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Verfolgung und Repressionen gegen Homosexuelle
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Matthias2



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BeitragVerfasst am: 31.10.2006 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

Kannst du vielleicht kurz zusammenfassen, worum es in dem olivant.fo-Artikel geht und auf welche Stelle du anspielst?
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Arne



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BeitragVerfasst am: 31.10.2006 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, sorry:

Zitat:
Rasmus Rasmussen verður ikki við Makrel, tá bólkurin hetta vikuskiftið luttekur á Nordatlantisk Musikferstival í Keypmannahavn, í hansara stað kemur Uni R. Debess.
Rasmus Rasmussen var eftir álopið herfyri og drápshóttanirnar, ið komu eftir hetta, innlagdur á psykiatrisku deild og fær tí ikki spælt á stóru konsertini hjá Makrel á Útnorður Tónleikafestivalinum í Keypmannahavn.


Deutsch

Zitat:
Rasmus Rasmussen wird nicht mit bei Makrel sein, wenn die Gruppe dieses Wochenende am Nordatlantischen Musikfestival in Kopenhagen teilnehmen wird. An seiner Stelle kommt Uni R[einert] Debess.
Rasmus Rasmussen war nach dem Angriff neulich und den Morddrohungen, die danach kamen, in die psychiatrische Abteilung eingewiesen worden und wird deshalb nicht auf dem großen Nordwest-Musikfestival in Kopenhagen spielen.


Weiter:

Zitat:
Rasmus Rasmussen var á AME tiltakinum í Norðurlandahúsinum í fyrra árið valdur til Føroya besta gittarleikara, og hansara leiklutur í Makrel er sera stórur. Sum sangskrivari og sum alt-umfevnandi partur av ljóðmyndini er ótrúliga ringt at ímynda sær Makrel uttan Rasmus. Men hetta vikuskiftið verður hetta altso veruleiki, tá Crawling Blue oddamaðurin Uni R. Debess skal royna at fylla holið eftir Rasmus í Makrel.


Deutsch:

Zitat:
Rasmus Rasmussen war auf dem A[tlantic]M[usic]E[vent] im Haus des Nordens letztes Jahr zum besten Gitarristen der Färöer gewählt worden, und seine Rolle bei Makrel ist sehr groß. Als Songschreiber und allumfassender Teil des Sounds, ist es unglaublich schwer, sich Makrel ohne Rasmus vorzustellen. Aber dieses Wochenende wird es also Wirklichkeit, wenn der Crawling-Blue-Vormann Uni R. Debess die Lücke füllen muss, die Rasmus bei Makrel hinterlassen hat.


Weiter geht es darum, dass Rasmus schon vor zwei Wochen gesagt hat, dass Uni ihn vertreten soll, und dass Uni freie Hand hat, seinen Stil zu spielen, solange er der Grundmelodie folgt. Das wird dann wiederum als sehr spannend und quasi als Glück im Unglück gesehen (muss ja auch, da Uni Debess wirklich ein sehr guter Musiker ist, der ja auch den Prix 2005 gewann).
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Arne



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BeitragVerfasst am: 31.10.2006 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Makrel gibt es natürlich im Internet:

www.myspace.com/makrel
www.makrel.net
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Arne



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BeitragVerfasst am: 31.10.2006 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Der Nordische Rat wird aktiv:

http://www.norden.org/webb/news/news.asp?id=6463&lang=6 (auf Englisch)

Die Nordische Jugend zieht nach:
http://www.norden.org/webb/news/news.asp?id=6467&lang=6 (auch auf Englisch)
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Erik



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BeitragVerfasst am: 01.11.2006 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Tageszetung Politikens Satire!

http://politiken.dk/ats/article193332.ece
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d.w.



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BeitragVerfasst am: 02.11.2006 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ist also das Färöerforum auch schon auf den Seiten der färöischen Tageszeitung SOSIALURIN gelandet. In der Ausgabe Nr. 206 vom 27. Oktober 2006, habe ich auf S.6 folgenden Artikel gefunden:

