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"Das Schicksal eines Seemannes" (1934)

 
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 27.07.2011 11:07    Titel: "Das Schicksal eines Seemannes" (1934) Antworten mit Zitat

"Briefwechsel zwischen Berliner und Kopenhagener Polizei

Ein schöner Erfolg der Zusammenarbeit zwischen internationalen Polizeibehörden ist die Aufklärung eines Leichenfundes, der, wie seiner Zeit berichtet, von einem deutschen Fischdampfer in der Nähe von Island gemacht wurde. Die deutschen Seeleute fanden damals die Leiche eines Matrosen, der als einziges Erkennungszeichen einen goldenen Ring mit eingravierten Daten und Zeichen hatte. Da eine Identifizierung zunächst nicht möglich war, wurde die Berliner Kriminalpolizei mit den Nachforschungen betraut. Sie sandte zahlreiche Lichbilder des Ringes, die stark vergrößert waren, an zahlreiche ausländische Polizeibehören und erhielt schießlich die Nachricht, daß auf dem Ring das Stadtwappen von Kopenhagen abgebildet war. Die erste Spur führte zu der Goldwarenfabrik, in der der Ring hergestellt war und von dort aus zu einem Goldschmied auf den Faröer-Inseln. Der Goldschmied konnte sich erinnern, daß er die Gravierung für den dänischen Matrosen Joen Hvitfeldt Petersen von der Insel Sandö ausgeführt hatte. Petersen wurde als Mitglied der Beatzung des Fischkutters "Silver Lining" ermittelt, der im Frühjahr vorigen Jahres unterging.

Der Berliner Polizeipräsident von Levetzow übersandte darauf den Ring an den Vater des ertrunkenen Seemannes. In einem Begleitbrief schrieb er: "Als alter Seemann möchte ich nicht unterlassen, Ihnen als Vater des toten Kameraden von der Handelsmarine mein herzlichstes Beileid zum Ausdruck zu bringen. Wenn Ihr Sohn auch das Seemannsgrab gefunden hat, so wird es Ihnen sicherlich ein Trost sein, auf diesem Wege gewissermaßen noch einen letzten Gruß zu erhalten."

Der Vater antwortete mit einem herzlichen Dankschreiben im Namen der Mutter, der Geschwister und der Braut des Toten. Für die Kopenhagener Polizei sprach der Polizeidirektor dem Berliner Polizeipräsidenten herzlichen Dank für das Interesse und die Teilnahme an diesem Fall aus."

VOSSISCHE ZEITUNG, Nr. 25, Dienstag, 30. Januar 1934, S. 5
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