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Das alljährliche Abschlachten, der Wale und Delfine!!!
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Christian Schöne



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BeitragVerfasst am: 17.07.2014 11:18    Titel: Sea Shepherd hava myndasavn á netinum av føroyingum Antworten mit Zitat

Men, Sea Shepherd heldur ikki bara neiligt um føroyingar - í øllum førum ikki føroysku náttúruna. Sea Shepherd leggur nevnliga regluliga myndir á heimasíðuna flickr.com.

Ein av limunum í Sea Shepherd hevur lagt nógvar vakrar myndir av føroysku náttúruni, føroyingum og annars Sea Shepherd fólki út.

Niðanfyri er ein leinkja til myndasavnið hjá Sea Shepherd:

https://www.flickr.com/photos/eadaoinflynn/sets/72157644901253732/
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joachim



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BeitragVerfasst am: 17.07.2014 20:41    Titel: Lieber Gott, lass es Hirn regnen Antworten mit Zitat

Au Backe, ich hab das ja gerade erst gelesen. Das ist ja noch abgefahrener als ich dachte.

http://www.wdsf.eu/index.php/faeroer-walfang

JO
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Karl Valentin
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 18.07.2014 18:15    Titel: Re: Sea Shepherd hava myndasavn á netinum av føroyingum Antworten mit Zitat

Christian Schöne hat Folgendes geschrieben:


https://www.flickr.com/photos/eadaoinflynn/sets/72157644901253732


Schöne Fotos von Sea Shepherd ;)

In Berlin fand am vorigen Samstag (12.7.) eine "Grindstop-Demo" statt, die von den Nordischen Botschaften über den Potsdamer Platz bis zum Brandenburger Tor führte, wo es eine Abschlusskundgebung mit Gruppenfoto gab. Nach Angaben der Veranstalter sollen daran 600 Menschen teilgenommen haben (kann ich allerdings nicht bestätigen). Fotos & Videos davon gibt es auf der Facebookseite von

Action Fair Play

die ich hier nicht verlinken will. Die organisierten Teilnehmer kamen hauptsächlich aus dem Umfeld von Sea Shepherd Deutschland und der Tierschutzpartei "Mensch Umwelt Tierschutz". Einige Veganer waren auch dabei.
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Anne



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BeitragVerfasst am: 20.07.2014 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

Auf einer färöischen Seite waren auch Fotos. Ich guck mal die Tage, ob ich die wieder finde.
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Anne



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BeitragVerfasst am: 26.07.2014 13:38    Titel: Antworten mit Zitat

joachim hat Folgendes geschrieben:
Da Du gerade vor Ort bist: Sind die wirklich mit 500 (in Worten fünfhundert) Leuten vor Ort und machen so ein TamTam mit lauten Boten, schwarzen Autos und viel Getöse wie auf deren HP angekündigt?

Und wenn ja, wie reagieren die Färinger. (Ich nehme mal an mit gepflegter Ignoranz...)

JO


Also verschiedene Färinger schätzen, daß maximal 50 vor Ort sind, die meisten gehen eher von 20-25 aus. Also weit unter 500.
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 28.07.2014 13:43    Titel: Zeitungsartikel zum Grindwalfang (28.7.) Antworten mit Zitat

Lt. www.genios.de (nur Nachweise, die Texte sind kostenpflichtig)

soll es heute in der Märkischen Allgemeinen (Zeitung)

einen umfangreichen (1.138 Wörter) Artikel zum Färöischen Grindwalfang geben:

Stefan STOSCH:
Dieses Jahr nicht! <= Hauptüberschrift, fett gedruckt>
Walfang - erlaubte Tradition oder eben doch Massenschlachterei?
Auf den Färöer-Inseln im Nordatlantik stehen sich Unweltschützer und Einheimische gegenüber.

Die "MAZ" hat verschiedene Ausgaben. Im Internet ist der Artikel noch nicht zu finden www.maz-online.de
Der Journalist arbeitet übrigens für verschiedene Zeitungen ("HAZ" u.a.).
Ortsangabe zu dem Artikel ist Klaksvík.