„Boykott av føroyskum vørum kann gerast veruleiki
Á týska kjakforuminum „Das Forum für Freunde der Färöerinseln“ skrivar ein av gestunum, at hann so ikki ætlar sær til Føroyar aftur eins og hann áður hevur verið, nú hann er vorðin greiður yvir hvørja støðu Føroyar hevur til samkynd. Somu hugsan vísir ein samkyndur dani í læsarabrævi í føroysku bløðunum. Hetta eru tyey dømi um boykott av Føroyum fyri støðuna hjá Føroya Løgtingi mótvegis rættinum at gera mismun vegna kynsliga sannføring. Men hetta er møguliga bert byrjanin. Tí í Danmark fyrireika fólk eitt boykott av ferðum til Føroyar og av føroyskum vørum, um Løgtingið velur at havna uppskotið um at tryggja samkynd móti mannamuni.
Sambært føroyska blaðmanninum Fróða Holm Knudsen, eru Føroyar í vanda fyri einum figgjarligum smeiti, velur Føroya Lógting ikki at tryggja symkynd móti mannamuni. Hann er ikki sjálvur við at skipa fyri boykotti, men hann sigur at fólk í Danmark ætla sær at skipa fyri einum stórum boykotti.
Fróði Holm Knudsen, ið sjálvur er samkyndur vísir á, at við alnetinum er møguleikin fyri at tílík boykott breiða seg skjótt, og tí heldur hann, at hetta er eitt mál ið føroyingar eiga at taka í størsta álvara.“

Übersetzung:
„Boykott färöischer Waren kann Realität werden
Im deutschen Diskussionsforum „Das Forum für Färöerfreunde“ schreibt einer der Gäste, dass er also nicht wieder auf die Färöer reisen möchte, wie er es früher getan hat, nachdem ihm jetzt klar geworden sei, welche Einstellung die Färöer gegenüber Homosexuellen haben. Denselben Gedanken äußert ein dänischer Homosexueller in einem Leserbrief in färöischen Zeitungen. Das sind zwei Beispiele für einen Boykott der Färöer wegen der Haltung des Lögtings der Färöer gegenüber dem Recht zur Diskriminierung wegen geschlechtlicher Überzeugung. Aber das ist möglicherweise erst der Anfang. Denn in Dänemark bereiten Leute einen Boykott von Reisen zu den Färöern und von färöischen Waren vor, wenn das Lögting sich dafür entscheidet, den Gesetzesvorschlag zum Schutz der Homosexuellen gegen Diskriminierung zu verwerfen.
Laut einem färöischen Journalisten, Fróði Holm Nielsen, laufen die Färöer Gefahr, einen finanziellen Schock zu erleiden, wenn das Lögting der Färöer sich nicht dafür entscheidet, die Homosexuellen gegen Diskriminierung zu schützen. Er selbst ist nicht an der Organisation des Boykotts beteiligt, aber er sagt, dass Leute in Dänemark planen, einen großen Boykott zu organisieren.
Fróði Holm Knudsen, der selbst Homosexueller ist, weist darauf hin, dass mit dem Internet die Möglichkeit besteht, dass ein derartiger Boykott sich schnell ausbreitet, und deshalb meint er, dass dies eine Angelegenheit ist, welche die Färinger außerordentlich ernst nehmen müssen.“

Dazu möchte ich dreierlei bemerken:

Erstens: Im färöischen Text ist leider an einer Stelle die erforderliche Sorgfalt bei der Formulierung wieder einmal dem Stress des journalistischen Arbeitsalltags zum Opfer gefallen. In der sechsten Zeile (in der deutschen Übersetzung Zeile 7) meinte der Verfasser mit dem Wort „rættur“, das „Gericht“ und auch „Recht bedeuten kann, sicher nicht, dass auf den Färöern ein legales Recht besteht, Homosexuelle zu diskriminieren. Wenn der Verfasser das Wort „rættur“ weggelassen hätte, wäre die Aussage klarer.

Zweitens: Hoffentlich ist uns allen hier im Färöerforum bewusst, dass man auf den Färöern alles, was im Ausland bezüglich der Färöer und der Färinger gesagt, geschrieben und getan wird, mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Das gilt natürlich erst recht für ein Diskussionsforum, das sich „Das Forum für Färöerfreunde“ nennt.
Wenn wir also einen Beitrag im Färöerforum schreiben, sollten wir immer daran denken, dass dieser Beitrag auch auf den Färöern gelesen wird. Es gibt genug Färinger, die so viel Deutsch verstehen.
Es gibt eine banale Weisheit, die das Zusammenleben von uns Menschen wesentlich erleichtern könnte, wenn wir sie nicht so oft vergäßen: „Erst denken und dann reden bzw. schreiben!“. Ich hoffe, dass uns das künftig noch bewusster wird.

