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Rosige färöische Handballzukunft?

 
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Mykines



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BeitragVerfasst am: 26.08.2022 21:00    Titel: Rosige färöische Handballzukunft? Antworten mit Zitat

Rosige färöische Handballzukunft?

Vor knapp 5 Monaten konnten wir uns alle selbst überzeugen: Der färöische Herrenhandball steht möglicherweise am Anfang eines goldenen Zeitalters. Am 13. und 16. April trafen die Färöer in den zwei entscheidenden Play-Offs zur WM-Teilnahme 2023 auf Deutschland. Schon in 2021 hatten die Insulaner auf sich aufmerksam gemacht, als die bisher eher als Kanonenfutter wahrgenommene Handballnation, die bis dahin noch kein einziges internationales Qualifikationsspiel gewinnen konnte, Tschechien besiegte und nur haarscharf die EM 2022 verfehlte.

Wenn man aber genauer hinsieht, dann überraschten die Färöer bereits vor 5 Jahren mit der WM-Teilnahme ihrer U21 in Algerien, wo diese immerhin die Gruppenphase überstand und ins Achtelfinale einzog, in dem sie nur knapp an Frankreich scheiterte. Die damals schon als Helden gefeierten Jungs sind inzwischen erwachsen geworden und treiben mittlerweile auch ihre A-Nationalmannschaft nach vorne. Zwar reichte es gegen Deutschland noch nicht zum Weiterkommen (26-34 in Kiel und 27-33 in Tórshavn), aber die 16-15 Pausenführung beim Heimspiel auf den Färöern vor ausverkauftem Haus erregte dennoch ein gewisses Aufsehen. Der auffälligste färöische Spieler war der damals erst 19 Jahre alte Elias Ellefsen á Skipagøtu, der in diesen beiden Spielen insgesamt 14 Tore erzielte.

Diese erfreuliche Entwicklung ist nun aber keineswegs beendet. Ganz im Gegenteil. Angetrieben von eben diesem Elias Ellefsen á Skipagøtu, dessen erst 17-jährigem Vetter Óli Mittun sowie dem erfolgreichsten Torschützen West av Teigum landete die färöische U20 bei der im Juli in Portugal ausgetragenen EM 2022 auf einem hervorragenden 10. Platz und qualifizierte sich damit automatisch für die im kommenden Jahr stattfindende U21-WM in Deutschland. Glorreicher Höhepunkt war der 33-32 Auftaktsieg gegen den weitaus höher eingeschätzten großen Bruder aus Dänemark.

Vielleicht noch erfolgreicher verlief die kürzlich von Montenegro ausgerichtete U18-EM. Denn dort hat sich in Person des bereits erwähnten Óli Mittuns ein wahres Ausnahmetalent herauskristallisiert. Mit insgesamt 80 Treffern (19 mehr als der Zweitplatzierte!) avancierte er nicht nur zum Torschützenkönig, sondern er wurde gleich auch zum „wertvollsten Spieler des Tourniers“ gewählt. Sein Trainer bezeichnete den 17-jährigen als „einen Spieler, wie wir ihn sehr selten sehen“. Am Ende hat es für die Färöer zu einem hervorragenden 9. Platz gereicht. Wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn sie nicht bereits in der Gruppenphase gegen die beiden späteren Finalisten hätten spielen müssen und ihnen so als Tabellendritter „nur“ die Platzierungsspiele der insgeamt 8 Ausgeschiedenen blieben? Diese meisterten sie jedoch ganz souverän und beendeten das Tournier als neuntbestes Teams Europas. Wie so viele andere färöische Nationalspieler ist inzwischen auch Óli Mittun auf dem Weg ins Ausland, wo er in der kommenden Saison gemeinsam mit seinem Vetter bei dem schwedischen Topclub und jahrelangem Champions-Leauge-Teilnehmer IK Sävehof unter Vertrag stehen wird. Elias Ellefsen á Skipagøtu ist sogar ab 2023 beim THW Kiel im Gespräch.

Ja, lasst uns diese großartige Ausgangsposition einmal weiterspinnen. Was ist, wenn demnächst die größten Talente aus der U20 und U18 zusammen mit den Etablierten in der A-Nationalmannschaft spielen werden? Eine WM- oder EM-Teilnahme scheint tatsächlich in Reichweite. Ach, was wäre das eine tolle Sache für diese sportbegeisterte Nation! Die nächste EM-Qualifikation beginnt übrigens am 12.10.2022.

Und damit noch nicht genug: Auch der färöische Damenhandball ist auf dem Vormarsch, wie der 19. Platz bei der diesjährigen unter 32 Teilnehmern ausgetragenen U18-WM in Nordmazedonien belegt. Góða eydnu, Føroyar! Viel Erfolg, Färöer! 🇫🇴
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