Ergänzung (30.7.):
Der ganzseitige Artikel ist auf S. 3 der Märkischen Allgemeinen (= MAZ) Nr. 173, 28. Juli 2014
3 Fotos zum Thema Grindwalfang:
-Blutbad mit Tradition: in Tórshavn, eine Autostunde vom Städtchen Klaksvík entfernt, zeigt ein Vater seinem Sohn, wie man einen toten Grindwal die Zähne entfernt.
-Beim "Grindadráp" werden die Wale erst eingekesselt und anschließend getötet.
-Nils, Umweltschützer und Sea-Shepherd-Aktivist ""wenn es sein muss, werde ich mich zwischen die Messer und die Wale stellen"
+ weitere Fotos "Bedrohlte Giganten in den Weltmeeren"


Zuletzt bearbeitet von u.k. am 30.07.2014 17:05, insgesamt einmal bearbeitet
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Anne



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BeitragVerfasst am: 29.07.2014 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Insgesamt 8 Leute (einschließlich Ortmüller) haben gegen den Grind protestiert. Sie waren vollauf damit beschäftigt, ihre Plakate festzuhalten...

http://aktuelt.fo/3+utlendingar+motmaeltu+grindadrapi+a+karlamagnusarbreyt.html
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 29.07.2014 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Anne hat Folgendes geschrieben:
Insgesamt 8 Leute (einschließlich Ortmüller) haben gegen den Grind protestiert...


Auf Twitter gab es bislang noch keine Erfolgsmeldungen von "JueOrt".

Fotos vom Nationalfeiertag gibt's momentan auf den einschlägigen Seiten u.a.:

www.nordlysid.fo
www.in.fo
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Anne



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BeitragVerfasst am: 29.07.2014 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ortmüller hat eine Statusmeldung gemacht, die mal wieder...nunja, anders ist:

Bannmeile und Einschränkungen bei Grindwaljagd auf Färöer-Inseln - Erfolg für Tierschutz

Anlässlich der ersten offiziellen Demonstration am 29. Juli 2014 in Tórshavn-Hoyvik (Färöer-Inseln) durch die Tierschutzorganisationen ProWal & Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) gegen die alljährliche teilweise tausendfache Abschlachtung von Grindwalen und anderen Delfinarten hatten sich auf der Facebook-Demo-Seite über 90 Personen angemeldet. Nach etlichen verbalen Attacken im Vorfeld der Demonstration in Internetforen wurde von den Veranstaltern aus Sicherheitsgründen beschlossen, dass lediglich die Geschäftsführer Andreas Morlok (ProWal) und Jürgen Ortmüller (Wal- und Delfinschutz-Forum) die Demonstration durchführen. Hunderte Tierschützer begleiteten die Aktion auf Facebook mit ermutigenden Statements.

Die Kundgebung fand am höchsten Nationalfeiertag der Färinger statt. Aus Respekt vor den umfangreichen Feierlichkeiten wurde durch die beiden Organisationen in Kooperation mit der Polizei vereinbart, dass die Veranstaltung außerhalb des Zentrums der Inselhauptstadt an einer Hauptstraße stattfand. Dadurch konnten viele Autofahrer auf die Aktion aufmerksam gemacht werden. Auf mehreren großen Bannern wurde die blutige und grausame Grindwaljagd und in diesem Zusammenhang die Anlandungen deutscher Kreuzfahrtschiffe von AIDA, TUI und Hapag Lloyd scharf kritisiert. Jedoch war kein Färinger trotz vieler Kritik im Vorfeld der Demonstration bereit, sich einem Gespräch mit Morlok und Ortmüller zu stellen.

Die ARD (TV-Sendung Brisant) und die amerikanische Mediengesellschaft Vice Media mit ihren weltweit 30 angeschlossenen Redaktionen hatten jeweils ein Fernsehteam bei der Demonstration vor Ort. In umfangreichen Interviews konnten die beiden Tierschützer auf die Hintergründe der Veranstaltung hinweisen. Die Färöer-Medien hatten bereits im Vorfeld mehrfach über die Forderungen der Tierschützer nach dem Stopp des Grindwalfangs berichtet. Bei den TV-Interviews hatten Ortmüller und Morlok erneut die Gelegenheit, auf die grausamen Schlachtungen und die Gesundheitsgefahren des Walfleischverzehrs gegenüber einer breiten Öffentlichkeit hinzuweisen.