Drittens: Neulich schrieb ich im Forum zu der internationalen Debatte über die Situation der Homosexuellen auf den Färöern: „Fehlt eigentlich nur noch, dass jetzt auch zum Boykott aufgerufen wird“. Nun haben wir's also. Ich frage mich: „Wenn ich mich Färöerfreund nennen will, - und das will ich – kann ich dann mitmachen bei Boykottaufrufen gegen die Färöer?“ Meine Antwort ist: „Nein!“. Warum? Ich fühle mich solidarisch mit den färöischen Freunden, die selber gegen die verbohrte Einstellung mancher Landsleute gegenüber den Homosexuellen ankämpfen. Wenn ich hier für einen Boykott gegen die Färöer eintrete, dann ist das für die färöischen Freunde keine Hilfe, sondern damit falle ich ihnen in den Rücken!
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 02.11.2006 19:41    Titel: Boykott ? Antworten mit Zitat

Da hatte hier ein neuangemeldetes Mitglied mit nur einem Beitrag eine große Klappe. Zum Boykott färöischer Waren wegen des Grindwalfangs wurde seit mehr als 20 Jahren von (teilweise sogenannten) Tierschutzverbänden aufgerufen und was ist passiert ? Nuscht ! Die Färinger haben es überlebt. Drohungen bringen halt nichts !
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Arne



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BeitragVerfasst am: 02.11.2006 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Nun kann man wohl kaum den Grindwalfang mit Menschenrechtsverletzungen auf eine Stufe stellen.
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d.w.



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BeitragVerfasst am: 02.11.2006 22:14    Titel: Antworten mit Zitat

In der Nacht zum 27.Oktober habe ich im Färöerforum in der Abteilung „Politik und Wirtschaft“ angeregt, dass wir „uns mit einer Stellungnahme zu Wort melden“, in der es um die Situation der Homosexuellen auf den Färöern und den Gesetzesvorschlag gegen ihre Diskriminierung gehen sollte. Diese Stellungnahme sollte von allen unterschrieben werden, die damit einverstanden seien. Ich hatte mich auch erboten, den Text ins Färöische zu übersetzen. Wenige Stunden später, um 7.44 Uhr des gleichen Tages (!), stand bereits ein erster Textvorschlag im Forum, den Arne verfasst hatte. Dafür möchte ich mich hier bei ihm ausdrücklich bedanken.
Allerdings, ich finde, dass der Text für eine Stellungnahme, bzw. einen Aufruf noch viel zu lang ist und dass er sich in die Diskussion über verschiedene Gesichtspunkte verzettelt. Als Aufruf müsste ein solcher Text sich im wesentlichen an eine Zielgruppe richten, in diesem Fall die Lögtingsmitglieder (was am Ende von Arnes Text auch zutrifft), und er müsste sich auf eine kurze Diskussion bzw. Erläuterung eines einzigen Gesichtspunkts beschränken. Man kann in einem solchen Text nicht gut in einer Art Rundumschlag alle möglichen Gesichtspunkte streifen und dabei verschiedene Zielgruppen ansprechen. Z.B. erscheint es mir sinnlos, in einem solchen Text das Problem der Stellung der Bibel zur Homosexualität anzuschneiden. Das ist ein Seiten und Abende füllendes Thema, und gerade auf den Färöern die allerhärteste Nuss, die es zu knacken gilt.
Ein ganz wichtiger Gesichtspunkt ist nach meiner Meinung der, dass die Gesetzgebung der Färöer, also das Lögting, dafür zu sorgen hat, dass a l l e färöischen Bürger in Ruhe und Frieden leben können, und die Frage, welches Bild von den Färöern man wohl im Ausland gewinnt, wenn sich das Lögting dieser Aufgabe verweigert.
Leider kam ich aus Zeitmangel nicht dazu, gleich einen alternativen Textentwurf zu schreiben und hier im Forum zur Diskussion zu stellen.

Als ich dazu aufforderte, den Entwurf einer Stellungnahme zu verfassen, war mir noch nichts von dem Aufruf der acht färöischen Frauen , „Derjenige, der schweigt, stimmt zu!“, bekannt, den ich am 29. Oktober in der Abteilung „Aktuelle Ereignisse“im Wortlaut vorgestellt habe.
Dieser Aufruf, obwohl er sich an die Färinger wendet, entspricht inhaltlich ungefähr meinen Vorstellungen. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, den Plan zu einer Stellungnahme der Forumsteilnehmer nicht weiter zu verfolgen, sondern die Initiative der acht Frauen zu unterstützen. Also habe ich gestern den Initiatorinnen eine Mail gesandt und mitgeteilt, dass ich ihren Aufruf unterschreibe. Ich habe in dieser Mail Folgendes geschrieben:

