreibe, hat er/sie? sich gerade umgedreht...
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Skellig



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BeitragVerfasst am: 28.05.2011 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

das kann man wirklich etwas über austernfischer lernen! Razz
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George



Anmeldedatum: 16.12.2007
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BeitragVerfasst am: 28.05.2011 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, diese Webcam-Seite ist auch methodisch von der Dokumentation her gut aufgemacht. Dummerweise sind Austernfischer ja Nestflüchter, und das haben sie heute getan; aber man kann sich den Verlauf über die gespeicherten Fotos noch zurückholen.
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Skellig



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Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 28.05.2011 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

das wäre schade, wenn es so schnell geht. der eine erwachsene vogel scheint noch am nest nach den anderen zu suchen und irgendwie nervös zu sein. eigentlich müsste das paar doch zusammen bleiben.

PS: er war wohl nur nervös an dem tag, als die nestflüchter ihrem namen alle ehre gemacht haben. Wink


Zuletzt bearbeitet von Skellig am 03.06.2011 16:37, insgesamt einmal bearbeitet
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George



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BeitragVerfasst am: 29.05.2011 04:02    Titel: Antworten mit Zitat

Diese Webcam zeigte ja ein Austerfischerpaar, das auf einem Flachdach brütete. Bald nach dem Schlüpfen verlassen die Alten mit den Küken die Nestmulde und auch das Dach. Ähnlich wie bei unseren Stockenten, die gelegentlich auf städtischen Hochhäusern, Balkonen u.ä. brüten, werden die Jungen animiert, über die Kante zu springen. Sie landen i.d.R. heile unten, und wenn sie Katzen, Hunden und Autos entgehen, erreichen sie ihren amphibischen Lebensraum per pedes. Zurück aufs Dach können sie also auf gar keinen Fall. Gelegentliche Besuche am Nest finden sich aber auch bei "Flachland"-Brütern nur selten.

Seit Jahren erobert sich der spezialisierte Küstenvogel auch bei uns in Norddeutschland neue Lebensräume vornehmlich auf städtischen Flachdächern, selbst in Hannover.
Wenn diese Flachdächer aus deckungslosem Kies bestehen, verlassen die Vögel das Dach unmittelba, nachdem die Jungen dazu in der Lage sind. Wenn das Dach teilweise mit Trockenrasen etc. begrünt ist, bleiben sie noch ein paar Tage länger. Vielleicht, weil sie dort fürs Erste etwas Schutz und Insektennahrung finden.
Zugleich gehen die Bestände unseres "Wattenstorchs" an der Küste kontinuierlich zurück. Über die Gründe rätseln die Ornithologen einstweilen noch.

Und ja, Austernfischer sind monogam. Bis auf die, die zwei Weibchen haben...
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Skellig



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Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 30.05.2011 08:04    Titel: Antworten mit Zitat

die chicks sollen die nächsten wochen noch auf dem dach sein. da bin ich angesichts 25 m sprunghöhe erst einmal beruhigt. Wink

die tjaldurs haben wohl eine große fangemeinde.

man könnte meinen, dass das problem mit dem rückgang eher an den kleiner werdenden brutgebieten liegt.
dieses dachbrüten ist ja auch nicht sinnvoll, wenn sie dann erst einmal in städten unten auf der straße landen. Confused
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George



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BeitragVerfasst am: 30.05.2011 11:29    Titel: Antworten mit Zitat

Skellig hat Folgendes geschrieben:
man könnte meinen, dass das problem mit dem rückgang eher an den kleiner werdenden brutgebieten liegt.

Der Austernfischer stellt an der Küste keine besonderen Ansprüche an Brutplätze, außer, daß sie in Strandnähe sein müssen; er brütet auch dreist auf Campingplätzen und an Fußwegen. Tatsächlich ist der Rückgang der Küsten-Population für die Ornithologen ein Rätsel und es gibt keine einfache Erklärung.
Die Klima-Veränderung führt zwar dazu, daß immer mehr der färöischen National-Vögel tatsächlich ganzjährig im Lande bleiben, aber die grundsätzliche Umstellung auf andere Biotope und Ernährungsweisen bei uns erklärt sie nicht.
Brutplätze an der Küste hätte er, die Nahrung im Watt scheint - zwar mit Veränderungen wie derzeit der Einzug der pazifischen Auster - nach wie vor gesichert. Natürliche Feinde hat er - außer gelegentlich einem Sperber - dort nicht.
Vom menschlichen Gesichtspunkt her mag es attraktiver erscheinen, daß der Vogel tagsüber in geregelter Arbeitszeit Regenwürmer aus dem Acker zieht, als daß er an der stürmischen See bei Tag und Nacht im Tiden-Rhytmus mühsam Krabben und Muscheln knacken muß...
Eine ähnliche und noch massenhaftere Eroberung des Binnenlandes kennen wir von der Lachmöve, die früher auch mal "nur" ein Küstenvogel gewesen war.

Wie auch immer, der attraktive Vogel ist jedenfalls für den Beobachter im Binnenland eine Bereicherung.
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George



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BeitragVerfasst am: 30.05.2011 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

Skellig hat Folgendes geschrieben:
man könnte meinen, dass das problem mit dem rückgang eher an den kleiner werdenden brutgebieten liegt.

Der Austernfischer stellt an der Küste keine besonderen Ansprüche an Brutplätze, außer, daß sie in Strandnähe sein müssen; er brütet auch dreist auf Campingplätzen und an Fußwegen. Tatsächlich ist der Rückgang der Küsten-Population für die Ornithologen ein Rätsel und es gibt keine einfache Erklärung.
Die Klima-Veränderung führt zwar dazu, daß immer mehr der färöischen National-Vögel tatsächlich ganzjährig im Lande bleiben, aber die grundsätzliche Umstellung auf andere Biotope und Ernährungsweisen bei uns erklärt sie nicht.
Brutplätze an der Küste hätte er, die Nahrung im Watt scheint - zwar mit Veränderungen wie derzeit der Einzug der pazifischen Auster - nach wie vor gesichert. Natürliche Feinde hat er - außer gelegentlich einem Sperber - dort nicht wirklich.
Vom menschlichen Gesichtspunkt her mag es attraktiver erscheinen, daß der Vogel tagsüber in geregelter Arbeitszeit Regenwürmer aus dem Acker zieht, als daß er an der stürmischen See bei Tag und Nacht im Tiden-Rhytmus mühsam Krabben und Muscheln knacken muß...
Eine ähnliche und noch massenhaftere Eroberung des Binnenlandes kennen wir von der Lachmöve, die früher auch mal "nur" ein Küstenvogel gewesen war.

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Skellig



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BeitragVerfasst am: 03.06.2011 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

sehr putzig. jetzt wandern sie schon wie die eltern auf dem dach umher und bekommen schwarze köpfe. regenwürmer scheinen sehr nahrhaft zu sein.

http://tjeld.uib.no/comments/?sec=20110603185126
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