Die dänische Polizei hatte in der Vorwoche anlässlich der Demonstration einen leitenden Polizeiinspektor, dem die gesamte Färöische Polizei unterstellt wurde, abgestellt, um den Schutz bei der Demonstration zu gewährleisten. In einem konstruktiven Gespräch am Vortag der Demo mit den beiden Geschäftsführern der Tierschutzorganisationen teilte der dänische Polizeichef mit, dass nach den jahrelangen Interventionen und Strafanzeigen von WDSF und ProWal vor wenigen Wochen eine gesetzliche Richtlinie für die Färöer-Inseln verabschiedet wurde, die festlegt, dass im Umfeld einer Seemeile nur noch färöische Walfänger mit entsprechender Erfahrung an der Waljagd teilnehmen dürfen. Auch im Ortsbereich einer Walschlachtung sind ab sofort Einheimische und auch ihre Kinder sowie Touristen ausgeschlossen. Die Bereiche werden zukünftig weiträumig abgesperrt. Medien dürfen weiterhin über die Abschlachtungen berichten. Die beiden Tierschützer werten die neuen einschränkenden Regelungen der Grindwaljagd als weiteren Erfolg ihrer jahrelangen Interventionen.

Da die allgemeine Öffentlichkeit zukünftig keine Teilnahmemöglichkeit mehr zu einer Schlachtung haben wird, wurden bereits im Frühjahr durch hilfreiche Aktivisten der beiden Organisationen in mehreren Walfangbuchten Überwachungskameras installiert, um eventuell stattfindende Abschlachtungen der Grindwale zu dokumentieren.

Bisher konnten sich Einheimische und Touristen in Listen eintragen, um an einer Walschlachtung partizipieren zu können. Kinderfotos mit abgeschlachteten Grindwalen werden zukünftig der Vergangenheit angehören. ProWal und WDSF hatten immer wieder die Teilnahme von Kindern an den grausamen Abschlachtungen kritisiert und werten die gesetzliche Grundlage als weiteren Erfolg.

Nachdem im letzten Jahr dank einer Facebook-Aktion durch viele Teilnehmer gegenüber dem 4-Sterne-Hotel Hafnia in Tórshavn erreicht werden konnte, dass das Hotel-Management zugesagt hatte, das bisherige Grindfleisch-Angebot im Hotel-Restaurant zu stoppen, überprüften Morlok und Ortmüller jetzt die bisherige Zusage des Hotels. Dabei wurde festgestellt, dass das Hotel seine Zusage eingehalten hat und definitiv kein Grindwalfleisch mehr im Angebot hat. Auch bei den Feierlichkeiten anlässlich des Nationalfeiertages erbrachte eine Überprüfung, dass im gesamten Stadtbereich kein Grindwalfleisch an den Verkaufsständen angeboten wurde. Ebenso wurde das bisherige Angebot auf den Fischmarktständen im Hafenbereich gestoppt. Nur noch im Restaurant Marco Polo in Tórshavn steht das Grindwalfleisch ohne jegliche Warnhinweise auf die Kontaminierung auf der Speisekarte zu einem Preis von umgerechnet etwa 45 Euro.

Der renommierte Färöer-Wissenschaftler Pál Weihe und der Färöer-Chefarzt Hogni Joensen hatten im Juli 2012 veröffentlicht, dass Grindwale aufgrund der hohen Kontaminierung mit Umweltgiften, wie Quecksilber und PCB, nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Frühere Empfehlungen beschränkten sich lediglich auf die Reduzierung des Walfleischkonsums durch Schwangere und Kinder. In mehreren persönlichen Gesprächen mit Färingern konnten sich Jürgen Ortmüller und Andreas Morlok davon überzeugen, dass die Warnung offenbar durchaus ernst genommen wird.

Auf politischer Ebene werden die beiden Organisationen zukünftig die dänischen Regierungsbehörden noch intensiver einbeziehen, um die Delfintreibjagden gänzlich verbieten zu lassen. Nach Aussage des dänischen Polizeichefs gegenüber Morlok und Ortmüller hätte die dänische Regierung die rechtliche Handhabe zur Beendigung des Grindwalfangs.

