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BROT (von Páll Nolsøe)

 
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Mykines



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BeitragVerfasst am: 02.11.2016 12:22    Titel: BROT (von Páll Nolsøe) Antworten mit Zitat

In den letzten 6 Wochen habe ich mir die Mühe gemacht, den Ende 2013 erschienen 463-Seiten-Krimi BROT (von Páll Nolsøe) mit Hilfe von Wörterbüchern und viel Geduld auf Färöisch zu lesen. Leider gibt es außer den wenigen auf Deutsch, aber häufiger auf Dänisch erschienen Werken von Jógvan Isaksen kaum Kriminalromane, die auf den Färöer Inseln spielen. Interessant ist so gesehen auch der geplante Dreiteiler des Briten Chris Ould, von dem der zweite Band nun im Frühjahr in englischer Sprache folgen soll.

Ich war jedenfalls dankbar, von BROT gehört zu haben und mir das Buch von jemandem aus dem Urlaub mitbringen lassen zu können. Der Titel würde in deutscher Sprache wohl einfach „Verbrechen“ heißen. Das Buch hat mich sehr beeindruckt – und das nicht nur wegen der färöischen Schauplätze! Der ein oder andere Einheimische bezeichnet es als etwas langatmig, u.a. weil einige der Charaktere sehr genau vorgestellt werden und dadurch die Spannungskurve hier und da etwas abebbt. Aber genau das gibt auch Einblick in die färöische Mentalität und lässt sowohl die einzelnen Figuren wie auch das Zusammenspiel der färöischen und dänischen Polizei äußerst authentisch wirken. Vor allem die Person des Hauptermittlers Einar Meyer und dessen problematische Entwicklung während der nervenaufreibenden Ermittlung wird sehr, sehr stark und überzeugend dargestellt. Auch viele der anderen Mitwirkenden, die alle so ihre Geschichte bzw. Probleme haben, erscheinen glaubhaft und realitätsnah. Tiefen Einblick in die Seele eines Psychopathen gewähren dagegen die Gedankenstränge eines Unbekannten, der auf den Inseln sein Unwesen treibt und die Polizei mit seinen brutalen Straftaten bzw. selbstformulierten Zielen schier zur Verzweiflung bringt. Dieser Blickwinkel scheint auch das Hauptanliegen des Verfassers zu sein, soweit ich es aus einem Interview mit ihm, das im November 2013 im färöischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, verstehe. Einzigartig wird der Roman jedoch durch das Finale, das sich deutlich von den üblichen Stories dieses Genres unterscheidet.

Ich wünschte, BROT würde irgendwann einmal in deutscher Sprache vorliegen, denn dieses Buch verdient einfach eine größere Leserschar als sie ihm der färöische Sprachraum bieten kann!
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