„Eg eri harmur um, at nú verða Føroya fólk ákært av nøkrum fólki uttanlands, sum vilja vera við at nógv fólk í Føroyum hata samkynt fólk.
Tí eg haldi hesa ákæru vera fullkomiliga skeiv, gleðist eg nógv um, at tit heita á fólk í Føroyum at ávirka Løgtingið at symtykkja broytingaruppskotið til at verja samkynd.
Eg vóni at meirilútin í Løgtinginum hesaferð gongur undan við góðum fyridømi, við at samtykkja lógaruppskótið, so at tað sæst týðuliga at í Føroyum eins og í øðrum londum í Europa samkynt fólk hava rættindi at liva við ongum otta.
Tit skulu vita, at eisini føroyavinir uttanlands stuðla tiltak tykkara. Tí skrivi eg undir áheitanina.“

Auf Deutsch:
„Ich bin darüber bekümmert, dass nun die Leute auf den Färöern von einigen Leuten im Ausland beschuldigt werden, die behaupten, dass viele Leute auf den Färöern Homosexuelle hassen.
Weil ich diese Beschuldigung für völlig falsch halte, freue ich mich sehr darüber, dass Ihr die Leute auf den Färöern auffordert, auf das Lögting einzuwirken, dass es dem Gesetzesänderungsentwurf zum Schutz der Homosexuellen zustimmt.
Ich hoffe, dass die Mehrheit im Lögting dieses Mal mit gutem Beispiel vorangeht, indem sie dem Gesetzesentwurf zustimmt, so dass deutlich zu sehen ist, dass Homosexuelle auf den Färöern genau so wie in anderen Ländern in Europa das Recht haben, ohne Angst zu leben.
Ihr sollt wissen, dass auch Färöerfreunde im Ausland Euer Vorhaben unterstützen. Deshalb unterschreibe ich den Aufruf.“

Weniger als eine halbe Stunde danach kam bereits die Antwort:
„Vit vilja takka tær fyri tín stuðul og fyri at tú skrivar undir. Bestu heilsanir frá okkum 8 sum savna inn undirskriftir.“

„Wir wollen Dir für Deine Unterstützung danken und dafür, dass Du unterschreibst. Die besten Grüße von uns 8, die Unterschriften sammeln.“

Die Zeit drängt nun wirklich. Am Dienstag, den 7. November, um 13.30 Uhr, wird das Lögting den Gesetzesänderungsentwurf verhandeln. Leider geht aus dem entsprechenden Text auf der Webseite des Lögtings (www.logting.fo/index.asp?id=1) für mich nicht hervor, ob der Gesetzes- entwurf noch am selben Tag zur Abstimmung kommt. Jedenfalls wollen die acht Frauen die Unterschriften zu ihrem Aufruf vor der Verhandlung dem Lögtingsvorsitzenden Edmund Joensen überreichen.
Ich möchte gerne diejenigen unter uns Forumsteilnehmern, die den Aufruf der acht Färingerinnen unterstützen können, bitten, dies so bald wie möglich zu tun.
Obwohl sich der Aufruf ursprünglich an die Färinger richtet, ist es sicher für diese acht färöischen Frauen außerordentlich wichtig, zu erfahren, dass ihr Anliegen auch im Ausland wahrgenommen wird, und dass sie auch dort Unterstützung dafür finden.
Ich meine, wer den Aufruf unterschreibt, sollte möglichst einen kurzen Begleittext dazu schreiben, ob nun auf Deutsch, Englisch Dänisch oder gar Färöisch. Das halte ich für sehr wichtig. Es reicht ja, zu schreiben, dass man ihnen Erfolg wünscht oder dass man sich mit ihnen solidarisch fühlt.

Die Mitteilung bzw. Unterschrift ist zu senden an: grein266b@hotmail.com. Grein 266b, d.h. Abschnitt 266b, ist der Abschnitt im Strafgesetz Nr. 266 über Diskriminierung und Verfolgung, dessen Wortlaut erweitert werden soll.

Als Betreff habe ich „áheitan“ angegeben, das färöische Wort für „Aufruf“.

Die Frauen bitten darum, in der Mail unbedingt Folgendes anzugeben:
Navnið / der Name (Vor- und Nachnahme)
Postnummar / Postleitzahl
Býur/Bygd / Stadt/Dorf
Føðingardagur / Geburtstag
Und in unserem Fall müssten wir noch ergänzen:
Land / Land - also Deutschland / Týskland oder Schweiz / Sveis
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d.w.



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BeitragVerfasst am: 02.11.2006 22:34    Titel: Re: Boykott ? Antworten mit Zitat

u.k. hat Folgendes geschrieben:
Da hatte hier ein neuangemeldetes Mitglied mit nur einem Beitrag eine große Klappe. Zum Boykott färöischer Waren wegen des Grindwalfangs wurde seit mehr als 20 Jahren von (teilweise sogenannten) Tierschutzverbänden aufgerufen und was ist passiert ? Nuscht ! Die Färinger haben es überlebt. Drohungen bringen halt nichts !