Quelle:
https://www.facebook.com/delfinschutz
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joachim



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BeitragVerfasst am: 29.07.2014 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Portal FO berichtet auch, heute, 29.07 sogar als Aufmacher genüsslich über den 3-Mann Protest. (Zu sehen sind nur zwei)

http://aktuelt.fo/myndir+fra+3manna+motmaelinum.html

Macht ja auch Sinn als Demonstrant seine Forderungen in einer Fremdsprache auf die Laken zu schreiben. Oder sollen die Kannibalen - äääh Wikinger - also die Färinger nun alle Deutsch lernen.

So wie es aussieht standen sie irgendwo in der Pampas. Was soll's, schadet ja keinem.


JO

@Anne: Danke für das FB Zitat, ich hab hier FB auf meinem Rechner geblockt und kann solche Highlights nicht lesen.

Ich frage mich nur, wo sind denn die von einem extra aus Kopenhagen eingeflogenen Polizeichef "eingenordeten" Polizisten zum Schutz der Demo?

Schickt die Nato auch U-Boote?
Wo bleiben die Seals?
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Karl Valentin
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 30.07.2014 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

Anne hat Folgendes geschrieben:
Ortmüller hat eine Statusmeldung gemacht, die mal wieder...nunja, anders ist:

Bannmeile und Einschränkungen bei Grindwaljagd auf Färöer-Inseln - Erfolg für Tierschutz

Anlässlich der ersten offiziellen Demonstration am 29. Juli 2014 in Tórshavn-Hoyvik [...]

Quelle:
https://www.facebook.com/delfinschutz


Diese Pressemitteilung hat "JueOrt" noch gestern abend auch auf Twitter verbreitet und sie wurde dort von einigen "Presseportalen" retweeted.
Mal in den nächsten Tagen sehen, ob auch Zeitungen über die Aktion berichten.
Der ganzseitige Artikel in der Märkischen Allgemeinen am 28. Juli (s.o.) war eigentlich ziemlich sachlich.
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Christian Schöne



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BeitragVerfasst am: 30.07.2014 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Artikel in der Märkischen Allgemeinen Zeitung
@ u.k.
Kannst Du den Artikel hier einmal einstellen oder gibt es einen Link dazu?

In der Ostsee-Zeitung vom 26./27.07.2014 wurde nachstehender Artikel veröffentlicht:

Erlaubte Tradition oder Massenschlachterei?
Auf den Färöer Inseln stehen sich in diesem Sommer Umweltschützer und Einheimische gegenüber.