Die Frage ist für mich nicht, ob ein solcher Boykott letzten Endes eine Wirkung erzielt oder nicht. Ich stelle darüber keine Spekulationen an.
Ich kann einen Boykott befürworten, der sich gegen eine klar umrissene Gruppe wendet, in der a l l e für dasjenige verantwortlich sind, was mit dem Boykott bekämpft werden soll.
Ein Bokott gegen die Färöer richtet sich unterschiedslos sowohl gegen diejenigen Färinger, die Homosexuelle diskriminieren, als auch gegen diejenigen Färinger, die gegen eine solche Diskriminierung protestieren.
Deshalb bin ich entschieden gegen Aufrufe zum Boykott der Färöer.

Ich wiederhole noch einmal: Wenn ich einen solchen Boykottaufruf unterstütze, dann ist das kein Akt der Solidarität mit den Färingern, die die Diskriminierung von Homosexuellen bekämpfen, sondern dann falle ich ihnen damit in den Rücken.
Ein solcher Boykottaufruf an sich ist selber schon ein Akt der Diskriminierung und eine Schande.
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u.k.



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BeitragVerfasst am: 03.11.2006 08:35    Titel: Boykott ? Antworten mit Zitat

Ich war mit meinem oben zitierten Beitrag dagegen, dass ein dummer Beitrag in diesem Forum, zu dem Arne schon die passende Antwort gegeben hat, auf den Färöern für einen deutschen Boykottaufruf gehalten wird (weil sie dort nicht wissen, was in Deutschland über die Färöer gedacht wird). Die Beiträgerin war wahrscheinlich noch gar nicht auf den Färöern und kann deswegen auch gar nicht beleidigt erklären, dass sie nie wieder dorthin fährt. Es ist völliger Blödsinn, wenn teilweise behauptet wird, dass strafbare Handlungen gegen Schwule und Lesben auf den Färöern völlig legal seien. Der Angriff gegen den Musiker Rasmus Rasmussen, der sich bereits im September ereignet hat, ist ein Fall für die Strafverfolgungsbehörden. In einer überschaubaren Gemeinschaft wie die Färöer sollten die Täter schnell gefasst und abgeurteilt werden können. An der ersten (dämlichen und in schlechtem Englisch verfassten) Unterschriftensammlung, bei der sich jeder ohne Namenskontrolle eintragen konnte, habe ich mich nicht beteiligt und werde mich auch in Zukunft nicht an solchen Aktionen beteiligen, die den Färingern eine Kollektivschuld zuweisen. Ich war Ende Mai/Anfang Juni 1993 auf den Färöern, als sich der Brandanschlag in Solingen ereignet hat. In Deutschland ist es z.B. verboten, Häuser in Brand zu setzen, in denen Ausländer wohnen und ich habe mich damals sehr über einen Artikel in der Zeitung SOSIALURIN geärgert, in dem dieser Vorfall geradezu als symptomatisch für die deutsche Politik dargestellt wurde.
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d.w.



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BeitragVerfasst am: 03.11.2006 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Uwe, vielen Dank für deine Klarstellung. Dem kann ich nur zustimmen.

Ich habe soeben per Mail einen Leserbrief an SOSIALURIN gesandt, der eine Reaktion auf deren Artikel vom 27. Oktober ist, den ich hier im vollen Wortlaut gebracht hatte. Ich habe gebeten, den Leserbrief zu drucken, bevor der Gesetzesänderungsvorschlag am Dienstag im Lögting verhandelt wird. Bin mal gespannt, ob mein Leserbrief abgedruckt wird, und wenn ja, noch vorher.
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Erik



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BeitragVerfasst am: 03.11.2006 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr gut d.w. Mange kender dig heroppe. Det vil bestemt hjælpe at du heroppe tilkendegiver din mening. Tak for det.

Jeg kigger i Sosialurin om det kommer i og siger besked.
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d.w.



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BeitragVerfasst am: 03.11.2006 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Tak for det, Erik. Det varer nogle dage til jeg får avisen her i Tyskland.
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Klaus



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Wohnort: Bunde (Ostfriesland)

BeitragVerfasst am: 04.11.2006 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Jättebra Detlef!

Erik, kan du inlägger rapporten här i forumet, när den står i Sosialurin?
_________________
Leben heißt, mehr Träume in seiner Seele zu haben, als die Realität zerstören kann.

Leef nu, niet later!
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