Klaksvik - Klaksvik ist kein besonders auffälliger Ort im Norden der Färöer Inseln. Für Nils aber ist dieser Strand ein Ort des Schreckens: „Wo wir stehen, ist über die Jahre das Blut von Tausenden von Walen geflossen", sagt der 27-jährige Hamburger.
Man kennt die Bilder, die Nils im Kopf hat. Sie spielen sich ab auf dieser zu Dänemark zählenden Inselgruppe im Nordatlantik, die zwischen Großbritannien, Island und Norwegen liegt. Färöer heißt übersetzt „Schafsinseln", das klingt irgendwie harmonisch. Doch die Er-eignisse hier sind es nicht. Männer in Neoprenanzügen stehen bis über die Hüfte in blutig-rotem Wasser, bewaffnet mit Seilen, Haken, Messern. Zwischen ihnen wälzen sich die Leiber von bis zu sieben Meter langen Grindwalen, tote Tiere liegen mit halb abgetrennten Köpfen in Reih und Glied am Ufer. Auf jeden lebenden Wal, der mit einem Metallhaken im Atemloch an Land gezogen wird, sticht einer der Männer mit einem speziellen Messer ein. Er zielt auf eine bestimmte Stelle des Rückenmarks. Trifft er, stirbt der Säuger sofort.
„Grindadráp" nennen die Färöer die Jagd, die immer wieder einen regelrechten Volksauflauf auslöst. Leicht werden dabei mehr als 100 Tiere an einem Tag getötet. Im Vorjahr starben insgesamt weit mehr als 1000.
Damit sich ähnliche Schauspiele nicht wiederholen, will Nils von nun an den ganzen Sommer lang an den Stränden patrouillieren - zusammen mit mehr als 500 anderen Freiwilligen aus insgesamt 27 Nationen. Sie alle tragen schwarze Pullover mit einem martialischen Totenkopflogo plus Dreizack und Hirtenstab, sie alle sind Sea-Shepherd-Aktivisten.
Die Naturschutzorganisation, die weltweit für die Ozeane kämpft, hat die Kampagne „GrindStop 2014" ausgerufen. Mit Motorbooten und Wohnwagen zeigen die Meeres-Hirten vier Monate lang Präsenz auf den Inseln. Jeder der mehr als 20 Strände, die die Färöer Behörden für die Waltötungen freigegeben haben, wird von ihnen überwacht.
Warum lassen die Färöer alles stehen und liegen und springen in ihre Boote, sobald sich Wale zeigen? Warum riskieren sie es, für ein paar Tonnen dunkles Fleisch international geächtet zu werden - wie die Japaner, die in der Bucht von Taiji Delfine abschlachten? Anderswo werden gestrandete Wale tagelang gepflegt und ins Meer zurückbugsiert, hier werden sie mit Motorbooten ins seichte Wasser getrieben und in Serie umgebracht.
Viele der 50 000 Färöer sehen das als traditionellen Nahrungserwerb. Bis ins 16. Jahrhundert gehen die Bücher zurück, in denen die Tötungen aufgelistet werden. Die Wale würden nicht gesucht, aber wenn sie sich der Küste näherten, als „Gottesgeschenk" angenommen. Das Fleisch werde nicht verkauft, sondern an die Bevölkerung verteilt. Und wer über das viele Blut erschrecke, solle sich in einem Schlachthaus für Schweine oder Puten umschauen. Zu den ge-fährdeten Arten gehört der Grindwal nicht: Der Bestand im nördlichen Atlantik wird auf über 100 000 Tiere geschätzt.

S. Stosch
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 30.07.2014 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

Christian Schöne hat Folgendes geschrieben:
Artikel in der Märkischen Allgemeinen (MAZ)
@ u.k.
Kannst Du den Artikel hier einmal einstellen oder gibt es einen Link dazu?

In der Ostsee-Zeitung vom 26./27.07.2014 wurde nachstehender Artikel veröffentlicht:

Erlaubte Tradition oder Massenschlachterei?
Auf den Färöer Inseln stehen sich in diesem Sommer Umweltschützer und Einheimische gegenüber.

Klaksvik - [...] Klaksvik ist kein besonders auffälliger Ort im Norden der Färöer Inseln. Für Nils aber ist dieser Strand ein Ort des Schreckens: „Wo wir stehen, ist über die Jahre das Blut von Tausenden von Walen geflossen", sagt der 27-jährige Hamburger.
Man kennt die Bilder, die Nils im Kopf hat. Sie spielen sich ab auf dieser zu Dänemark zählenden Inselgruppe im Nordatlantik, die zwischen Großbritannien, Island und Norwegen liegt. Färöer heißt übersetzt „Schafsinseln", das klingt irgendwie harmonisch. Doch die Er-eignisse hier sind es nicht. Männer in Neoprenanzügen stehen bis über die Hüfte in blutig-rotem Wasser, bewaffnet mit Seilen, Haken, Messern. Zwischen ihnen wälzen sich die Leiber von bis zu sieben Meter langen Grindwalen, tote Tiere liegen mit halb abgetrennten Köpfen in Reih und Glied am Ufer. Auf jeden lebenden Wal, der mit einem Metallhaken im Atemloch an Land gezogen wird, sticht einer der Männer mit einem speziellen Messer ein. Er zielt auf eine bestimmte Stelle des Rückenmarks. Trifft er, stirbt der Säuger sofort.
„Grindadráp" nennen die Färöer die Jagd, die immer wieder einen regelrechten Volksauflauf auslöst. Leicht werden dabei mehr als 100 Tiere an einem Tag getötet. Im Vorjahr starben insgesamt weit mehr als 1000.
Damit sich ähnliche Schauspiele nicht wiederholen, will Nils von nun an den ganzen Sommer lang an den Stränden patrouillieren - zusammen mit mehr als 500 anderen Freiwilligen aus insgesamt 27 Nationen. Sie alle tragen schwarze Pullover mit einem martialischen Totenkopflogo plus Dreizack und Hirtenstab, sie alle sind Sea-Shepherd-Aktivisten.
Die Naturschutzorganisation, die weltweit für die Ozeane kämpft, hat die Kampagne „GrindStop 2014" ausgerufen. Mit Motorbooten und Wohnwagen zeigen die Meeres-Hirten vier Monate lang Präsenz auf den Inseln. Jeder der mehr als 20 Strände, die die Färöer Behörden für die Waltötungen freigegeben haben, wird von ihnen überwacht.
[Millionen Menschen bewundern die Tierschützer ...]
Warum lassen die Färöer alles stehen und liegen und springen in ihre Boote, sobald sich Wale zeigen? Warum riskieren sie es, für ein paar Tonnen dunkles Fleisch international geächtet zu werden - wie die Japaner, die in der Bucht von Taiji Delfine abschlachten? Anderswo werden gestrandete Wale tagelang gepflegt und ins Meer zurückbugsiert, hier werden sie mit Motorbooten ins seichte Wasser getrieben und in Serie umgebracht.
[Was die Umweltschützer als archaisches Abschlachten ... brandmarken, sehen]
Viele der 50 000 Färöer sehen das als traditionellen Nahrungserwerb. [...] Bis ins 16. Jahrhundert gehen die Bücher zurück, in denen die Tötungen aufgelistet werden. Die Wale würden nicht gesucht, aber wenn sie sich der Küste näherten, als „Gottesgeschenk" angenommen. Das Fleisch werde nicht verkauft, sondern an die Bevölkerung verteilt. Und wer über das viele Blut erschrecke, solle sich in einem Schlachthaus für Schweine oder Puten umschauen. [...] Zu den ge-fährdeten Arten gehört der Grindwal nicht: Der Bestand im nördlichen Atlantik wird auf über 100 000 Tiere geschätzt.
[Den Sea-Shepherd-Aktivisten Nils kann das nicht überzeugen ...
Nils war auch schon ... in japanischen Taiji dabei, ...
Bislang ist es bei zerkratzten Sea-Shepherd-Wagen ... geblieben. ...
Zumindest offiziell haben die Behörden keinen Fangstopp verkündet. ...
...]

S. Stosch


Der Artikel in der Ostsee-Zeitung ist stark gegenüber dem in der MAZ gekürzt. Die Anfänge einiger Abschnitte und Auslassungen habe ich in [ ] ergänzt, es folgen aber noch ca. 7 weitere am Ende des Artikels.

In der OZ gekürzt wurden hauptsächlich die Erklärungen des "35-jährigen Andreas, der als Lastwagenfahrer, Nachtwächter und Touristenführer arbeitet" und der "die Kritik am Walfang ... nicht nachvollziehen" kann, weitere Ausführungen über die Aktionen von Sea-Shepherd und u.a. die Warnungen färöischer Ärzte vor dem regelmäßigen Verzehr von Grindwalfleisch.

Der Artikel ist m.E. in der ausführlicheren MAZ-Version ausgewogener.

@Christian: Ich habe den Artikel, kann ihn aber leider nicht hier hereinstellen. Link habe ich leider auch noch nicht gefunden.
Gruß aus Berlin
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joachim



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BeitragVerfasst am: 30.07.2014 20:27    Titel: Pamela kommt: Man ist nirgenswo mehr sicher... Antworten mit Zitat

Auf den färöischen Seiten geht es heute (30.07) ja nur noch darum, dass Pamela kommt.

Macht Sinn, mehr Plastik und PVC als die haben sämtliche von Ortmüller persönlich adoptierten Wale auch nicht.

JO
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Klaus



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BeitragVerfasst am: 30.07.2014 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Diese ganzen Walschutzaktionen haben in meinen Augen nichts mehr mit Walschutz zu tun sondern nur noch mit Profilierung und Selbstdarstellung der Oberwalschützer. Rolling Eyes
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Leben heißt, mehr Träume in seiner Seele zu haben, als die Realität zerstören kann.

Leef nu, niet later!
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